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Lexikon Homöopathie

Mittel A-Z


  • Absinthium, Wermut
    • Herkunft: Europa, Westasien; frische obere Sproßteile mit Blättern und Blüten
    • Klinische Diagnosen: Epilepsie, Magenbeschwerden, Leber-Galle-Leiden
    • Symptome und Charakteristika: Tonisch-klonische Krampfanfälle mit Schwindel, Zungenbiss und Zyanose. Lautes Herzklopfen, das im Rücken gespürt wird. Speisen liegen schwer im Magen, geblähter Bauch mit Aufstoßen, Gefühl, Leber und Milz sind verdickt.
    • Verbesserung: Mit dem Kopf ganz tief liegen.
    • Person: Nervöse Menschen

  • Acidum benzoicum, Benzoesäure
    • Herkunft: Destillat aus Styrax-Harz
    • Klinische Diagnosen: Rheumatische Beschwerden, Blasenleiden, chronische Blasenentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Wandernde reißende oder stechende Schmerzen in den Gelenken, verbunden mit dunklem Urin von stechendem Geruch und mit Harninkontinenz in der Nacht. Herzschmerzen oder Herzklopfen, das um 2 Uhr nachts aus dem Schlaf weckt.
    • Auslöser: Kaltes Wetter
    • Verschlechterung: Kälte, Wetterwechsel, Wein
    • Verbesserung: Ruhe und Wärme
    • Person: "harnsaure Diathese"

  • Acidum hydrochloricum, Salzsäure, Acidum muriaticum (gebräuchlicher Name)
    • Herkunft: Verdünnte Salzsäure nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Aphthen, Hämorrhoiden, Schwäche, Fieber
    • Symptome und Charakteristika: Trockene Zunge und Geschwüre im Mund, dunkel gerötet oder bläulich, stinkende Beläge, brennende Schmerzen bei jeder Berührung; bläuliche Hämorrhoiden mit stechenden Schmerzen und äußerst berührungsempfindlich; hohes Fieber mit großer Schwäche: kann sich im Bett nicht oben halten, sondern gleitet vom Kissen nach unten, dabei bläuliches Gesicht, aufgesprungene trockene Lippen und Zunge; schwacher Puls.
    • Verschlechterung: Feuchtes Wetter, vor Mitternacht
    • Verbesserung: Wärme, liegen auf der linken Seite
    • Person: Entsprechend der Schwäche, die alle Erkrankungen begleitet sind die Kranken schweigsam, traurig und übellaunig.

  • Acidum nitricum, Salpetersäure
    • Herkunft: Verdünnte Salpetersäure nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Risse und Fisteln, Magen-Darm-Erkrankungen, chronischer Durchfall, Ulzera.
    • Symptome und Charakteristika: Die Risse sind besonders am Übergang von Haut zur Schleimhaut: Mund, Nase, Harnröhre, Anus. Starke, stechende, splitterartige Schmerzen, die plötzlich kommen und vergehen und bei allen Erkrankungen auftauchen. Großer Hunger auf fettige und salzige Speisen, dabei Verdauungsschwäche mit Aufstoßen, Übelkeit, Bauchkrämpfen und Blähungen. Obstipation mit starkem Stuhldrang und wenig Erfolg, was zu Hämorrhoiden und Fissuren führt. Ulzera mit heller Blutung und übel riechender Absonderung. Stinkender Schweiß.
    • Verschlechterung: Kälte, nachts, Milch, nach dem Essen
    • Verbesserung: Passive Bewegung wie Schaukeln, Fahren im Auto
    • Person: Leicht reizbar, besonders auch durch äußere Reize wie Berührung, Stoß, Geräusche.

  • Acidum phosphoricum, Phosphorsäure
    • Herkunft: Verdünnte Phosphorsäure nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Erschöpfung, verzögerte Rekonvaleszenz, Kopfschmerzen, Wachstumsschmerzen, Darm-Infekte.
    • Symptome und Charakteristika: Kopfschmerzen durch geistige Anstrengung (Lernen) und nach Überanstrengung der Augen. Erschöpfung und Schwäche nach Infekten oder durch Verlust von Körpersäften (Schweiß, Erbrechen, Menstruationsblutung, Samenerguss), nur Durchfall erschöpft wenig bis nicht. Gefühl der Trockenheit mit Verlangen nach saftigen Speisen wie Obst und Salat, jedoch wenig Durst. Nächtliche Knochenschmerzen als würde der Knochen abgeschabt, vor allem bei schnellem Wachstum. Schmerzloser, reichlicher, wässriger Durchfall.
    • Auslöser: Geistige Anstrengung, Liebeskummer, schnelles Wachstum.
    • Verschlechterung: Verlust von Körpersäften, Zugluft, Kummer.
    • Verbesserung: Wärme, kurzer Schlaf
    • Person: Besonders Jugendliche, die rasch gewachsen sind.

  • Acidum sulfuricum, Schwefelsäure
    • Herkunft: Schwefelsäure nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schwäche, Wechseljahresbeschwerden, Magenübersäuerung und Sodbrennen, Durchfall, Blutungen.
    • Symptome und Charakteristika: Die Schwäche ist viel ausgeprägter, als dass die Krankheit oder Anstrengung sie erklären könnte. Hitzewallungen mit Schweißausbruch und Schwäche. Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen der letzten Mahlzeit noch Stunden nach dem Essen, saurer Geruch; brennende und schneidende Magenschmerzen; matt nach dem Essen; Durchfall: wässrig, grün, schaumig mit brennenden Schmerzen am Anus, mit Hervortreten der Hämorrhoiden. Wasser wird im Magen nur vertragen, wenn es mit Alkohol vermischt ist. Dunkle Blutungen: starke Menstruation oder Zwischenblutungen, aus entzündetem Zahnfleisch, aus den Hämorrhoiden, nach Prellungen, in die Haut. Die Schmerzen steigern sich langsam und hören plötzlich auf. Die Schmerzen werden im Schlaf empfunden und verschwinden beim Erwachen. Gefühl, als würde das Gehirn nach einer Seite fallen. Inneres Zittern, das äußerlich nicht sichtbar ist.
    • Auslöser: Klimakterium, Prellung, Alkohol.
    • Verschlechterung: Kaffee und Alkohol (Magen), Berührung, im Freien, Kälte, Trinken von Wasser.
    • Verbesserung: Liegen auf der schmerzenden Seite, Ruhe, Wärme.
    • Person: Immer in Eile, ungeduldig, nichts geht schnell genug, kann nicht warten.

  • Aconitum napellus, Blauer Eisenhut, Sturmhut
    • Herkunft: Alpen; die ganze, zum Zeitpunkt der Blüte gesammelte Pflanze.
    • Klinische Diagnosen: Panik; Neuralgie, akute Erkältung, Pseudocrupp.
    • Symptome und Charakteristika: Alle Beschwerden treten sehr plötzlich auf und sind heftig (wie ein Sturm). Panik, Angst zu sterben begleiten viele Erkrankungen. Panik mit Herzklopfen und hohem Puls, mit Schwindel und dem Gefühl gelähmt zu sein. Plötzliches Fieber: hoch, ohne Schweiß und mit viel Durst, oft nach Mitternacht auftretend. Neuralgische Schmerzen durch kalten Wind. Augenentzündung mit gestörtem Sehvermögen durch Flimmern oder schwarze Flecken.Krupphusten nach Mitternacht. Kopfschmerzen durch Sonnenstich.
    • Auslöser: Schreck, z.B. durch eine schlechte Nachricht, kalter trockener (Ost-)Wind.
    • Verschlechterung: 0 - 4 Uhr, kalter Wind, Schreck, Kälte und Hitze.
    • Verbesserung: Frische Luft, Infekte lösen sich oft durch warmen Schweiß.

  • Adonis vernalis, Frühlings-Adonisröschen
    • Herkunft: Europa, Schwarzes Meer, frische blühende oberirdische Teile der Pflanze nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Herzschwäche und Herzschmerzen, Mitralinsuffizienz.
    • Symptome und Charakteristika: Herzbeschwerden nach einem Infekt mit unregelmäßigem und schnellem Puls, mit Beinödemen, mit dem Gefühl eines Gewichts auf der Brust und Atemnot. Dabei geringe Urinausscheidung. Gefühl von einem Gewicht im Bauch. Angst steigt aus dem Magen auf. Atemnot bei Berührung am Rücken.
    • Verschlechterung: Flach liegen

  • Aesculus, Rosskastanie
    • Herkunft: Asien, Amerika, Nordamerika; frische geschälte Samen
    • Klinische Diagnosen: Hämorrhoiden und Verstopfung, Rückenschmerzen. Halsentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Hämorrhoiden, groß, prall, schmerzhaft, selten nur blutend. Wunde, brennende Schmerzen am Anus, Schmerz als sei der Enddarm mit Stöckchen gefüllt, wie ein Messer, das auf und ab gezogen wird. reißende Kreuzschmerzen am Ileosakralgelenk mit Schwächegefühl. Halsentzündung mit dem Gefühl von trocken und rauh, als ob etwas im Hals steckt, was dauerndes Schlucken hervorruft.
    • Verschlechterung: Kälte, Gehen
    • Verbesserung: Bluten der Hämorrhoiden > die Schmerzen.

  • Allium cepa, Küchenzwiebel
    • Herkunft: Europa, Asien; ganze, frische Zwiebel
    • Klinische Diagnosen: Akuter Katarrh, Heuschnupfen. Darmerkrankung.
    • Symptome und Charakteristika: Wund machender Fließschnupfen, mit reizlosem Tränenfluss, Niesen, Schnupfen mit Dumpfheit im Kopf. Feine stechende Schmerzen wie von Fäden. Kitzelhusten wird durch Einatmen von kalter Luft ausgelöst. Die Beschwerden beginnen oft links und wandern nach rechts. Durchfall mit Blähungen und Bauchschmerzen, ausgelöst durch nasse Füße.
    • Auslöser: Nasse Füße
    • Verschlechterung: Warmes Zimmer, kalte Luft,
    • Verbesserung: Frische Luft

  • Aloe
    • Herkunft: Eingedickter Saft der Blätter nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Durchfall, Venenstauung, Lebererkrankungen, Kopfschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: Durchfall, vor allem früh morgens (2 - 10 Uhr) mit einem Gefühl wie ein Pflock, der im Anus steckt; unwillkürlicher und unbemerkter Abgang von Stuhlgang beim Wasserlassen und bei Windabgang; mit Kollern und Krämpfen im Bauch; der Durchfall ist schleimig und blutig. Rektumprolaps bei Kindern. Hämorrhoiden wie große Trauben, blutend, mit brennenden Schmerzen. Stauung der Leber und daher Stauung im Pfortaderkreislauf mit Schweregefühl im rechten Oberbauch. Kopfschmerzen abwechselnd mit Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen.
    • Verschlechterung: Jede Form der Wärme, Sommer, nach dem Essen.
    • Verbesserung: Kühle frische Luft, kalte Anwendungen.

  • Ambra, Grauer Amber
    • Herkunft: Talgartiges Ausscheidungsprodukt aus den Eingeweiden des Pottwals (Physeter macrocephalus)
    • Klinische Diagnosen: Alzheimer Demenz, Scheidenpilz, Bronchitis.
    • Symptome und Charakteristika: Schwindel und Vergesslichkeit, schüchtern, nervös, verlegen, Neigung zum Rückzug. Tiefer, krampfartiger Husten von Kitzeln im Hals. Ausfluss und Brennen der Scheide. Verstopfung, kann nicht Wasserlassen oder den Darm entleeren in Anwesenheit anderer. Taubheit oder Kribbeln an einzelnen Stellen, kann rasch den Platz wechseln.
    • Verschlechterung: Kleinste äußere Reize, wie Geräusche, Musik, Anwesenheit Anderer. Warme Milch.
    • Verbesserung: Langsame Bewegung an der frischen Luft.
    • Person: Vorzeitig gealtert

  • Anacardium, Elefantenlausbaum
    • Herkunft: Südliches Amerika; getrocknete Früchte nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Magengeschwür, Bauchbeschwerden, Ekzem, Kopfschmerzen, Depression und Ängste.
    • Symptome und Charakteristika: Leeregefühl im Magen, Magen- und Bauchschmerzen, die sich durch Essen bessern. Gefühl von einem Pflock im Magen oder Anus. Verstopfung mit Stuhldrang ohne Entleerung. Kopfschmerzen wie von einem Band um den Kopf. Roter Hautausschlag Bläschen und unerträglichem Juckreiz, < in der Bettwärme. Widersprüchliche Impulse, fixe Ideen, Gefühl des Gespaltenseins. Psychische Erschöpfung.
    • Auslöser: geistige Anstrengung, Emotionen wie Ärger, Sorge.
    • Verschlechterung: Zugluft, harte Erschütterung, Kälte.
    • Verbesserung: Essen, heißes Bad.

  • Antimonium crudum, Schwarzer Spiessglanz
    • Herkunft: Antimon-(III-)sulfid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Magenbeschwerden, Hautprobleme.
    • Symptome und Charakteristika: Zunge dick weiß belegt, Völlegefühl, Aufstoßen, Erbrechen ohne Übelkeit; abwechselnd Durchfall und Verstopfung; Verlangen nach Saurem, das schlecht vertragen wird. Dornwarzen und Hornhaut, beides schmerzhaft und rissig; Hautauschläge mit Blasen und Pusteln, mit Nässen, Krusten und Rissen, brennend schmerzhaft. Kopfschmerzen durch Magenverstimmung; Gicht in Verbindung mit Magenverstimmung.
    • Auslöser: Überessen
    • Verschlechterung: Feucht und kalt (Wetter, Baden), Hitze, Saures, Überessen, Berührung.
    • Verbesserung: Ruhe, warmes Bad, frische Luft.
    • Person: "harte Schale, weicher Kern". Sensibel verletzlich, romantisch sentimental, besonders bei Mondschein. Wenn er verletzt wird, unzufrieden und reizbar mit allen, auch mit sich.

  • Apis mellifica, Honigbiene
    • Herkunft: Europa, Asien, Amerik;, ganze Biene.
    • Klinische Diagnosen: Nierenentzündung, Ödeme, Nesselsucht, Allergische Reaktion, Entzündung der serösen Häute, wie Meningitis, Ovarialzyste.
    • Symptome und Charakteristika: Blasse Schwellung, wie nach einem Bienenstich; brennend-stechende Schmerzen; Ödeme vor allem der Lider wie Wassersäcke, der Beine oder der Haut bei allergischer Reaktion; Akutes Nierenversagen mit Verminderung der Urinausscheidung, Urin dunkel, eiweißhaltig, dabei Ödeme; ödematöse Halsentzündung mit großem, glasigem Zäpfchen und Heiserkeit.
    • Verschlechterung: Jede Art der Wärme, Berührung, geschlossener Raum.
    • Verbesserung: Kälte, frische Luft, Bewegung.
    • Person: Emsig, ruhelos, muss dauernd etwas tun und sich bewegen.

  • Argentum nitricum, Sibernitrat
    • Klinische Diagnosen: Erwartungsangst, Schwindel, Magen-Darm-Erkrankungen, Augenentzündung, Halsentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Schwindel mit Benommenheit, vor allem im Dunklen, in engen Räumen (Flugzeug) und in engen Straßen mit dem Gefühl, die Mauern stürzen auf ihn. Erwartungsspannung mit Herzklopfen und Durchfall. Kopfschmerzen mit dem Gefühl, als sei der Kopf zu groß.
    • Auslöser: Enge Räume, Prüfungen u.ä., Bindehautentzündung mit starker umschriebener Rötung und eitrigem Sekret; Magenschmerzen mit lautem Aufstoßen, Blähungen mit Rumpeln und Kollern im Bauch; Verlangen nach Süßigkeiten, die schlecht vertragen werden. Halsentzündung mit splitterartigem Schmerz; Warzen und Ulzera der Haut.
    • Verschlechterung: Enge, warme Räume, Blick nach unten.
    • Verbesserung: Kühle frische Luft; fester Druck, Einbinden (Kopfschmerz).
    • Person: zahlreiche Ängste: Vor Prüfungen, im Dunklen, in engen Räumen, vor Höhe, vor Menschen , vor dem Tod, dabei impulsiv und getrieben.

  • Arnica, Bergwohlverleih
    • Herkunft: Europäisches Hoch - und Mittelgebirge; getrockneter und gepulverter Wurzelstock nebst Wurzeln.
    • Klinische Diagnosen: Stumpfe Verletzung mit Prellung und Bluterguss; Muskelschmerzen, Gehirnerschütterung, Hypertonie und Apoplexneigung,
    • Symptome und Charakteristika: Gefühl wie zerschlagen nach einer Verletzung, jede Berührung und Erschütterung schmerzt, daher Angst davor; das Bett erscheint zu hart, findet keine gute Position; Bluterguss, groß, dunkellila verfärbt; Gehirnerschütterung mit Benommenheit oder Bewußtlosigkeit; antwortet kurz und fällt dann zurück in die Benommenheit; hitziger und roter Kopf mit kaltem Körper; hoher Blutdruck mit rotem Gesicht, Stirnkopfschmerzen, Stiche am Herzen, in den Arm ausstrahlend; sagt, er sei nicht krank und schickt den Arzt weg (typisch für Schock nach Unfall).
    • Auslöser: Unfall, Folgen von Unfall, auch schon länger zurückliegend
    • Verschlechterung: Berührung, muskuläre Überanstrenung
    • Verbesserung: Liegen, ausgestreckt und mit tiefer liegendem Kopf
    • Warnung: Bei akuter Verletzung nur Potenzen höher als D 12 oder C 12

  • Arsenicum album, Arsen-(III)-oxid
    • Klinische Diagnosen: Große Wirkbreite, kann bei sehr vielen Erkrankungen passen, z.B. Brechdurchfall, Magen-Darm-Beschwerden, Heuschnupfen, Asthma, Schlafstörung, Blasenentzündung, Kopfschmerzen,
    • Symptome und Charakteristika: Brennende Schmerzen wie Feuer (Magen, Neuralgie, Konjunktivitis, Heuschnupfen, Blase, Hautausschlag u.a.), wund machende Sekrete, (Schnupfen, Ausfluss, Durchfall), Geschwüre auf der Haut und der Schleimhaut; rasch auftretende Schwäche und Hinfälligkeit bis hin zur lebensbedrohlichen Situation (z.B. Brechdurchfall bei kleinen Kindern mit Flüssigkeitsmangel); großer Durst, trinkt nur in kleinen Schlucken; sehr verfroren; ängstliche körperliche Unruhe; fahles Gesicht; als einziges Symptom werden Kopfschmerzen in Wärme schlechter und besser bei kalter Anwendung; Hautausschlag mit Schwellung und starkem Jucken, kratzt sich blutig, trockene, schuppige Haut
    • Auslöser: Verdorbene Lebensmittel (Brechdurchfall)
    • Verschlechterung: Kälte in jeder Form, nach Mitternacht, Anstrengung.
    • Verbesserung: Wärme in jeder Form, Bewegung, aufrechtes Sitzen, Gesellschaft.
    • Person: Große Angst bis hin zur Todesangst; "jeder Fehler kann tödlich sein", daher peinlich korrekt, großes Kontrollbedürfnis; Suche nach Sicherheit und dadurch nach Gesellschaft.

  • Arsenicum jodatum, Arsen-(III)-jodid
    • Klinische Diagnosen: Heuschnupfen, Asthma, chronische Lungenerkrankung, chronischer Durchfall.
    • Symptome und Charakteristika: Insgesamt sehr ähnlich wie Arsenicum album: brennende Schmerzen, scharfe, wund machende Sekrete. Es handelt sich vor allem um chronische Erkrankungen, oft mit vergrößerten, harten Lymphknoten: Tuberkulose, Schuppenflechte u.a. weniger verfroren als Ars-a, die körperliche Unruhe ist eher noch größer.
    • Verschlechterung: Kalter Wind, warmer Raum.
    • Verbesserung: Frische Luft

  • Arum triphyllum, Zehrwurzel
    • Herkunft: Amerika, China; frischer Wurzelstock (vor der Entwicklung der Blätter)
    • Klinische Diagnosen: Hals- und Kehlkopfentzündung, Schnupfen.
    • Symptome und Charakteristika: Nase verstopft, alle Schleimhäute geschwollen und leicht blutend, mit viel Schleimbildung, der scharf und ätzend ist. Heiserkeit, krampfhafter Husten. Bohrt in der Nase oder zupft an den Lippen.
    • Auslöser: Heiserkeit durch zu viel Sprechen (Sänger, Schauspieler)
    • Verschlechterung: Sprechen, warmer Raum.
    • Verbesserung: Spaziergang an frischer Luft

  • Aurum chloratum, (Aurum muriaticum), Goldchlorid
    • Herkunft: Tetrachlorogold(III)-säure nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Hypertonie, Herzerkrankung, Gebärmuttermyom.
    • Symptome und Charakteristika: Heftiges Herzklopfen bei jeder Anstrengung, bei Aufregung, Hypertonie mit sehr hohen Blutdruckwerten, Angina pectoris. Große Myome mit starker und verlängerter Menstruationsblutung, wund machender Ausfluss, Verhärtungen der Gebärmutter.
    • Auslöser Erkrankung durch Kränkung
    • Verschlechterung: Nachts, Wärme
    • Verbesserung: In den Bergen, Gehen im Wind, Musik.
    • Person: Erkrankt nach Kränkung, entwickelt jedoch keine Bitterkeit, sondern bleibt freundlich und den Menschen zugewandt. Neigung zur Depression.

  • Aurum metallicum, Gold
    • Herkunft: Goldpulver nach Vorschrift, Blattgold
    • Klinische Diagnosen: Hypertonie, Herzerkrankungen, Depression, Schlafstörung, grüner Star, Iritis, Rheuma
    • Symptome und Charakteristika: Hochdruck mit gerötetem und gestautem Gesicht, später Angina Pectoris oder Schlaganfall als Folgeerkrankungen, Gefühl als ob das Herz für einige Sekunden aussetzt und dann mit starkem Herzklopfen wieder einsetzt. Depression mit ausgeprägter Schlafstörung und Suizidneigung durch Erschießen oder Autounfall oder Sprung aus großer Höhe. Augenerkrankungen mit Sehverlust der unteren Gesichtshälfte, Iritis mit Tränen und Brennen. Chronisches Rheuma mit Schmerzen an Gelenken, Knochen und Knochenhaut, bohrend und wandernd. Große Schmerzempfindlichkeit.
    • Auslöser: Verlusterlebnisse
    • Verschlechterung: Nachts, Kälte, Winter
    • Verbesserung: Sonnenaufgang, Musik, Spaziergang in frischer Luft, Sommer
    • Person: Zunächst sehr aktive Menschen, die viel erreichen und bewegen, eher Führungspersönlichkeiten, auch leicht reizbar und cholerisch. In der Erkrankung dann Depression und Verzweiflung, oft nach Verlust von Firma oder Arbeitsplatz. Religiosität.

  • Badiaga, Flußschwamm
    • Herkunft: Europa, Asien, Jod; Kieselsäure, getrockneter Schwamm nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Krampfhusten, Bindehautentzündung, Gelenk- und Muskelrheuma.
    • Symptome und Charakteristika: Hustenanfälle mit dem Gefühl, die Kehle ist wie zugeschnürt, und zähem Auswurf, der herausgeschleudert wird, und Stichen in der Brust. Bindehautentzündung mit äußerster Berührungsempfindlichkeit der Augen, Zucken des Oberlids. chronische Gelenkschmerzen mit Muskelschmerzen, wie gequetscht mit Magerkeit und Schwäche, Nackensteifigkeit. Verhärtung der Lymphknoten mit blauroter Verfärbung der Haut in der Umgebung. Herzklopfen bei jeder Bewegung mit < bei Liegen rechts.
    • Verschlechterung: Süßigkeiten (Husten), nachmittags, Kälte, Berührung.
    • Verbesserung: Warmer Raum

  • Baptisia tinctoria, Wilder Indigo
    • Klinische Diagnosen: Lymphangitis, Sepsis, Halsentzündung, Typhus.
    • Symptome und Charakteristika: Rasch ansteigendes hohes Fieber, dunkel gerötetes Gesicht, große Schwäche, dabei Unruhe, später Neigung zur Benommenheit. Gefühl wie zerbrochen oder zerschlagen. Mandelentzündung links mit starker Schwellung, sehr dunkler Rötung, später Geschwüre auf den Mandeln, kloßiger Sprache, sehr viel übel riechendem Speichel, und nur geringen Schmerzen. Faulig riechender Durchfall mit den genannten Fiebersymptomen und gespanntem Bauch.
    • Verschlechterung: Feuchte Wärme, im Raum, beim Aufwachen.
    • Verbesserung: Aufstehen

  • Barium carbonicum, Bariumcarbonat
    • Herkunft: Bariumcarbonat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: rezidivierende (wiederholte oder wiederkehrende) Mandelentzündung, Drüsenvergrößerung, Verstopfung, Altersbronchitis, Arteriosklerose, Haarausfall, Entwicklungsverzögerung, Ängste.
    • Symptome und Charakteristika: Schnupfen mit trockener Nase oder Schorf in der Nase und geschwollener Oberlippe; geschwollene, eitrige Gaumenmandeln, mit dem Gefühl der Hals ist zusammengezogen oder als stecke ein Brocken darin und geschwollenen Halslymphknoten; Verstopfung mit hartem knotigem Stuhl und Hämorrhoiden; Gefühl eines Steins im Magen mit Aufstoßen; Altersbronchitis mit viel Schleim in den oberen Atemwegen und rasselnder Atmung und Heiserkeit und Schmerz wie wund in der Brust; Pulsieren im Rücken in Ruhe; Prostatahypertrophie mit vermindertem Sexualtrieb und/oder Erektions- oder Ejakulationsstörungen; Übel riechender Fußschweiß. Die linke Seite ist stärker betroffen.
    • Auslöser: Unterdrückter Fußschweiß.
    • Verschlechterung: Kälte, feuchte Kälte, Liegen auf der schmerzhaften Seite, Gesellschaft, Denken an die Beschwerden.
    • Verbesserung: Warme Anwendungen (außer Kopfschmerzen), Alleinsein.
    • Person: Passt für Kinder und alte Menschen. Typisch ist eine geistige Entwicklungsverzögerung, wodurch die Kinder körperlich älter sind als geistig, und hier noch in einer Welt der unbekannten und unbeherrschbaren Ungeheuer leben mit vielen Ängsten und Schüchternheit und beharrlichem Kleben an dem, was sie kennen, sowie Rückzug.

  • Barium chloratum, Bariumchlorid
    • Herkunft: Bariumchlorid (Bariumsalz) nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Arteriosklerose, Schwellung und Entzündung der Lymphknoten, Altersasthma, Mandelentzündung, Fisteln, Drüsenschwellung und -verhärtung, Entwicklungsverzögerung.
    • Symptome und Charakteristika: Die Symptome sind ähnlich wie Barium carbonicum, nur noch ausgeprägter. Die Arteriosklerose kann in ein Aneurysma münden, mit Pulsieren im Bauch; die Drüsen (Lymphknoten, Prostata Bauchspeicheldrüse) sind härter, größer und neigen zu Entzündungen bis hin zur Eiterung; die Altersbronchitis hat ausgeprägte Atemnot; die Verstopfung ist hartnäckiger, auch mit Magendrücken und Würgen oder Erbrechen; typisch und anders als bei Barium carbonicum besteht ein gesteigertes sexuelles Verlangen. ausgeprägte, eisige Kälte des ganzen Körpers.
    • Verschlechterung: Kälte, feuchte Kälte, liegen auf der schmerzhaften Seite, Sonnenhitze.
    • Verbesserung: Wärmeanwendungen, Alleinsein.

  • Barium jodatum, Bariumjodid
    • Herkunft: Bariumjodid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Chronische Lymphdrüsenvergrößerung
    • Symptome und Charakteristika: Die Lymphdrüsen sind hart und groß, ebenso wie die Rachenmandeln. Ruhelos, neigt jedoch dazu dazusitzen und vor sich hin zu brüten. Nicht so verfroren wie Barium carbonicum. Großes Frischluftverlangen.
    • Verschlechterung: Gehen
    • Verbesserung: Kalte, frische Luft

  • Belladonna, Tollkirsche
    • Herkunft: Aus der einheimischen Tollkirsche (frische, ganze Pflanze)
    • Klinische Diagnosen: Akute Entzündungen, Hochfieberhafte Infekte, Mandelentzündung, Mittelohrentzündung u.ä., Hitzeschlag und Sonnenstich, Hypertonie
    • Symptome und Charakteristika: Alle Beschwerden beginnen plötzlich, oft abends oder in der Nacht; typisch ist die Kombination: Hitze, Röte, starke, oft pulsierende oder klopfende Schmerzen, Schwellung (wie z.B. bei einem Abszess); hohes Fieber bei einem Infekt, wie Kinder es oft bekommen mit rotem heißen Gesicht und kalten Händen und Füßen, dabei fieberglänzenden Augen und starken Kopfschmerzen; es können Fieberkrämpfe auftreten; starker Durst, manchmal ist Trinken unmöglich wegen starker Mandelschwellung und Zusammenschnüren im Hals; trockene Haut und Schleimhäute; ähnliche Symptome bestehen bei Sonnenstich: Kopfschmerzen, gerötetes Gesicht, Überhitzung; Schlaflos wegen der Hitze und Kopfschmerzen; Empfindlich auf alle äußeren Reize wie Geräusche, Licht u.a.
    • Auslöser: Sonne; kalter Wind, Haare waschen.
    • Verschlechterung: Sonne, Lärm, Licht, Erschütterung.
    • Verbesserung: Ruhe, ausgestreckt oder nach hinten gebeugt liegen
    • Person: So intensiv wie die körperlichen Krankheiten auftreten, so heftig kann auch die psychische Reaktion sein. Belladonna gehört zu den halluzinogenen Drogen: besonders im Fieber können Phantasien und Wahnvorstellungen auftreten, die oft voller Ängste sind: vor Wölfen, Ungeheuern, Gespenstern. Durch diese Ängste kommt es zu plötzlichen aggressiven Ausbrüchen mit lautem Schreien, Schlagen und Beißen.

  • Bellis perennis, Gänseblümchen
    • Herkunft: Europa, Asien; frische blühende Pflanze mit Wurzel nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Prellung des Unterleibs, Quetschung der Gebärmutter, Knutschflecken, Überanstrengung.
    • Symptome und Charakteristika: Quetschung und Prellung des Unterleibs wie z.B. nach einem Rollerunfall mit Sturz auf den Lenker mit dem Bauch oder bei einer Katze, die sich in einem schräg gestellten Fenster eingeklemmt hat; "Arnika der Gebärmutter" Schwellung und Gefühl wie zerschlagen nach einer Geburt, wenn Arnica nur wenig geholfen hat; Ziehen der Gebärmutterbänder in der Schwangerschaft an Steißbein und Schambein, dass die Frau kaum gehen kann vor Schmerzen in diesen Knochen; Überanstrengung von Muskeln und Bändern mit dem Gefühl wie gequetscht; lokale Einblutungen in die Haut wie z.B. bei Knutschflecken.
    • Auslöser: breitflächige Weichteilquetschungen, Geburt, Abkühlung nach Überhitzung.
    • Verschlechterung: Feuchte Kälte
    • Verbesserung: Fortgesetzte Bewegung, lokale Kälteanwendung (nach Verletzung).

  • Berberis vulgaris, Berberitze
    • Herkunft: Europa, getrocknete Rinde ober- und unterirdischer Teile nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Nierenstein, Nierenkolik, Blasenentzündung, Gallensteine, Rheuma.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind Schmerzen,die entlang einer Linie ausstrahlen, wie bei Nierenkolik von der Niere entlang dem Harnleiter in Richtung Blase, oder von der Gallenblase zum Magen oder von der Harnblase die Harnröhre entlang; starke, einschießende oder brennend-scharfe Schmerzen; Urin dick und gelb oder rötlich mit Sand; trockene Schleimhäute (Mund), Übelkeit und Erbrechen, schon vor dem Frühstück, Leeregefühl im Magen; Schmerzen und Schwächegefühl im Kreuz oder von der Hüfte die Oberschenkel entlang, die Schmerzen wandern; Ruhelos vor Schmerz.
    • Verschlechterung: Erschütterung, Stehen.
    • Verbesserung: Nach dem Wasserlassen

  • Bismutum subnitricum, basisches Wismutnitrat
    • Herkunft: Basisches Wismutnitrat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Magengeschwür
    • Symptome und Charakteristika: Kopfschmerzen aller Art, entweder gleichzeitig oder abwechselnd mit Magenschmerzen; weiß belegte Zunge, metallischer Mundgeschmack; Übelkeit und Erbrechen von großen Mengen entweder gleich nach dem Essen oder wenn der Magen ganz voll ist, erst nach mehreren Tagen; brennende oder stark krampfartige Magenschmerzen; Verlangen nach kalten Getränken; Knurren und Schmerzen im Unterbauch.
    • Verschlechterung: Essen
    • Verbesserung: Kalte Getränke

  • Borax, Natriumtetraborat
    • Klinische Diagnosen: Aphthen, Schnupfen, Durchfall, Stillprobleme.
    • Symptome und Charakteristika: Schmerzhafte Bläschen der Mundschleimhaut, auch in Gruppen, später weiß belegte Geschwüre; Mund heiß und trocken, rissige Zunge; rote Nase mit wund machendem Schnupfen oder jeweils ein verstopftes Nasenloch; Bauchkrämpfe vor dem Durchfall, Stuhlgang grün, dünn, bleistiftdick, brennend; Durchfall zusammen mit Aphthen, Durchfall nach Obst; beim Stillen Schmerzen in der anderen Brust oder Schmerzen nach dem Stillen in der leeren Brust; die Milch ist dick und schmeckt schlecht; Schreien im Schlaf, beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen von Kindern.
    • Verschlechterung: 10 Uhr, Abwärtsbewegung, plötzliche Geräusche, nasse Kälte.
    • Verbesserung: 23 Uhr
    • Person: Schreckhaft und leicht irritierbar durch Geräusche; passt besonders für Babies, die bei jeder Abwärtsbewegung schreien (ins Bett legen)

  • Bromum
    • Klinische Diagnosen: Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Asthma, Magenschmerzen, Akne, Lymphknotenverhärtung,
    • Symptome und Charakteristika: Wund machender Fließschnupfen mit viel Niesen, im Hals und Kehlkopf trocken, Kratzen und starke, schmerzhafte Heiserkeit, Kehlkopf sehr berührungsempfindlich, Asthma mit dem Gefühl von Zusammenschnüren in der Brust oder dem Gefühl, es wird im Halsgrübchen auf die Luftröhre gedrückt, die eingeatmete Luft wird als kalt oder wie Rauch empfunden, trockener Husten, Asthma vor allem bei Bewegung; stechende Magenschmerzen mit Aufstoßen wie faule Eier; die Lymphknoten und andere Drüsen vergrößern sich langsam und sind sehr hart, dabei keine Eiterung wie bei einem Abszess; Akne mit harten Pusteln. Die meisten Beschwerden gehen mit großer Schwäche und Herzklopfen einher.
    • Auslöser: Abkühlung nach Überhitzung
    • Verschlechterung: Jede Art von Hitze, Staub und Tabakrauch.
    • Verbesserung: Am Meer
    • Person: Die Menschen sind warmblütig und erhitzen sich rasch und schwitzen dabei und erkälten sich dann bei jeder Abkühlung.

  • Bryonia, Rotbeerige Zaunrübe
    • Herkunft: Europa, Westasien frische; dicke, rübenförmige Wurzel (vor der Blüte)
    • Klinische Diagnosen: Grippaler Infekt, Bronchitis, Rippfellentzündung, Blinddarmreizung, Milchstau, Gelenkentzündung, Hexenschuss.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind stechende Schmerzen, die von jeder kleinsten Bewegung schlimmer werden; daher liegen oder sitzen die Kranken ganz still und wollen ihre Ruhe haben. Häufig trockene Schleimhäute mit großem Durst, dem jedoch die Angst vor jeder Bewegung entgegensteht, daher trinken sie lieber gläserweise mit großen Pausen. Erste Phase des grippalen Infekts mit den typischen Beschwerden und Kopf- und Gliederschmerzen; trockener Husten mit stechenden Schmerzen, jeder Atemzug (Bewegung) tut weh; stechende Bauchschmerzen, Druck auf die schmerzende Stelle tut gut, zieht die Beine an; Brust hart, schmerzhaft, bei jedem Schritt vermehrt; Gelenke geschwollen, rot und heiß mit stechenden Schmerzen, stechende, reißende Kreuzschmerzen.
    • Auslöser: Ärger, besonders über finanzielle Probleme
    • Verschlechterung: Jede kleinste Bewegung
    • Verbesserung: Absolute Ruhe, fester Druck auf die schmerzhafte Stelle, liegen auf der schmerzhaften Seite.
    • Person: Da jede Bewegung die Schmerzen verstärkt, wollen die Kranken ihre absolute Ruhe haben und sind mürrisch bei jeder Störung. Will daher am liebsten nach Hause.

  • Bufo rana, Kröte
    • Herkunft: Europa, Asien, Afrika, getrocknetes Sektet der Hautdrüsen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Muskelzucken und epilepsieähnliche Krämpfe, Entwicklungsverzögerung, Hexenschuss, Hauteiterungen.
    • Symptome und Charakteristika: Meist einseitige stechende oder schneidende Kopfschmerzen; an diesen Stellen ist die Kopfhaut sehr berührungsempfindlich; Zuckungen und Muskelkrämpfe, vor allem während der Menstruation oder bei sexueller Erregung; starke Libido; Kreuzschmerzen mit Krämpfen in den Beinen; Eiterung von jeder kleinen Wunde, Akne mit ausgeprägter Neigung zu Eiterungen.
    • Verschlechterung: In warmem Raum, nachts beim Erwachen.
    • Verbesserung: Kalt baden, in kalter Luft, heißes Fußbad; Nasenbluten (Kopfschmerz).
    • Person: Starker Bezug zur Musik, die entweder unerträglich ist oder sehr geliebt wird. Spricht oft undeutlich, wird dann ärgerlich, wenn er nicht verstanden wird, leicht beleidigt; Gefühl, die Umgebung nicht zu überblicken, daher Ängste über die Zukunft, malt sich schreckliche Dinge aus.

  • Cactus, Königin der Nacht
    • Herkunft: Mittelamerika, Antillen; frische junge Stängel und Blüten.
    • Klinische Diagnosen: Herzbeschwerden, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Periodizität der Beschwerden. Gefühl des Zusammenschnürens am Herzen, als ob das Herz von einer Faust gepackt wird; der Schmerz kann in den linken Arm ausstrahlen, mit Taubheit des Armes; kann nicht richtig durchatmen und hat das Verlangen nach einem tiefen Atemzug; Puls rasch und mit Aussetzern; Kopfschmerz wie von einem Gewicht auf dem Scheitel, mit Hitze oder Rötung des Gesichts; Hitzewallung in der Brust.
    • Verschlechterung: 11 und 23 Uhr, Liegen auf der linken Seite,
    • Verbesserung: Frische Luft
    • Person: Bei den Beschwerden: deprimiert mit der Angst zu sterben.

  • Calcium jodatum, Calciumjodid
    • Klinische Diagnosen: Erkältungen, Bronchitis, Lymphknotenschwellung,
    • Symptome und Charakteristika: Vorstechendes Symptom sind die geschwollenen und teilweise harten Lymphknoten, insbesondere am Hals; Erkältung mit geröteten Augen, wund machender Fließschnupfen, Heiserkeit und kurzem, trockenem Husten, der schmerzhaft ist. Heiße schwitzige Hände und Füße abwechselnd mit Kälte.
    • Auslöser: Kälte, kalter Wind
    • Verschlechterung: Wärme
    • Verbesserung: Kälte verbessert viele Beschwerden
    • Person: Obwohl Kälte schlecht vetragen wird, erkälten sich die Menschen leicht;

  • Calcium phosphoricum, Calciumphosphat
    • Klinische Diagnosen: Zahnungsbschwerden, Knochen-Wachstumsschmerzen, Knochenbruch, Nasenbluten, Schulkopfschmerz, Milchunverträglichkeit, Erkältungen, Menstruationsstörungen
    • Symptome und Charakteristika: Beschwerden beim Zahnen bei rasch wachsenden dünnen Kindern; nächtliche Schmerzen der Knochen in den Wachstumsphasen; schlecht heilender Knochenbruch, wenn die Konstitution übereinstimmt; Kopfschmerzen auf dem Scheitel durch zu viel geistige Arbeit, begleitet von Hitze- oder Kältegefühl auf dem Kopf, die Schmerzen erstrecken sich den Rücken hinunter; Bauchschmerzen und Erbrechen oder grüner Durchfall nach Milch und nach Obst (eventuell schon nach Muttermilch); Schnupfen mit verstopfter Nase im Warmen und Fließschnupfen im Kalten; vergrößerte Rachenmandeln; Menstruation zu oft, und mit hellem Blut.
    • Auslöser: Geistige Anstrengung, schnelles Wachstum, kalte Zugluft, Zahnung
    • Verschlechterung: Wetterwechsel, nasskaltes Wetter,
    • Verbesserung: Hinliegen, warmes trockenes Wetter
    • Person: Passt besonders für Kinder und Jugendliche, die rasch wachsen, lang und schmal sind, und dabei kränkeln. Es ist als ob der Körper nicht genug Kraft für das rasche Wachstum und noch alles Andere hat,interessiert jedoch rasch erschöpft und dann jammrig unzufrieden, braucht Abwechslung, daher auch gerne reisen.

  • Calcium carbonicum, Austernschalenkalk
    • Herkunft: Calciumcarbonat; verwendet werden die inneren Teile zerbrochener Schalen der Auster Ostrea edulis nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Zahnungsbeschwerden, Infektionen, insbesondere wiederkehrende oder chronische; großes Mittel, das für viele Krankheiten passt.
    • Symptome und Charakteristika: Sehr kälteempfindlich; braucht eher viel warme Kleidung als eine besonders warme Umgebung (im Gegensatz zu Arsenicum album); schwitzt leicht, besonders am Kopf, der Schweiß hat keinen Geruch; die Sekrete (Schnupfen u.a.) sind nicht wund machend; saures Aufstoßen, Milch wird schlecht vertragen; die Infektionen können alle Organe betreffen: Schnupfen, Halsentzündung, Husten, Ohrenentzündung, Blasenentzündung, Abszesse usw., und verlaufen oft milde, aber langwierig mit wenig charakteristischen Symptomen, oft sind dabei dei Lymphknoten geschwollen. Bei Kleinkindern oft Milchschorf oder Neurodermitis. Rückenschmerzen mit Schwäche und Müdigkeit in den Gliedern.
    • Auslöser: Nasskaltes Wetter, Zahnung, Erschöpfung nach körperlicher und geistiger Anstrengung, ein Übermaß an Pflichten. Schlafmangel.
    • Verschlechterung: Kälte, Anstrengung, Vollmond
    • Verbesserung: Trockene Wärme, Ruhe
    • Person: Passt häufig für Säuglinge und Kleinkinder, die wie kleine Barockengelchen aussehen - wenn sie sich strecken, wachsen sie aus dieser Phase heraus. Größere Kinder und Erwachsene die dieses Mittel benötigen, bewahren etwas Kindliches: sie sind eher klein und etwas pummelig, sie haben viele Ängste, wie z.B. vor Dunkelheit oder vor Höhe oder Hunden oder Krankheiten, sie brauchen für das, was sie tun ihre Zeit und vertragen schlecht Zeitdruck, sie entwickeln sich langsam und sind sehr ausdauernd. Sie lieben es zu kochen und zu essen, insbesondere Eier und Mehlspeisen, am liebsten in einer großen Runde, das ist Lebensqualität und Erholung.

  • Calcium fluoratum, Calciumfluorid
    • Herkunft: Calciumfluorid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Grauer Star, Fersensporn, Osteoporose, frühe Zahnkaries.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist eine Verhärtung von einzelnen Organen oder Organteilen und daneben eine zu große Weichheit: die Zähne haben sehr harte Stellen und daneben weiche, rasch kariöse Teile; grauer Star mit Schleiern als Trübung der Augenlinse; Auswuchs an einem Knochen, wie z.B. Fersensporn und andererseits verfrühte Osteoporose; kleine, jedoch sehr harte Lymphknoten.
    • Verschlechterung: Beginnende Bewegung, Kälte
    • Verbesserung: Kontinuierliche Bewegung, warme Anwendungen

  • Calendula, Ringelblume
    • Herkunft: Europa; zur Zeit der Blüte gesammeltes Kraut
    • Klinische Diagnosen: Eiternde Wunden, Schürfwunde, Prellung.
    • Symptome und Charakteristika: Gutes Mittel für Schürfwunden, wie z.B. bei Radfahrern, die gestürzt sind und Splitt und Schmutz in den Abschürfungen haben, hilft dann zu einer raschen Heilung ohne Eiterung: als Umschlag, als Salbe und innerlich als homöopathisches Mittel. Nach Prellung zerschlagenes Gefühl, Bewegung bessert (im Gegensatz zu Arnica)
    • Auslöser: Schürfwunde

  • Camphora, Kampfer
    • Herkunft: China, Japan; aus dem Holz von Cinnamomum camphora (botanischer Name) gewonnen.
    • Klinische Diagnosen: Kreislaufkollaps, Durchfall, akute fieberhafte Erkrankung
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist eine paradoxe Reaktion: Eiseskälte der Haut mit Abneigung sich zuzudecken, und danach im Fieberstadium Hitze mit dem Wunsch sich zuzudecken. Plötzlicher Beginn der Erkrankung: grippeähnlicher Infekt mit hohem Fieber und Kreislaufkollaps, plötzlicher heftiger Durchfall mit dunklem oder sogar schwarzem Stuhlgang und heftigem Erbrechen, sowie brennenden Schmerzen im Bauch. Begleitend beim Fieber ist eine ausgeprägte Kreislaufreaktion mit Kälte und Herzklopfen. Eigenartig ist, dass manche Beschwerden am stärksten sind, wenn die Kranken im Halbschlaf sind, wenn sie ganz wach werden und sich darauf konzentrieren, werden sie weniger.
    • Verschlechterung: Kälte, Zugluft, Halbschlaf.
    • Verbesserung: Schweiß, an die Beschwerden denken.
    • Person: Bei diesen akuten Erkrankungen bekommen die Kranken Angst und wollen dann Trost und Nähe.

  • Cantharis, Spanische Fliege
    • Herkunft: Mittel- und Südeuropa; getrockneter, gepulverter Käfer
    • Klinische Diagnosen: Verbrennung, akute Blasenentzündung, Magen-Darm-Entzündung
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist ein sehr heftiger, brennend-schneidender Schmerz wie Feuer und ein sehr akuter, dramatischer Verlauf. Bei Verbrennung: Rötung und Blasenbildung, bei Blasenentzündung, sehr plötzlicher Beginn, heftiges Brennen, dauernder Harndrang, mit tropfenweise m Wasserlassen, auch Harninkontinenz und eventuell blutiger Urin; brennend-schneidende Schmerzen im Magen und Anus bei Durchfall; brennender Durst mit Abneigung gegen jedes trinken.
    • Auslöser: Verbrennung, Sonnenbrand
    • Verschlechterung: Berührung, ja sogar Annäherung einer Person, kaltes Wasser, Kaffee
    • Verbesserung: Reiben, Wärme und Ruhe
    • Person: Ängstliche Unruhe bei den heftigen Schmerzen mit Schreien. Reizbarkeit bis hin zu Wutanfällen bei jeder Annäherung.

  • Carbo animalis, Tierkohle
    • Herkunft: Rindskernleder, welches im Kohlenfeuer zum Glühen gebracht und dann rasch erstickt worden ist; nach dem Erkalten im Mörser fein verrieben nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden, Unterschenkelgeschwüre.
    • Symptome und Charakteristika: es wirkt ähnlich wie Carbo vegetabilis, jedoch eher chronisch. Großes Schwächemittel, die Schwäche und die Krankheiten entwickeln sich langsam bei sehr schweren Erkrankungen bis hin zum Krebs, daher ein Mittel das von erfahrenen Homöopathen verordnet werden muss.

  • Cuprum metallicum, Kupfer
    • Herkunft: Metallisches Kupfer nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Muskelkrämpfe, Hustenanfälle, Asthma bronchiale, Brechdurchfall.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind heftige Muskelkrämpfe bis hin zu Spasmen, die lange anhalten und sich von einem Körperteil ausbreiten können, sowie eine Neigung zur Zyanose (Blaufärbung durch Sauerstoffmangel). Krämpfe und Zuckungen vor allem der Beine mit Aufschreien, nachts schlimmer; langanhaltende, krampfartige Hustenanfälle mit bläulichen Lippen und Atemnot und mit Erbrechen, danach starke Erschöpfung; heftige krampfartige Bauchschmerzen und dabei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall wie grünes Wasser; metallischer Mundgeschmack.
    • Auslöser: Unterdrückter Hautausschlag
    • Verschlechterung: Heißes Wetter, Schlafmangel, Berührung.
    • Verbesserung: Kalte Getränke (Husten)

  • Carbo vegetabilis, Holzkohle
    • Herkunft: Ausgekühlte Kohle von Rotbuchen- oder Birkenholz
    • Klinische Diagnosen: Akuter Brechdurchfall, Lungenemphysem, Altersasthma, Kreislaufkollaps, Unterschenkelgeschwüre bei Krampfadern.
    • Symptome und Charakteristika: Alle Erkrankungen sind einerseits begleitet von einem großen Lufthunger: am liebsten will er die Luft zugefächelt bekommen. Andererseits besteht immer ein sehr geblähter Bauch und Aufstoßen bessert alles, sogar Kopfschmerzen. Völlegefühl, brennende Magenschmerzen und Sodbrennen, etwa 30 Minuten nach dem Essen vermehrt, Bauchkrämpfe und Durchfall mit brennenden Schmerzen am Anus, Hämorrhoiden; Schleimrasseln in der Lunge, der sich nicht abhusten lässt, stinkender Auswurf, Brennen hinter dem Brustbein; Kreislaufkollaps mit kaltem Schweiß und bläulicher Verfärbung der Lippen und Haut und Lufthunger; langsam sich ausbreitende Unterschenkelgeschwüre bei Krampfadern, die bläulich verfärbt sind und bei Berührung leicht bluten.
    • Verschlechterung: Wärme, fette Nahrungsmittel, abends, Hinlegen.
    • Verbesserung: Frische Luft, Aufstoßen
    • Person: Angst, keine Luft zu bekommen. Oft schwer kranke Patienten, die in der Krankheit in eine Apathie kommen. Passt vor allem für alte Menschen.

  • Carduus marianus, Mariendistel
    • Herkunft: Mittelmeergebiet, in Deutschland angebaut, reife getrocknete Samen
    • Klinische Diagnosen: Lebererkrankungen, Gallebeschwerden, Gallensteine, Hämorrhoiden
    • Symptome und Charakteristika: Haut fahl oder gelblich verfärbt; fader Geschmack; Appetitlosigkeit oder Erbrechen von bitterem grünem Schleim; Bauch gebläht, stechende oder ziehende Schmerzen im linken Oberbauch, die nach rechts ziehen; Durchfall oder harter Stuhlgang in großen Knollen, lehmfarbig oder schwarz; Hämorrhoiden jucken und bluten; Krampfadern bei Lebererkrankungen.
    • Verschlechterung: Liegen auf der linken Seite, Bier, essen,
    • Verbesserung: Blutung (Hämorrhoiden)
    • Am besten wirken tiefe Potenzen in hoher Dosierung - besser keine Tropfen sondern Tabletten oder Pulver, da sonst die Leber zusätzlich durch den Alkohol belastet wird.

  • Caulophyllum, Frauenwurzel
    • Herkunft: Nordamerika; frischer Wurzelstock mit Wurzeln nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Wehenschwäche, Sterilität, Menstruationsschmerzen, Rheuma
    • Symptome und Charakteristika: Die Wehen sind zunächst stark und stark schmerzhaft, krampfartig, danach werden sie aus Erschöpfung schwächer und unregelmäßig; wiederholte Fehlgeburten; Menstruation unregelmäßig, schwach mit krampfartigen immer wieder unterbrochenen Schmerzen; wandernde Schmerzen, vor allem an den kleinen Gelenken, die sehr stark empfunden werden.
    • Verschlechterung: Frische Luft, nachmittags
    • Person: Am besten wirkt es bei Frauen, die sowohl Rheuma als auch gynäkologische Probleme haben.

  • Causticum, Ätzstoff Hahnemanns
    • Herkunft: Frisch gebrannter Kalk aus Marmor wird mit doppeltsaurem schwefelsaurem Kalium nach Sondervorschrift verarbeitet.
    • Klinische Diagnosen: Nervenerkrankungen, Muskelschwäche, Harninkontinenz, Husten, Heiserkeit, Schlafstörung, schlecht heilende alte Wunden, Warzen.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist anfangs eine Hypersensibilität und Hyperaktivität, die später in eine langsam zunehmende Muskelschwäche übergeht, die alle Erkrankungen begleitet: sie führt zur Harninkontinenz beim Husten, Niesen, Laufen u.ä., und zu Ungeschicklichkeit wie Stolpern, fallen lassen von Gegenständen oder zu Heiserkeit durch Stimmbandlähmung oder langem Sprechen; daneben können auch Muskelzuckungen und Krämpfe, wie z.B. ein Schreibkrampf bestehen; hohler Husten mit Schmerz wie wund in der Luftröhre und zähem Schleim, der sich schwer abhusten lässt; erwacht nach 2 Uhr morgens und liegt dann unruhig wach, und ist tagsüber schläfrig; Warzen vor allem im Gesicht oder an den Fingerkuppen; schlecht heilende oder wieder aufbrechende Wunden, vor allem nach Verbrennungen und Verbrühungen; starkes Frieren, das von äußerer Wärme nicht gebessert wird.
    • Auslöser: Folgen von Ärger, von Mitleid, von Kummer; Verbrennungen oder Verbrühungen.
    • Verschlechterung: Trocken kaltes Wetter, besonders Wind; nachts 2 - 4 Uhr; Durchnässung.
    • Verbesserung: Feuchtes Wetter; Bettwärme; trinken von kaltem Wasser (sogar beim Frieren).
    • Person: Sie haben einen ausgeprägten Sinn für das Leiden anderer Menschen und Ungerechtigkeiten und dulden diese weder bei sich noch bei anderen: daher häufig ausgeprägtes soziales Engagement oder auch radikaler Revolutionär als anderes Extrem des Kampfes gegen Ungerechtigkeit; das Engagement kann in einem Zustand des Ausgelaugtseins enden, in dem dann Depression gepaart mit Unruhe und bösen Vorahnungen typisch sind.

  • Chamomilla, Echte Kamille
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien
    • Klinische Diagnosen: Zahnungsbeschwerden, Brechdurchfall, Bauchschmerzen, Drei-Monats-Koliken, Menstruationsbeschwerden, Kreuzschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Allgemein besten sehr starke, meist krampfartige oder stechende Schmerzen, die als unerträglich empfunden werden, dabei oft starkes Schwitzen. Beim Zahnen Unruhe und Schreien, eine Wange rot, die andere blass, Launenhaftigkeit, auch mit hohem Fieber oder stinkendem grünen Durchfall; Übelkeit und Erbrechen von Bitterem, fauliges Aufstoßen, krampfartige Magen- und Bauchschmerzen, Abgang von sehr übel riechenden Blähungen, stinkender, grüner, wund machender Durchfall; heftige Bauchkrämpfe bei der Menstruation, die stark und von dunklem, übel riechendem Blut ist; Ischiasschmerz mit unerträglichen Schmerzen, die nachts aus dem Bett treiben und dem Gefühl der Taubheit oder Schwäche
    • Auslöser: Kaffee
    • Verschlechterung: Ärger, Kaffee, nachts,
    • Verbesserung: Herumtragen oder Vibrationen (wie beim Autofahren) Wärme und Zusammenkrümmen (Bauchschmerzen), Kalte Anwendungen (Zahnungsbeschwerden)
    • Person: Überempfindlich, besonders gegen Schmerzen und gegen Kränkung; daher reagieren sie übersensibel: bei Schmerzen mit Schreien und Weinen, bei jeder kleinsten Kränkung mit Zorn Wut und Angriff, der den anderen Menschen nicht im Verhältnis zum Anlass erscheint; oder sogar mit Angriff nur aus Angst, es könnte ihnen eine Kränkung widerfahren.

  • Chelidonium, Schöllkraut
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien
    • Klinische Diagnosen: Leber- und Gallebeschwerden, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, Gelenkentzündungen; Husten.
    • Symptome und Charakteristika: Die Beschwerden sind vorwiegend auf der rechten Seite. Schmerzen im rechten Oberbauch oder im Magen, die zum rechten unteren Schulterblattwinkel ausstrahlen mit gelblich belegter Zunge, Übelkeit und Völlegefühl; große Schwäche nach dem Essen mit Verlangen, sich hinzulegen; Verlangen und Besserung durch Milch und sehr heiße Getränke und Speisen; bitterer Geschmack im Mund; leicht gelbliche Haut; rechtsseitige Kopfschmerzen mit Kältegefühl im Hinterkopf und Schwindel mit der Neigung nach vorne zu fallen; rheumatische Gelenkschmerzen mit Betonung der rechten Seite. Husten mit Reiz wie Staub in der Kehle, krampfhaft und mit Stichen rechts hinten am Schulterblatt; ein Fuß ist kalt, der andere warm.
    • Verschlechterung: 4 und 16 Uhr, Wetterwechsel, raues Wetter.
    • Verbesserung: Milch, heißes Essen, heißes Baden.
    • Person: Ängste richten sich vor allem um das Geschäft, die Arbeit und die Zukunft; aus dieser Angst heraus diktatorisch im Umgang mit anderen.

  • China, Chinarindenbaum
    • Herkunft: Ostindien, Java, Mittel- und Südamerika; getrocknete Rinde der Zweige
    • Klinische Diagnosen: Brechdurchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Fieber, Schwäche, Hämorrhoiden; unerfrischender Schlaf; Asthma
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist eine ausgeprägte Schwäche, die durch den Verlust von Körpersäften ausgelöst wird (Schweiß, Erbrochenes oder Durchfall, Blutung, Stillen); die Beschwerden treten oft periodisch auf; in der Regel ist es erst im chronischen Stadium einer Erkrankung angezeigt; aufgetriebener Bauch mit lautem Aufstoßen und Abgang von Winden, dies erleichtert jedoch nicht; erbricht mehrere Stunden nach dem Essen Unverdautes, Durchfall gelblich mit Unverdautem; periodisches Fieber mit starkem Schwitzen und dadurch Schwäche; Schlaf gestört durch jedes kleinste Geräusch, durch Schmerzen, durch Hunger, erwacht morgens gerädert; Asthma mit dem Gefühl keine Luft zu bekommen, will Luft zugefächelt bekommen, jedoch nicht zu stark, es darf kein Wind entstehen;
    • Auslöser: Verlust von Körpersäften
    • Verschlechterung: Berührung, Zugluft, Essen, besonders Obst, Fett, Stimulantien und Milch, Geräusche
    • Verbesserung: Fester Druck, lockere Kleidung
    • Person: Das Nervensystem ist überempfindlich, alle Sinneseindrücke sind zu stark und machen krank; nächtliche Phantasien, in denen alles toll ist, morgens holt sie die Realität der Schwäche ein; sehr schwach und energielos und was normalerweise zur Besserung der Kräfte führt, nämlich Schlaf, Ruhe und Essen verschlechtert den Zustand eher.

  • Cimicifuga racemosa, Wanzenkraut
    • Herkunft: Europa, Asien, Amerika; frischer Wurzelstock mit anhängenden Wurzeln nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Menstruationsbeschwerden, Wehenschwäche, vorzeitiger Blasensprung, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Kreuzschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: typisch ist der Wechsel zwischen psychischen und körperlichen Symptomen; Kopfschmerzen als wolle die Schädeldecke bersten, mit geistiger Dumpfheit, dabei das Gefühl eines kalten Windes oder von Hitze auf dem Scheitel; Schmerzen der Augäpfel mit roten Blitzen mit schwarzen Rändern; starke Rückenschmerzen während der Menstruation, oder Schmerzen von einer Hüfte zur anderen ziehend; die Schmerzen sind umso stärker, je stärker die Blutung ist; Wehenschwäche von Anfang an; vorzeitiger Blasensprung ohne Wehen; die Muskelschmerzen vor allem in den Muskelbäuchen (gelenkfern) Muskelkrämpfe; Kreuzschmerzen mit steifem Nacken und großer Zugempfindlichkeit, Kreuzschmerzen wie wund oder einschießend, in die Oberschenkel oder Hüften ziehend.
    • Verschlechterung: Während der Menstruation, nachts, kalter Wind.
    • Verbesserung: Frische Luft, warmes Einhüllen oder Anwendungen, fortgesetzte Bewegung.
    • Person: Große Angst, was alles passieren könnte, schwarzsehen, vor allem vor und unter der Geburt; in dieser Angst zunächst ruhelos und geschwätzig später apathisch und wortlos.

  • Cinnabaris, Zinnober
    • Herkunft: Rotes Quecksilbersulfid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Sinusitis – Stirnhöhlenentzündung, Geschwüre.
    • Symptome und Charakteristika: Druck auf der Nasenwurzel und über den Augenbrauen nach außen ziehend, dabei wund machender Schnupfen oder Schleim, der hinten in den Rachen läuft; Wadenkrämpfe; feurig-rote Gschwüre der Haut.
    • Verschlechterung: Berührung, Feuchtigkeit
    • Verbesserung: Frische Luft, Sonnenschein

  • Cocculus, Kockelskörner
    • Herkunft: Südostasien
    • Klinische Diagnosen: Schwindel, Erschöpfung durch Krankenpflege, Reiseübelkeit; Rückenschwäche.
    • Symptome und Charakteristika: Schwindel mit dumpfer Benommenheit des Kopfes, dabei Übelkeit oder Erbrechen, Bewegung verschlechtert wie auch das Sehen auf sich bewegende Gegenstände (Fernsehen), ebenso Essensgerüche; Benommenheit, Schwindel durch Schlafmangel und Sorgen; Schwäche im unteren Rücken, vermehrt beim Gehen mit tauben Extremitäten und Zittern oder Zuckungen in den Extremitäten.
    • Auslöser: Fahren im Auto, Boot oder Eisenbahn, Situation der anstrengenden Krankenpflege mit Schlafmangel und gleichzeitig Sorge um den Kranken.
    • Verschlechterung: Fahren, Schlafmangel, Anstrengung.
    • Verbesserung: Im warmen Bett liegen, essen (geruchloses, wie Zwieback).
    • Person: In der Krankheit oft Benommenheit des Kopfes (vgl. Schwindel), mit langsamem Begreifen aller Sinneseindrücke, daher von jeder Kleinigkeit überfordert und dann ärgerlich, missmutig oder auch verzweifelt.

  • Coffea, Kaffeebohne
    • Herkunft: Afrika; reife, getrocknete, ungeröstete Samen nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Neuralgien, Kopfschmerzen, Schlafstörung, Überempfindlichkeit.
    • Symptome und Charakteristika: Wie nach zu viel Kaffeegenuss sind alle Sinne schärfer und dadurch alle Sinneseindrücke intensiver bis hin zu Schmerzhaftigkeit; insbesondere Schmerzen werden sehr intensiv empfunden und führen zu jammern oder lautem Weinen; einseitige Kopfschmerzen mit dem Gefühl, als würde ein Nagel in den Kopf getrieben oder als würde das Gehirn entzwei gerissen; Schlafstörung durch Ideenflut, durch das Hören und Erwachen bei jedem kleinsten Geräusch; heftiges Herzklopfen als häufiges Begleitsymptom
    • Auslöser: Jede emotionale Erregung: Schreck oder Streit ebenso wie Freude
    • Verschlechterung: Alle Sinneseindrücke
    • Verbesserung: Wärme, Ruhe, Schlaf
    • Person: Große geistige und körperliche Aktivität bis hin zur Unruhe, die leicht in Schlaflosigkeit und Überreizung umschlägt; leicht wechselnde Stimmungen.

  • Colchicum, Herbstzeitlose
    • Herkunft: Europa; frische (im Herbst gesammelte) Frühjahrsknollen
    • Klinische Diagnosen: Erbrechen, Durchfall, Gichtanfall, Gelenkrheuma.
    • Symptome und Charakteristika: Das auffälligste Symptom ist die große Überempfindlichkeit bis Ekel vor allen Essensgerüchen, das kann bis zum Erbrechen gehen; Erbrechen bei jedem Anblick oder Geruch von Speisen, jeder Hunger vergeht in dem Moment, in dem er die Speisen sieht, dabei schwach bis hin zum Kreislaufkollaps und kalter Schweiß (Schwangerschaftserbrechen, Krebskranke); Durchfall mit starken Bauchkrämpfen, die zum Zusammenkrümmen zwingen, Schleimabgang beim Durchfall; akute Entzündung vor allem der kleinen Gelenke mit Rötung und Schwellung und starken Schmerzen.
    • Auslöser: Geruch nach Essen
    • Verschlechterung: Herbst, nasskaltes Wetter, Essensgeruch, nachts.
    • Verbesserung: Wärme, Ruhe, Zusammenkrümmen (Bauchschmerzen).

  • Colocynthis, Koloquinte
    • Herkunft: Westafrika, Nordafrika, Vorderasien.
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Gesichtsneuralgie, Darmkoliken, Drei-Monats-Koliken, Menstruationsschmerzen, Ischias rechtsseitig.
    • Symptome und Charakteristika: Emotionen, besonders Kränkung, Wut und Enttäuschung können alle Arten von Schmerzen auslösen; alle Arten von Kopfschmerzen, der von festem Druck und Kaffee gebessert wird; einschießende, neuralgische Schmerzen linkes Gesicht ausgelöst durch Kälte; kolikartige Bauchschmerzen, starke Krämpfe, die zum zusammenkrümmen zwingen und auf deren Höhepunkt Durchfall und Erbrechen dazukommt; krampfartige Unterbauchschmerzen bei der Menstruation; Schmerzen im Eierstock mit Ruhelosigkeit; Kreuzschmerzen wie von einer eisernen Klammer oder einschießend, ins rechte Bein ausstrahlend, mit Taubheit im Bein.
    • Auslöser: Kälte, Ärger, Enttäuschung, Kränkung.
    • Verschlechterung: Nachts im Bett, liegen auf der schmerzlosen Seite.
    • Verbesserung: Zusammenkrümmen (Bauchschmerzen) fester Druck, Kaffee.
    • Person: In der Krankheit Zornig mit Entrüstung und leichter Reizbarkeit einerseits und andererseits Abneigung zu antworten. Ärger kann die Beschwerden, wie Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen auch auslösen. Der Ärger wird so heftig geäußert, wie auch die Schmerzen heftig sind.

  • Conium, Gefleckter Schierling
    • Herkunft: Europa, Asien, Afrika
    • Klinische Diagnosen: Schwindel, Lähmungen, Husten, Störungen der Sexualität, Drüsenverhärtungen (bis hin zu Krebs).
    • Symptome und Charakteristika: Schwindel vor allem bei jeder Bewegung, schon beim Drehen im Bett oder bei Bewegung des Kopfes, muss sich vollkommen still halten; die Muskelschwäche oder Lähmungen sind typischerweise aufsteigend von den Beinen nach oben; trockener Reizhusten ohne Auswurf, fast nur abends oder nachts, Hinlegen verschlechtert, beim Aufsitzen wird er besser und bleibt dann weg bei erneutem Hinlegen; starker Sexualtrieb mit unwillkürlicher Ejakulation einerseits und Impotenz beim Koitus; nächtliches Schwitzen; Vergrößerung und Verhärtung und Knoten in Lymphknoten, Brustdrüse oder Prostata, auch nach einem Stoß oder Schlag, bis hin zum Krebs – bei diesen Erkrankungen muss die Therapie von einem erfahrenen Homöopathen erfolgen.
    • Auslöser: Lang andauernde sexuelle Enthaltsamkeit; sexuelle Exzesse; Schlag (stumpfes Trauma).
    • Verschlechterung: Bewegung (Schwindel), sehen auf bewegte Objekte, nachts.
    • Verbesserung: Herunter hängen lassen des erkrankten Körperteils; Essen.
    • Person: Passt vor allem für alte Menschen mit Schwindel, Gedächtnisschwäche und Muskelschwäche, Unsicherheiten beim Gehen.

  • Convallaria majalis, Maiglöckchen
    • Herkunft: Europa, Asien, Amerika; blühende oberirdische Pflanzenteile nach Vorschrift.
    • Klinische Diagnosen: Herzbeschwerden, Schwangerschaftserbrechen
    • Symptome und Charakteristika: Bei Anstrengung Herzflattern und dann das Gefühl als würde das Herz kurz stehen bleiben, dabei rotes Gesicht; Beinödeme bei Herzerkrankungen; Übelkeit und Erbrechen am Morgen; alle Beschwerden sind häufig von einem Gefühl der Wundheit in der Gebärmutter begleitet; Schläfrigkeit am Tag mit Ruhelosigkeit nachts.
    • Verschlechterung: Bewegung, warmer Raum
    • Verbesserung: Ruhe, frische Luft

  • Crataegus, Weißdorn
    • Herkunft: Europa, Asien
    • Klinische Diagnosen: Herzerkrankungen, Altersherz
    • Symptome und Charakteristika: Herzklopfen, unregelmäßiger, eher langsamer Puls; Beklemmung in der Herzgegend bei Anstrengung, ausstrahlend bis zum linken Arm; Gefühl, als sei das herz zu groß, niederer Blutdruck; trockener Husten, vor allem nachts; Kopfschmerz der linken Schläfe oder Stirn.
    • Verschlechterung: Schwitzen

  • Crocus sativus, Safran
    • Herkunft: Südeuropa, Asien; Getrocknete Narbenschenkel nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Herzerkrankungen der alten Menschen
    • Symptome und Charakteristika: Herzklopfen und schneller Puls, der auch unregelmäßig sein kann, Schmerzen im Bereich des Herzens und links vom Magen im Oberbauch, begleitend sind Beinödeme; es steigert die Herzdurchblutung und ist besser zur chronischen als zu akuten Behandlung geeignet.
    • Verschlechterung: Warmes Zimmer
    • Verbesserung: Ruhe, im Freien

  • Crotalus, Klapperschlange
    • Herkunft: Nordamerika; Gift aus den Oberkieferdrüsen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Unstillbare Sickerblutungen (z.B. nach Zahnextraktion), Abszesse mit Fieber; Blutgerinnungsstörungen; Venenentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Die Blutungen sind eher dunkel als hell und hören nicht auf, das Blut gerinnt nicht. Außer nach Zahnextraktionen handelt es sich um sehr schwere Erkrankungen, die von einem erfahrenen Homöopathen behandelt werden müssen. Hoch fieberhafte septische Erkrankungen müssen ebenfalls von einem erfahrenen Homöopathen behandelt werden. Entzündung der Krampfadern, vor allem rechts mit tief sitzenden krampfartigen Schmerzen im Bein, kann fast nicht stehen.
    • Verschlechterung: Wärme, vor allem feucht-warme Luft, morgens, Alkohol.
    • Verbesserung: Bewegung, frische Luft

  • Digitalis purpurea, Roter Fingerhut
    • Herkunft: Europa; frische Blätter ein- oder zweijähriger Pflanzen zu Beginn der Blütezeit nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Herzschwäche, Leberbeschwerden, Prostatavergrößerung
    • Symptome und Charakteristika: Herzschwäche mit sehr langsamem oder immer wieder aussetzendem Puls und Ödemen der Beine, bei Belastung bläuliches Gesicht und sehr starkes, rasches Herzklopfen; Verlangen, tief einzuatmen; Abhusten von süßlich schmeckendem Schleim; Die Herzbeschwerden treten oft zusammen mit den Bauchbeschwerden auf; Leberschwellung, die Leber ist druckschmerzhaft, begleitet von Erbrechen und weißlichem oder aschgrauem Stuhlgang, sowie mit bläulichen Augenlidern mit roten Rändern; vergrößerte Prostata mit Urindrang aber erschwertem Wasserlassen mit schneidendem Schmerz am Blasenausgang.
    • Verschlechterung: Aufrecht sitzen nach dem Essen, Musik
    • Verbesserung: Leerer Magen, frische Luft
    • Person: Große Ängste in Bezug auf die Erkrankung und die Zukunft

  • Dolichos pruriens, Juckbohne
    • Herkunft: Indien; getrocknete Haare der Früchte nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Altersjucken, Juckreiz, Leberbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Extremer Juckreiz ohne Hautausschlag (oder erst spät vom Kratzen); Leberschwellung und kolikartige Schmerzen Gelbfärbung der Haut, Juckreiz und Hämorrhoiden
    • Verschlechterung: Nachts

  • Drosera, Sonnentau
    • Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika; frischen blühende Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Krampfhusten, Bronchitis; Schreibkrampf.
    • Symptome und Charakteristika: Lange dauernde Hustenanfälle von krampfhaftem, bellendem Husten mit Atemnot, bis hin zum Erbrechen von Schleim, vor allem nachts; die Krämpfe kommen in rascher Folge, kann dazwischen kaum einatmen, dabei rote oder bläuliche Verfärbung des Gesichts; tief im Rachen rohes Gefühl oder kitzeln wie von einer Feder, heisere, tiefe Stimme; Krämpfe beim Ergreifen oder Halten von Gegenständen.
    • Verschlechterung: Nach dem Hinlegen, nach Mitternacht

  • Dulcamara, Bittersüßer Nachtschatten
    • Herkunft: Europa, Asien, Amerika; junge Triebe und Blätter vor der Blüte
    • Klinische Diagnosen: Erkältung, Infekte der oberen Luftwege, Asthma, Durchfall, Blasenentzündung, Rheuma, Warzen, Hautausschlag.
    • Symptome und Charakteristika: Wichtigstes Merkmal ist der Auslöser: Kälte und Nässe (Bad, Regen, Sitzen auf kaltem Stein, Arbeiten im Kühlhaus, Wetterwechsel im Herbst usw.), danach kann es entweder zu Ohrenschmerzen oder Schnupfen oder Halsschmerzen oder auch zu Blasenentzündung oder rheumatischen Schmerzen kommen; Schnupfen mit verstopfter Nase, besonders an der frischen Luft; Husten durch Kitzeln an der Rachenhinterwand, dabei Abhusten von viel Schleim; schneidende Bauchschmerzen um den Nabel und danach grüner, sauer riechender Durchfall; Blasenentzündung mit häufigem Wasserlassen und übel riechendem Urin; Rheuma abwechselnd mit Durchfall; juckender Hautausschlag, wie Nesselsucht, große, flache Warzen, im Gesicht Ausschlag mit dicken, bräunlichen Krusten; Kältegefühl im Rücken, unverändert durch äußere Wärme.
    • Auslöser: Das Zusammentreffen von kalt + nass, Unterdrückung eines Hautausschlages
    • Verschlechterung: Kälte, Nässe, Überhitzung.
    • Verbesserung: Bewegung, äußere Wärme
    • Person: In der Erkrankung oft missgestimmt, ungeduldig und ruhelos

  • Echinacea, Sonnenhut
    • Herkunft: Nordamerika, frische blühende Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Eitrige Entzündungen
    • Symptome und Charakteristika: Eitrige Entzündungen, die zu einer Sepsis neigen oder lange nicht heilen wollen; chronische Eiterung; insbesondere auch Infektionen nach Verletzungen, vor allem durch Tierbisse oder nach Operationen; begleitende Beschwerden: Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Hitzegefühl im Kopf, Übelkeit, Hände taub oder ruhelos, Kälteschauer, Hitzewallungen und Schweißausbruch.
    • Auslöser: Verletzung, vor allem Tierbiss oder Operation
    • Verschlechterung: Essen, Verletzung
    • Verbesserung: Ruhe
    • Person: Bei der Erkrankung sehr geschwächt und daher verlangsamt, müde und sehr schmerzempfindlich.
    • Passt Für sehr ernste Zustände und sollte von Laien nur zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung eingenommen werden.

  • Equisetum, Ackerschachtelhalm
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien; aus dem Winterschachtelhalm (Equisetaceae)
    • Klinische Diagnosen: Bettnässen, Blasenentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Bettnässen ohne erkennbar Ursache mit Reizblase; Blase schmerzhaft wenn sie voll wird, Brennen und Schneiden in der Harnröhre, vor allem an Ende des Wasserlassens, Nachtröpfeln des Urins, Urin mit Schleimbeimengung
    • Verschlechterung: Nachts, Bewegung, Druck, Berührung
    • Verbesserung: Nachmittags, liegen

  • Eupatorium perfoliatum, Wasserhanf
    • Herkunft: Nordamerika; Frische oberirdische Pflanze, zur beginnenden Blüte gesammelt
    • Klinische Diagnosen: Grippaler Infekt
    • Symptome und Charakteristika: Zuerst Frieren morgens früh, dann trockene Hitze mit Muskel- und Knochenschmerzen, dabei großer Durst auf kalte Getränke, das Trinken verursacht jedoch Übelkeit bis zu Erbrechen von bitterer Flüssigkeit; klopfende Kopfschmerzen; quälender schmerzhafter Husten, hält sich dabei die Brust, wundes Gefühl in den Bronchien; kann keine bequeme Lage finden, ist daher extrem unruhig, obwohl er nichts mehr wünscht, als ruhig zu liegen.
    • Verschlechterung: Husten, Bewegung, periodisch am 3. oder 7. Tag, Geruch von Essen
    • Verbesserung: Erbrechen von Galle, Schwitzen

  • Euphrasia, Augentrost
    • Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika; frische blühende ganze Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Heuschnupfen, Bindehautentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Tränen der Augen mit Brennen und Jucken, Bindehaut gerötet, schmerzhaft, eitriges Sekret der Augen; bei Heuschnupfen: Brennen und Tränen der Augen mit wässrigem Schnupfen ohne Brennen der Nase, lockerer Husten, der im Liegen besser wird.
    • Verschlechterung: Wind, grelles Sonnenlicht (Sonne auf Schnee), tagsüber
    • Verbesserung: Frische Luft, Hinlegen

  • Fabiana imbricata, Pichi-Pichi
    • Herkunft: Südamerika; getrocknete beblätterte Zweige nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Blasenentzündung, Nierensteine, Gallestau,
    • Symptome und Charakteristika: Es ist wenig charakteristisches bekannt; es ist bekannt als Mittel zur Behandlung von immer wiederkehrenden Blasenentzündungen oder Blasenreizungen durch kleine Nierensteine, beziehungsweise bei Gallestau; brennende Schmerzen beim Wasserlassen, Blasenkrämpfe, Abgang von Schleim und Eiter aus der Harnröhre; es wird dann über längere Zeit in D 3 bis D 6 eingenommen.

  • Ferrum arsenicosum, Ferriarsenit
    • Herkunft: Basisches arsenigsaures Eisenoxid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerz, Husten, Durchfall, rheumatische Schmerzen, Eisenmangelanämie.
    • Symptome und Charakteristika: Ein kleines, relativ wenig bekanntes Mittel; Kopfschmerz jeder Art, auch bei Schnupfen, Bewegung und fahren im Wagen verschlechtert diesen; trockener Kitzelhusten, muss sich im Bett aufsetzen; schmerzloser Durchfall, besonders nach dem Trinken von kaltem Wasser, nachts, bei der Zahnung; rheumatische Schmerzen an den Gelenken oder Kreuzschmerzen nachts; kalte Füße mit heißem Kopf; Schwitzen lange anhaltend, kalt, klebrig, der schweiß färbt die Wäsche gelb; Abneigung gegen frische Luft.
    • Verschlechterung: Nachts, fette und schwere Speisen, Butter.
    • Verbesserung: Langsame Bewegung
    • Person: Gewissenhaft und recht ängstlich in der Krankheit, daher ruhelos, vor allem nachts, wirft sich im Bett hin und her oder kann nicht liegen bleiben; sehr zornig bei Widerspruch.

  • Ferrum metallicum, Eisen
    • Klinische Diagnosen: Anämie, Blutungsneigung, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Schulterschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: Pulsierende oder hämmernde Kopfschmerzen, Nasenbluten; Appetitlosigkeit, auch abwechselnd mit Heißhunger, Abneigung oder Unverträglichkeit von Fleisch und Eiern, Völlegefühl, Aufstoßen, Übelkeit nach dem Essen, Bauchkrämpfe nach dem Essen und Durchfall; Schmerzen in der Schulter, kann den Arm nicht heben; leichtes und starkes Schwitzen; starke Menstruationsblutung von blasser Farbe.
    • Verschlechterung: Während der Menstruation, nachts, Anstrengung, nach dem Essen.
    • Verbesserung: Langsames Gehen
    • Person: Sehen oft gesünder aus als sie sind: Blühendes Aussehen mit rascher Erschöpfung und Schwindel bis hin zur Ohnmacht bei jeder kleinsten Anstrengung oder leichtes Erröten bei blasser Gesichtsfarbe; neigt auch zu Gemütswallungen und Zornausbrüchen, besonders Geräusche sind unerträglich.

  • Ferrum phosphoricum, Weißes Eisenphosphat
    • Klinische Diagnosen: Anämie, grippaler Infekt, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Nasenbluten, Kopfschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: Es handelt sich um einen Infekt, der eher langsam beginnt, mit Fieber, das über mehrere Tage allmählich ansteigt; das Typische ist, dass dabei keine besonderen und herausragenden Symptome bestehen: etwas Hals- und Ohrenschmerzen, klopfende Kopfschmerzen, trockener Reizhusten, morgens und abends verstärkt, Gesicht gerötet und beim Aufsetzen blass; Nasenbluten bessert die Kopfschmerzen; der Schleim kann mit Blutstreifen durchsetzt sein;
    • Verschlechterung: nachts, 4 - 6 Uhr, unterdrückter Schweiß
    • Verbesserung: Kälte, kalter Umschlag, Blutungen, langsame Bewegung.

  • Formica rufa, Rote Waldameise
    • Herkunft: Ganzes Tier nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Rheuma, Nesselsucht, Heuschnupfen
    • Symptome und Charakteristika: Schmerzen in Muskeln und Gelenken, öfter ist die rechte Seite betroffen, steif in den Gelenken, Schmerzen kommen plötzlich und sind von Ruhelosigkeit begleitet; Nesselsucht mit roten erhabenen juckenden Quaddeln; Nase verstopft oder Fließschnupfen mit Heiserkeit und gereizter Bindehaut der Augen; Besonderes Symptom: schwitzt stark, ohne dass dies Erleichterung bringt.
    • Auslöser: Vor Schneesturm oder Gewitter
    • Verschlechterung: Nasskaltes Wetter, Bewegung
    • Verbesserung: Druck

  • Fucus vesiculosus, Blasentang
    • Herkunft: Nordsee, Ostsee, Atlantik, Pazifik; frische Algen, zerstampft nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Übergewicht bei Schilddrüsenunterfunktion
    • Symptome und Charakteristika: Die Alge hat große Mengen Jod, die bei Schilddrüsenunterfunktion die Schilddrüsentätigkeit anregen. Wenn Übergewicht bedingt ist durch eine Schilddrüsenunterfunktion mit verlangsamter Verdauung und vermindertem Stoffwechsel, dann hilft Fucus zur Gewichtsabnahme, da der hohe Jodgehalt die Schilddrüse und damit den Stoffwechsel anregt. Bei anderem Übergewicht ist es wirkungslos. Charakteristisch: Kopfschmerzen wie von einem Band, Völlegefühl und Blähungen, Erröten und Hitze des Gesichts nach dem Essen; Atemnot während der Menstruation.
    • Es ist notwendig 3 mal täglich 5 bis 60 Tropfen der Urtinktur einzunehmen.

  • Galphimia, Kleiner Goldregen
    • Herkunft: Mexiko, Mittelamerika
    • Klinische Diagnosen: Heuschnupfen
    • Symptome und Charakteristika: starker Fließschnupfen mit Niesen und Rötung der Bindehaut, erschwertes Atmen.
    • Kann eingesetzt werden als "homöopathisches Antiallergikum" und wird dann am besten in D3 oder D4, alle 2 bis 4 Stunden 5 Tropfen eingenommen.

  • Gelsemium, Falscher Jasmin – nach Vonarburg: gelber Jasmin!!
    • Herkunft: Nord- und Mittelamerika, Asien; frischer Wurzelstock
    • Klinische Diagnosen: Grippaler Infekt mit Rückfall; Prüfungsangst, Kopfschmerzen, Wehenschwäche
    • Symptome und Charakteristika: Der Infekt und das Fieber entwickeln sich langsam über einige Tage, Schmerzen, die vor allem in den Muskeln der Arme und Beine gespürt werden mit Schwäche und Kopfschmerzen, kein Durst im Fieber sondern erst beim Schwitzen, wässriger Schnupfen; Rückfall am 5. Tag; Kopfschmerzen wie von einem Band um den Kopf oder vom Nacken hochziehend, will mit erhobenem Oberkörper liegen, vorher Sehstörung, Völlegefühl im Kopf, Gesicht dunkel gerötet; Durchfall bei Prüfungsangst, bringt kein Wort heraus, alles Wissen ist plötzlich weg, Zittern und Schwindel mit dem Gefühl das Herz bleibt stehen, bewegt sich dauernd; bei der Geburt große Ängstlichkeit und Anspannung, fröstelnd, die Wehen sind unregelmäßig mit Kreuzschmerzen, sekundäre Wehenschwäche mit rigidem Muttermund und insgesamt zittriger Schwäche
    • Auslöser: Schreck, Aufregung, schlechte Nachricht, vor Prüfung
    • Verschlechterung: Aufregung, feuchte Hitze, Sonne,
    • Verbesserung: Schwitzen, reichlicher Urinabgang (Kopfschmerz)
    • Person: Alle Beschwerden gehen mit einer zittrigen Schwäche einher nach einer Phase der übergroßen Anspannung davor.

  • Ginseng
    • Herkunft: Fern-Ost; getrocknete Wurzel nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Nervöse Erschöpfung, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörung, Kreuzschmerzen,
    • Symptome und Charakteristika: Vergesslichkeit und Schwierigkeiten beim Denken; Schwindel beim Treppe hinab gehen, im Stehen, als ob er auf schwankendem Boden stände; drückender Kopfschmerz im Hinterkopf oder auf einer Seite, kann dabei die Augen schwer öffnen und mit großer Schläfrigkeit; undeutliches Sehen, empfindlich gegen helles Licht, zusammenfließen der Buchstaben beim Lesen; im Rücken stechende Schmerzen, Steifheit, Mattigkeit, zerschlagenes Gefühl, auch mit zerschlagenem Gefühl in den Beinen und Schwäche in den Beinen
    • Verschlechterung: Im Freien, nachts, hinabsteigen von Treppen
    • Verbesserung: Fortgesetzte Bewegung verbessert Steifheit und Schmerzen, verschlechtert jedoch die Schwäche

  • Graphites, Reißblei
    • Herkunft: natürlich vorkommendes Graphit
    • Klinische Diagnosen: Großes Mittel, passt für sehr viele unterschiedliche Diagnosen, z.B. Lidentzündung, Hautausschlag, Ohrenentzündung, Verdauungsstörung mit Verstopfung,
    • Symptome und Charakteristika: Passt in einem Zustand in dem der Stoffwechsel insgesamt verlangsamt ist, ähnlich wie bei einer Schilddrüsenunterfunktion; daraus ergeben sich zahlreiche Symptome: ausgeprägtes Frieren, braucht viel Wärme von außen (warmes Zimmer, warme Kleidung); Verdauungsstörung mit Druck im Magen, aufgetriebenem Bauch und Verstopfung, am besten werden warme Speisen und Getränke vertragen; die Magenschmerzen sind oft unmittelbar nach dem Essen verbessert und werden später wieder stärker; dies führt zusammen mit dem verminderten Stoffwechsel zu Übergewicht; verminderte Immunabwehr: Verletzungen heilen schlecht und eitern leicht, Entzündungen insbesondere der Ohren und Augen: Lidrandentzündung, Bindehautentzündung, Gerstenkorn, Hagelkorn; der Hautausschlag hat oft eine gelbe, klebrige Absonderung, die Krusten bildet; Riss hinter den Ohrläppchen;
    • Verschlechterung: Kälte jeder Art, während und nach der Menstruation
    • Verbesserung: Wärme, kurz nach dem Essen
    • Person: Die Verlangsamung des Stoffwechsels führt auch zur Verlangsamung der geistigen Funktionen: Zerstreutheit, träges Denken, Langsamkeit bei der Arbeit, Unentschlossenheit, Vorsicht; vermehrte Müdigkeit; Angst vor Unglück oder der Zukunft; andererseits auch Reizbarkeit aus dem Gefühl heraus, nicht mitzukommen, die Anderen sind zu schnell; – Weinen bei Musik.

  • Gnaphalium polycephalum, Ruhrkraut
    • Herkunft: Amerika, frische blühende Pflanze nach Vorschrift (Ätherische Öle und Bitterstoffe)
    • Klinische Diagnosen: Schluckauf, Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Prostatabeschwerden, Kreuzschmerzen, Rheuma, Gichtanfall
    • Symptome und Charakteristika: Lang andauernder Schluckauf; Erbrechen und Durchfall, dabei Rumpeln und Koliken im Bauch vor dem Stuhlgang; Durchfall wässrig und hell mit großer Erschöpfung; Menstruationsschmerzen mit geringer Blutung, die sich verbessern, wenn das Blut frei fließt; Völlegefühl in der Blase nach dem Wasserlassen, jedoch ohne Harndrang; Prostataschmerz und schmerzhafte Erektion; Kreuzschmerzen mit Gefühllosigkeit im Rücken; Ischialgie mit einschießenden Schmerzen und abwechselnder Gefühllosigkeit am Bein; Gichtanfall am großen Zeh;
    • Verschlechterung: Morgens beim Aufwachen, Ischialgie: beim Liegen und auftreten
    • Verbesserung: Sitzen

  • Glonoinum, Nitroglycerin
    • Herkunft: Glyceroltrinitrat nach besonderer Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Hypertonie, Herzschmerzen, Wechseljahresbeschwerden.
    • Symptome und Charakteristika: Im Vordergrund steht eine stürmische und oft auch unregelmäßige Herztätigkeit mit Pulsieren und Herzklopfen, das nicht nur in der Brust empfunden wird, sondern auch zu klopfenden, berstenden Kopfschmerzen führt; Brustbeklemmung; berstende Kopfschmerzen mit einem Völlegefühl, als würde er auf dem Kopf stehen; der Kopf ist dunkel gerötet und heiß; Hitzewallung und Kopfschmerzen im Klimakterium.
    • Auslöser: Sonne, unterdrückte Menstruation
    • Verschlechterung: Sonne, Hitze auf dem Kopf, jede Bewegung und Erschütterung, Wein.
    • Verbesserung: Sitzen im Kühlen, Kopf hoch heben

  • Guaiacum, Guajakharz
    • Herkunft: Amerika, Indien; durch Ausschmelzen des Kernholzes gewonnenes Harz nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Gichtanfall, Rheuma, Wachstumsschmerzen, Halsentzündung, Bronchitis.
    • Symptome und Charakteristika: Gelenke, heiß, geschwollen, schmerzhaft und steif, die Schmerzen sind reißend und stechend; Gefühl der Zerschlagenheit und Schwäche, vor allem von Oberarm und Oberschenkel; Schmerzen und Steifheit im Nacken und oberen Rücken; nächtliche Schmerzen der langen Knochen bei Wachstumsschüben; stechende Halsschmerzen, trockener Mund, Hitzegefühl im Hals; nächtliche Atembeklemmung löst einen trockenen Husten aus, Husten mit Auswurf von eitrigem Schleim; Schmerzen in der linken Lungenspitze; starkes Schwitzen, vor allem am Kopf; inneres Frieren, gefolgt von Hitze, vor allem am Kopf; Verlangen nach Äpfeln.
    • Verschlechterung: Hitze, Berührung, Bewegung.
    • Verbesserung: Kalte Anwendungen, Äpfel.

  • Hamamelis, Zaubernuß
    • Herkunft: Nordamerika frische Rinde der Zweige, Zweigspitzen, Wurzeln
    • Klinische Diagnosen: Hämorrhoiden, Krampfadern, Blutungsneigung, Zwischenblutung, Kopfschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: Es besteht eine Stauung der Venen, vor allem im Becken und in den Beinen, daraus entwickeln sich Krampfadern: an den Beinen, an den Schamlippen oder am Hodensack; diese sind sehr berührungsempfindlich und bluten leicht mit dunklen, lange dauernden Blutungen; schmerzhaftes Stauungsgefühl in den Beinen oder im kleinen Becken, auch im Uterus; dunkle Zwischenblutung; Schwäche nach Hämorrhoidalblutung; nach Verletzung oder Operation lange dauernde dunkle Blutungen; klopfender Kopfschmerz mit gestauten Schläfenvenen
    • Auslöser: Verletzung
    • Verschlechterung: Berührung, Erschütterung, feuchte Wärme
    • Verbesserung: Nasenbluten (bei Kopfschmerzen)

  • Hedera helix, Efeu
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien; frische unverholzte Triebe vor oder zu Beginn der Blütezeit
    • Klinische Diagnosen: Schnupfen, Husten, Brustschmerzen, Magenschmerzen, Gallensteine, Rheuma, Struma
    • Symptome und Charakteristika: Fließschnupfen der später in einen Reizhusten übergeht, schlimmer beim Sprechen, mit grauem oder gelblichem Auswurf; plötzliche stechende Brustschmerzen, wie von einer Nadel, Pulsieren und banges Gefühl; appetitlos oder übermäßiger Hunger, Magendrücken und -krämpfe, wenn der Magen leer ist; Schmerzen in der Gallengegend; Schmerzen in den Gelenken und Muskeln mit Ameisenlaufen oder Taubheit und Steifheit; plötzliche Anschwellung eines Kropfes mit Herzklopfen; eiskalte, feuchte, rote Hände und Füße; Schweißausbruch mit Herzklopfen; Herzklopfen begleitet viele Beschwerden; Essen bessert auch die Magenschmerzen und hilft nach dem Aufwachen, um wieder einzuschlafen.
    • Auslöser: Längere Kälteeinwirkung mit Kaltwerden
    • Verschlechterung: Späte Nacht ab etwa 3 Uhr, Frühjahr und Herbst, warmer Raum.
    • Verbesserung: Frische Luft, kaltes Bad, Essen, Bewegung.

  • Hekla lava, Vulkanasche
    • Herkunft: Island, Lava vom isländischen Hekla-Vulkan nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Exostosen und Knochentumore, Knocheneiterung, Zahnwurzelentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Anschwellung und Schmerzen vor allem der Unterkieferknochen, z.B. bei Zahnwurzelvereiterung, die auf den Knochen übergeht; dabei Vergrößerung mehrerer Halslymphknoten; Exostosen (Knochenvorsprung) an den Schienbeinen, mit anhaltenden Schmerzen; Knochenwucherung an der Stelle eines Knochenbruchs.
    • Auslöser: Knochenverletzung
    • Verschlechterung: Berührung, Druck

  • Helleborus niger, Christrose
    • Herkunft: Europa; getrocknete, unterirdische Teile nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Gehirnerschütterung, beginnende Demenz, Folgen von Hirnhautentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Wirkt insbesondere auf das Gehirn: Benommenheit, große Schwäche, Schmerzunempfindlichkeit, Verminderung aller Sinneseindrücke (Hören, Sehen, Spüren), obwohl die Sinnesorgane intakt sind; rollt den Kopf oder bohrt ihn ins Kissen; andererseits auch sehr heftige Kopfschmerzen. drückend, berstend, als würde das Gehirn zusammengepresst; Mund sehr trocken oder Speichelfluss; übler Mundgeruch; Übelkeit mit gleichzeitiger Gier auf Essen und Widerwillen gegen bestimmte Speisen (Fleisch, grünes Gemüse, Sauerkraut).
    • Auslöser: Gehirnerschütterung, Kopfverletzung, Hirnhautentzündung
    • Verschlechterung: Kalte Luft, später Nachmittag und Abend (16 - 20 Uhr)
    • Verbesserung: Starke Konzentration
    • Person: In der Erkrankung besteht Gleichgültigkeit bis Benommenheit, Gedächtnisschwäche, vergisst, was er gerade gelesen oder gesagt hat; der Kranke ist völlig leer, starrt vor sich hin; andererseits kann es auch zu Reizbarkeit kommen oder zu schweren Schuld- und Unzulänglichkeitsgefühlen, wenn der Kranke seine Schwächen bemerkt (Demenz).
    • Es handelt sich oft um schwere Erkrankungen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

  • Hepar sulfuris, Kalkschwefelleber
    • Herkunft: Sonderverarbeitung aus dem weißen inneren Bestandteil der Austernschale und aus Schwefelblumen
    • Klinische Diagnosen: Eiterungen: Furunkel, Abszess, Nagelbettentzündung; Erkältung, Bronchitis.
    • Symptome und Charakteristika: Sehr empfindlich auf alle äußeren Einflüsse, insbesondere auf Kälte (friert, wenn er die Hand unter der Decke vorstreckt); die Haut neigt zu jede Art von Eiterungen: jede Wunde eitert, Pickel, Furunkel, Abszesse, Entzündung am Nagelbett: dabei starke Schmerzhaftigkeit auf Berührung, Klopfschmerz, es entleert sich gelb-grünlicher, übel riechender Eiter; Erkältungen mit Schnupfen (bis hin zur Sinusitis), Mittelohrentzündung mit Entleerung von Eiter, stechende Halsschmerzen, Heiserkeit, eher trockener, schmerzhafter Husten, Lymphknotenschwellung, dabei häufig eitrige Absonderungen und starkes Frieren, jedoch Schweißausbruch beim Husten.
    • Auslöser: Kalter, trockener Wind
    • Verschlechterung: Kälte, Zugluft, Berührung, Entblößen.
    • Verbesserung: Feucht-warmes Wetter, Wärme, warme Umschläge.
    • Person: So empfindlich wie er auf der körperlichen Ebene ist, so empfindlich ist er auf der seelischen Ebene: ungeduldig, reizbar, hastig, überempfindlich auf Schmerz, Angst vor Schmerz (Spritzen); neigt daher zu Wutausbrüchen bis hin zu Gewaltimpulsen, hastiges Essen und hastige Sprache; Verlangen nach fettem Essen, nach Saurem, nach Alkohol, nach Stimulantien; Träume von Feuer, Pyromanie, Impuls, etwas ins Feuer zu werfen.

  • Hydrastis, Kanadische Gelbwurz
    • Herkunft: Nordamerika, getrockneter Wurzelstock
    • Klinische Diagnosen: Chronischer Schnupfen und Sinusitis, Magenbeschwerden, Leberschwäche, Vaginalentzündung, Harnröhrenentzündung, Rückenschmerzen, Hautausschlag.
    • Symptome und Charakteristika: Chronische Entzündung aller Schleimhäute mit gelblichen zähen, fadenziehenden Absonderungen; allgemein fühlt der Kranke sich sehr schwach, flau im Magen und hat keinen Appetit, Abmagerung und Kräfteverfall; viele Beschwerden sind von Rückenschmerzen begleitet, die nachts aus dem Schlaf wecken; verklebte Augenlider, zäher Schnupfen mit Völlegefühl an der Nasenwurzel und hinter den Augen, Stirnkopfschmerz, das Sekret läuft nach hinten in den Rachen ab; Mittelohrentzündung mit stinkenden, zäher Absonderung; Aphthen, Halsschmerzen wie wund, auch mit Geschwüren, trockener, rauer Husten mit zähem Auswurf und Schwäche; Verdauungsstörung mit flauem Gefühl im Magen, Hunger und gleichzeitigem Abscheu vor dem Essen, Kollern im Bauch und krampfartigen Schmerzen und Verstopfung, der Stuhlgang ist mit zähem, gelblichem Schleim bedeckt; Vaginalausfluss: zäh, gelb, juckend mit Kreuzschmerzen; gelber, dicker, chronischer Ausfluss aus der Harnröhre; Hautauschlag mit roten Knötchen, juckend (als Einziges vermehrt in der Wärme), rissige Haut, Gelbfärbung der Haut.
    • Verschlechterung: Einatmen von kalter Luft, Wind, Waschen;
    • Verbesserung: Ruhe, Druck, warmes Einhüllen
    • Person: Vor allem ein Mittel für alte Menschen; die Schwäche führt zur Niedergeschlagenheit und Schweigsamkeit mit Reizbarkeit, vor allem nach dem Essen

  • Hyoscyamus, Bilsenkraut
    • Herkunft: Europa, Asien ganze, frische, blühende Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Husten, Schlafstörung, Erregungszustände.
    • Symptome und Charakteristika: Lange, krampfartige Hustenanfälle, vor allem nachts, muss sich aufsetzen, endend im Abhusten von dünnem Schleim, Berühren des Kehlkopfs kann einen Hustenanfall auslösen, Essen oder Trinken verschlechtert; Schlaflosigkeit durch nervöse Überreizung, Aufschrecken aus dem Schlaf mit körperlicher Unruhe; Muskelzuckungen begleiten oft andere Beschwerden.
    • Auslöser: Eifersucht
    • Verschlechterung: Nachts, emotionaler Stress, Eifersucht, Berührung, Essen und Trinken (Husten).
    • Verbesserung: Aufsitzen (Husten),
    • Person: Bilsenkraut war neben Tollkirsche (Belladonna) ein wesentlicher Bestandteil der Hexensalben und gehört zu den halluzinogenen Drogen: die Wahnvorstellungen sind entweder voller Ängste (vergiftet zu werden) oder sexuell geprägt mit Albernheit, Entblößen, obszöner Sprache und viel Eifersuchtsthemen mit Misstrauen; dabei körperliche Unruhe, die zu hastigem, getriebenem Sprechen führt und Unruhe der Hände: Zupfen an der Kleidung oder Decke, Spielen mit den Händen oder an den Genitalien; daneben können auch Zustände vorhanden sein wie benommen, schwer besinnlich, vor sich hin murmeln.

  • Hypericum, Johanniskraut
    • Herkunft: Europa, Mittelasien, Amerika; frische, blühende Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Nervenverletzung, Prellung des Steißbeins, Phantomschmerzen, Gehirnerschütterung, Ischias.
    • Symptome und Charakteristika: starke Schmerzen nach Verletzung von nervenreichem Gewebe (z.B. eingeklemmte Fingerkuppe), die Schmerzen sind stechend wie von Nadeln und einschießend, sie ziehen den Nervenstrang entlang nach zentral; als Begleitphänomen besteht oft Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füßen; überempfindlich gegen jede Berührung; Kopfschmerz pulsierend oder als sei das Gehirn zusammen gepresst, dabei Schwindel; trockene Schleimhäute der Nase und des Mundes; Rückenschmerzen nach Sturz, kann nicht gehen, sich nicht bücken, auch mit Schwäche der Arme oder Beine; große Schläfrigkeit oder unruhiger, unerquicklicher Schlaf.
    • Auslöser: Verletzung, Schreck
    • Verschlechterung: Nasskaltes, nebliges Wetter, Berührung.
    • Verbesserung: Rückwärts beugen, ausstrecken
    • Person: Wie körperliche Verletzung die Krankheit auslösen kann, so kann auf der seelischen Ebene eine Verletzung, insbesondere ein Schreck oder Schock, die Beschwerden auslösen; daraus folgen Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit, Weinen, Verwirrung mit einer gereizten Stimmung, sie sind überreizt und überfordert.

  • Iberis amara, Schleifenblume
    • Herkunft: Europa, getrocknete reife Samen (Bitterstoffe) nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Herzbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Herzklopfen mit dem Gefühl wie Nadelstiche im Herzen bei jedem Herzschlag, deutlich sichtbares Herzklopfen, Puls voll und schnell, begleitet werden die Beschwerden oft von Schwindel im Hinterkopf, von Völlegefühl im Kopf mit Hitze und von Verdauungsstörungen, wie Völlegefühl, Druck in der Lebergegend, Übelkeit und Aufstoßen, sowie hellem Stuhlgang; bei Anstrengung wird der Puls unregelmäßig oder sehr langsam.
    • Verschlechterung: Liegen auf der linken Seite, Bewegung, Husten, im warmen Raum.
    • Verbesserung: Ruhe, frische Luft

  • Ignatia, Ignaziusbohne
    • Herkunft: Philippinen
    • Klinische Diagnosen: Folge von Kummer, emotionale Labilität, Kopfschmerzen, Globusgefühl im Hals, Magenbeschwerden, Husten; Rückenschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist die Widersprüchlichkeit der Reaktionen, wie z.B. bei Magenschmerzen wird Schonkost nicht vertragen, aber ein großes Essen wird ohne weiteres verdaut; ein weiteres typisches Symptom, das alle Beschwerden begleiten kann, ist ein Gähnen oder unwillkürliches Seufzen, als hätte der Körper Luftnot und müsste das immer wieder ausgleichen; die Kopfschmerzen sind an kleinen Stellen mit dem Gefühl, wie von einem Nagel; Gefühl eines Kloßes im Hals, der sich nicht schlucken lässt und für das keine Ursache gefunden werden kann; Magenschmerzen mit Leeregefühl, Übelkeit und häufigem leeren Aufstoßen, Bauchkrämpfe nach dem Essen mit Verstopfung und häufigem, erfolglosem Stuhldrang; Appetit, jedoch sofort beim Beginn des Essens gesättigt; nervöser Husten, der immer schlimmer wird, je mehr er hustet; stechende Rückenschmerzen mit Schwäche im Rücken, kann sich nicht aufrichten, auch mit Ausstrahlung ins Bein (Ischias); Schlafstörung mit Aufschrecken, auch beim Einschlafen, unruhiger Schlaf, hört dabei alle Geräusche.
    • Auslöser: Kummer, Tod eines geliebten Menschen, seelischer Schock
    • Verschlechterung: Aufregung, frische Luft, Gerüche, Kaffee, Tabak
    • Verbesserung: Wechsel der Körperstellung, Druck, allein sein
    • Person: Typisch ist eine seelische Überempfindlichkeit und Übererregbarkeit mit wechselnden Stimmungen und Reaktionen, oft sind es widersprüchliche Reaktionen im Sinne von: eine kleine Ursache führt zur heftigen Reaktion und umgekehrt; bei Kummer kann es sowohl zu stillem Brüten kommen als auch zu Ungeduld, lautem Klagen und Weinen und starker Reizbarkeit, insbesondere bei Widerspruch

  • Ipecacuanha, Brechwurzel
    • Herkunft: Brasilien; getrocknete, unterirdische Organe der Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Erbrechen, akute Magenentzündung, Husten, Blutungsneigung.
    • Symptome und Charakteristika: Brechwurzel wurde früher benutzt um Erbrechen als Reinigung des Körpers herbeizuführen. Es passt bei sehr starker Übelkeit und Erbrechen mit heftigem Würgen, nicht enden wollend, das Erbrechen kann mit Kopfschmerzen einhergehen, Erbrechen ändert nichts an der Übelkeit; eigenartig ist die Durstlosigkeit trotz des Flüssigkeitsverlustes und eine typischerweise reine Zunge ohne Belag; krampfhafte Hustenanfälle der gleichen Heftigkeit wie das Erbrechen, die in Erbrechen enden; das Gesicht wird beim Erbrechen oder Husten bläulich oder weiß mit bläulichen Lippen; die Heftigkeit von Erbrechen oder Husten führt zum Platzen von Blutgefäßen: es kommt zu Nasenbluten, abhusten von Blut oder Erbrechen von Blut, zusammen mit weißem Schleim.
    • Verschlechterung: Periodisch, feuchte Wärme, große Hitze und Kälte, Überessen.
    • Verbesserung: Frische Luft

  • Iris, Buntfarbige Schwertlilie
    • Herkunft: Nordamerika
    • Klinische Diagnosen: Magen-Darm-Infektion, Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, Migräne, Hautausschlag
    • Symptome und Charakteristika: Die Beschwerden treten oft periodisch auf; starke, brennende Schmerzen im ganzen Magen-Darm-Trakt, Erbrechen bitter oder sauer, fadenziehend; wässriger Durchfall, brennt wie Feuer, dabei Zunge trocken, an den Rändern belegt, in der Mitte rot; Verdauungsstörungen durch unzureichende Funktion der Bauchspeicheldrüse mit Erbrechen und fettigem Durchfall; periodische Migräne mit Sehstörungen (Flimmern, kurzzeitige Blindheit) und starkem, saurem Erbrechen, die Zunge fühlt sich kalt an; am Ende der Migräne Entleerung von reichlichen Urinmengen; Hautausschlag mit brennenden Schmerzen und roten Papeln und Bläschen (Gürtelrose).
    • Auslöser: Heißes Wetter
    • Verschlechterung: Periodisch (Frühjahr und Herbst, wöchentlich) nachts 2 - 3 Uhr
    • Verbesserung: Langsame Bewegung

  • Jodum, Jod
    • Herkunft: Jod nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schilddrüsenüberfunktion, Heuschnupfen und Asthma, Pseudocrupp, Bronchitis, chronischer Durchfall, Abmagerung, Vaginalausfluss; Hautausschlag, Lymphknotenschwellung.
    • Symptome und Charakteristika: Jod hat eine lebenswichtige Funktion für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen; die Beschwerden ähneln einer Schilddrüsenüberfunktion: der ganze Stoffwechsel läuft auf Hochtouren mit Hitzegefühl, raschem Puls und Herzklopfen, vermehrtem Hunger mit Abmagerung, Durchfall, Zittern, Haarausfall; wund machender Schnupfen, der im Zimmer stockt und im Freien fließt; Heiserkeit mit Schmerzen des Kehlkopfs, trockener, bellender Husten, greift sich dabei an den Hals; Atemnot, keuchender Atem bei jeder Anstrengung; akute Infekt sind von geschwollenen Lymphknoten begleitet; dauernder Hunger mit teilweise wechselndem Appetit, viel Durst, isst sehr häufig, trotzdem Abmagerung; häufiges Aufstoßen mit brennenden Schmerzen; Durchfall schaumig, morgens; Vaginalausfluss reichlich, brennend, wund machend; Schmerzen und Schwellung eines Eierstocks; die Haut ist trocken und juckt, Pickel und Pusteln;
    • Verschlechterung: Jede Form der Wärme (Sommer, Sonne, Raum, Anwendung), Anstrengung, Fasten.
    • Verbesserung: Kalte Luft, kaltes Bad, Essen, leichte Bewegung, Beschäftigung.
    • Person: Auf der geistigen Ebene führt dies zu ängstlicher Ruhelosigkeit, und dadurch zu Eile, Ungeduld, Redseligkeit, Reizbarkeit und Vergesslichkeit; daraus ergibt sich das Gefühl immer etwas vergessen zu haben mit Zwang zu dauerndem Kontrollieren.
    • Warnung: Eine Schilddrüsenüberfunktion ist eine potentiell lebensgefährliche Erkrankung und muss von einem Arzt beurteilt und behandelt werden.

  • Juglans cinerea, grauer Walnußbaum
    • Herkunft: Nordamerika, Rinde
    • Klinische Diagnosen: Leberschwäche, Verdauungsstörungen, Achselabszess, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Stechende Schmerzen in der Leber mit Schmerzen in der rechten Schulter oder unter dem rechten Schulterblatt, Gelbfärbung der Haut und Übelkeit morgens; Bauchkrämpfe mit gelbgrünem Durchfall und Brennen am After; stechender Hinterkopfschmerz mit Übelkeit morgens; Schlaflosigkeit nach 3 Uhr; Hautausschlag mit Pusteln, stark juckend, vermehrt in der Wärme oder bei Warmwerden durch Bewegung; Schwellung der Lymphknoten der Achselhöhle mit Neigung zur Eiterung (bei Leberstörungen).
    • Verschlechterung: Wärme

  • Juglans regia, Walnuß
    • Herkunft: Europa, frische grüne Fruchtschalen und Blätter nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Leberstörung, Hautausschlag, Achselabszess, Regelstörung
    • Symptome und Charakteristika: Die Symptome sind sehr ähnlich wie bei Juglans cinerea. Die Leberstörung ist weniger stark ausgeprägt. Der Juckreiz wird nicht in Wärme verschlechtert, sondern nachts und nach dem Genuss fetter Speisen; Menstruation zu früh, reichlich und nur aus schwarzen Klumpen bestehend.
    • Verschlechterung: Nachts, fettes Essen

  • Justicia adhatoda, Indischer Nußbaum
    • Herkunft: Frische Blätter nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: (Infekt der oberen Luftwege) Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Husten.
    • Symptome und Charakteristika: Schnupfen mit viel Niesen, Tränenfluss und Verlust von Geschmack und Geruch; Heiserkeit und Schmerzen im Kehlkopf; erstickender Husten mit wenig zähem Auswurf, dabei Gefühl die Brust ist wie zugeschnürt und voller Schleim, hörbares Schleimrasseln, eventuell Brechreiz beim Husten; drückender Kopfschmerz als Begleitsymptom.
    • Verschlechterung: Warmer, geschlossener Raum, Staub.

  • Kalium arsenicosum,Kaliumarsenit
    • Klinische Diagnosen: Schwäche, Ängste, Hautausschlag, chronische Verdauungsschwäche, Nierenerkrankungen.
    • Symptome und Charakteristika: Eher ein Mittel für chronische Erkrankungen mit großer Schwäche und häufig auch Abmagerung und starkem Frieren; trockener juckender Hautausschlag, mit verdickter, schuppiger Haut und Rissen in den Gelenkbeugen; Gürtelrose; Schmerzen und Übelkeit nach dem Essen, Gefühl es steigt eine Kugel vom Magen auf in den Hals, Leeregefühl, brennender Durst, brennender oder krampfartiger Schmerz im Darm mit Durchfall; wenig Urinausscheidung.
    • Verschlechterung: Nachts, Berührung, Lärm
    • Person: Entsprechend dem chronischen Charakter der Erkrankung mit Schwäche und Abmagerung bestehen große Ängste um die Gesundheit, er kann nicht allein sein, sondern es muss immer jemand um ihn sein.

  • Kalium bichromicum, Kaliumdichromat
    • Klinische Diagnosen: Sinusitis, Bronchitis, Magenschmerzen, Durchfall, Rückenschmerzen, Rheuma
    • Symptome und Charakteristika: Oft langsame fortschreitende Erkrankungen mit großer Schwäche; Frieren und gleichzeitige Schweißbildung; gelb-grüner fadenziehender Schleim, der fest anhaftet und der auch Borken bildet (Nase), nach Abziehen kommt es zum Bluten, Geschwüre wie ausgestanzt; Schmerzen der Knochen an eng umschriebenen Stellen, z.B. Nasenwurzel, Jochbein, Geruchsverlust; Husten mit zähem, sich schwer lösendem Schleim; Gefühl eines Haares hinten auf der Zunge; Magenschmerzen mit Erbrechen von zähem Schleim; Verlangen nach Bier und/oder Unverträglichkeit von Bier; Durchfall mit Bauchkrämpfen und mit gelbem Schleim; Rückenschmerzen, beim Anziehen der Beine verstärkt; Knacken in den Gelenken; die Schmerzen wandern oft rasch von einem Gelenk zum anderen.
    • Verschlechterung: Kälte 3 Uhr nachts
    • Verbesserung: Wärme
    • Person: In der Krankheit eher zurückgezogen, schweigsam, gleichgültig und träge; das hängt sicherlich auch mit der Schwäche zusammen.

  • Kalium bromatum, Kaliumbromid
    • Herkunft: Kaliumbromid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schlafstörungen, Unruhe, Krämpfe, Schlaganfall, Demenz, Libidostörung; Akne.
    • Symptome und Charakteristika: Kaliumbromid wurde früher allopathisch als Mittel gegen Epilepsie und Schlafstörungen eingesetzt. Innere Unruhe mit sehr starker körperlicher Unruhe, vor allem fortwährende Bewegung der Hände: Nesteln, Zupfen, dabei auch Krämpfe oder Zusammenzucken begleitet alle anderen Beschwerden; fehlende Muskelkoordination; lang anhaltender Schluckauf; Schläfrigkeit, döst im Sessel ein oder aber ruhelose Schlaflosigkeit oder Aufschrecken aus dem Schlaf mit Schreien; Sprachstörung nach Schlaganfall: kann sich nicht ausdrücken, kann die Worte nur nachsprechen, sie nicht selbst finden; Libido entweder stark ausgeprägt oder fehlend, auch mit mangelnder Empfindung oder quälender, lange anhaltender Erektion; Akne mit harten juckenden Knoten.
    • Verschlechterung: Periodisch, geistige Anstrengung, Aufregung.
    • Verbesserung: Beschäftigung
    • Person: Geistige Unruhe kann abwechseln mit Niedergeschlagenheit und Ängsten - vor allem nachts mit Alpträumen; Gefühl von eingebildeter oder realer schwer belastender Schuld.

  • Kalium carbonicum, Pottasche
    • Klinische Diagnosen: Asthma, Husten, Herzbeschwerden, Fehlgeburt, Arthrose, Rückenschmerzen, Schlafstörung, Ödeme.
    • Symptome und Charakteristika: Eines der großen Mittel, das bei vielen Krankheiten angezeigt sein kann. Die Art der Beschwerden ist wichtiger als die Diagnose, typisch sind stechende Schmerzen; Asthma mit Pfeifen und Enge auf der Brust, trockener, krampfartiger, anfallsweiser Husten, der im Hals sticht; Herzklopfen und Stiche in der Herzgegend mit Angst, unregelmäßige Herzaktion mit Aussetzern, Herzmuskelschwäche mit schwachem Puls; sehr starke Blutung mit dunklen Klumpen bei der Menstruation oder nach Fehlgeburt, dabei starke Rückenschmerzen; Steifheit im Rücken, stechende, einschießende Schmerzen Gefühl wie zerbrochen, beim Gehen das Gefühl, sie müsste aufgeben; die Schmerzen strahlen ins Gesäß und die Oberschenkel hinein aus; Krachen in Gelenken, Schmerzen in Gelenken und Muskeln, teilweise stechend, auch ziehend und reißend; Taubheit von Händen oder Füßen; Neigung zu Ödemen, vor allem der Unterschenkel und der Oberlider; Angst wird im Magen empfunden; Gefühl der Leere und Hinfälligkeit im Magen, Oberbauchkoliken; Friert sehr leicht und ist sehr kälteempfindlich; wacht gegen 2 Uhr auf und liegt dann mehrere Stunden wach.
    • Verschlechterung: Nachts 2 - 5 Uhr (alle Beschwerden, daher häufig schlaflos zu dieser Zeit), Winter, Kälte, Liegen auf der schmerzhaften Seite.
    • Verbesserung: Wärme, frische Luft
    • Person: Typisch ist ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, das verhindert, dass er eine Erholungspause macht, was zur Erschöpfung führt, die jedoch erst sehr spät bemerkt wird, oder sich eher in körperlichen Symptomen wie der Rückenschwäche bemerkbar macht; eigentlich schwach und erschöpft, bemerkt dies jedoch erst sehr spät; eigenartiger Zwiespalt: sie braucht ihre Familie zu Unterstützung, jedoch nicht in zu großer Nähe (am liebsten im Nebenzimmer); bei zu großer Nähe ist sie sehr reizbar und mürrisch, jedoch nur zur Familie, zu Fremden ist sie sehr höflich; sehr schreckhaft, insbesondere auf Berührung.

  • Kalium chloratum, Kaliumchlorid (da ist ein Fehler: Kaliumchlorid ist KCl, Kaliumchlorat ist KClO3; ich beschreibe Kaliumchlorat)
    • Herkunft: Kaliumchlorid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Blutungsneigung: Nasenbluten, Blutende Hämorrhoiden, Neuralgie, Aphthen, Halsentzündung, Verdauungsstörung
    • Symptome und Charakteristika: Blutungsneigung mit wiederholtem Nasenbluten, blutendem Zahnfleisch, blutenden Hämorrhoiden blutigem Urin; einschießende Schmerzen im Gesicht, auch mit nachfolgender Schwäche der Gesichtsmuskulatur und Schwierigkeiten beim Sprechen; Geschwüre im Mund, tief, mit grauem Belag auf roter entzündeter Schleimhaut, hinten weißer Belag auf der Zunge, vermehrter Speichelfluss und unangenehmer, bitterer oder salzig-saurer Geschmack; Halsentzündung mit trockenem rauem Gefühl; viel Aufstoßen, Leere im Magen oder Druck und Völle, Kneifen und Blähungen, Spannung in der Nabelgegend; Durchfall mit großer Schwäche, die nur kurz andauert; große Müdigkeit, der Schlaf ist von Träumen über die Geschäfte des Tages gestört
    • Verschlechterung: Kälte

  • Kalium jodatum, Kaliumjodid
    • Herkunft: Kaliumjodid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Rekonvaleszenz, Abmagerung, Augenentzündung, Sinusitis, Bronchitis, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, Schmerzen nach Verletzungen, Schilddrüsenüberfunktion
    • Symptome und Charakteristika: Erholt sich nach einer akuten Erkrankung nicht mehr, bleibt schwach, magert ab; dabei besteht gleichzeitig eine großes Bewegungsbedürfnis: wandern oder zumindest spazieren gehen; es bestehen oft viele Beschwerden mit vielfältigen, sehr klar ausgeprägten Begleitsymptomen und Modalitäten, bei denen die gleiche Körperhaltung oder äußerliche Anwendung die eine Beschwerde verbessern und gleichzeitig die andere verschlechtern kann; oder gleichzeitig Hitze an einem Teil des Körpers bei allgemeinem Frieren; der erkrankte Körperteil ist sehr empfindlich gegen jede Berührung; jede Art Entzündung am Auge mit Lichtscheu und vermindertem Sehen; Schnupfen mit scharfem, wässrigem Sekret; Heiserkeit, Husten mit Atemnot; stechende Brustschmerzen beim Atmen; Kopfschmerzen, die in den Knochen empfunden werden, Knochenschmerzen mit Schwellung der Knochenhaut; Hautausschlag mit Bläschen, mit Knötchen und Pusteln, rötlich verfärbt, mit Juckreiz; Schwellung der Schilddrüse mit Berührungsempfindlichkeit.
    • Auslöser: Akute Erkrankung, Verletzung
    • Verschlechterung: Hitze, nachts, kaltes Essen, Druck.
    • Verbesserung: Bewegung, kühle Luft
    • Person: Lange Zeit optimistisch und guten Mutes; redet oft viel und schnell; andererseits kann eine Kleinigkeit das Fass zum Überlaufen bringen und dann wird er missmutig, heftig und boshaft, dann erscheinen auch Ängste vor Unglück, vor Unheil, vor dem Tod.

  • Kalium muriaticum, Kaliumchlorid
    • Klinische Diagnosen: Hals- und Ohrentzündung; Durchfall, Herzbeschwerden; Rheuma.
    • Symptome und Charakteristika: Langsam immer schlechter werdende Entzündung in Nase und Rachen mit weißer, dicker, zäher Sekretion; die Entzündung erstreckt sich über die Ohrtube zum Mittelohr und verursacht Schwerhörigkeit, chronische Eiterung aus dem Ohr, Zunge, Hals und Rachen sind mit weißgrauem Belag überzogen, kann kaum schlucken; , geschwollene Lymphknoten am Hals; Übelkeit und Durchfall nach fettem Essen; Herzschwäche mit Vergrößerung des Herzens, Herzklopfen und Beinödemen; kalte Hände und Füße, kalter Fußschweiß; Rheuma mit geschwollenen Gelenken, schneidenden Schmerzen, wie mit Messern; einschießende Schmerzen vom Kreuz in die Beine.
    • Verschlechterung: Fettes Essen, nachts, frische, kalte Luft, Bettwärme;
    • Verbesserung: Kalte Getränke, Reiben, Sommer, Aufenthalt in der Sonne

  • Kalium nitricum, Salpeter
    • Herkunft: Kaliumnitrat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Asthma, Herzschmerzen, Durchfall, Kopfschmerz
    • Symptome und Charakteristika: Asthma mit so großer Atemnot, dass er zwischen den Atemzügen nur einen kleinen Schluck trinken kann, Übelkeit als Begleitsymptom; Die Atemnot wird besser nach dem Abhusten von Schleim; Husten beim Gehen an frischer Luft; Herzklopfen und stechende Herzschmerzen, erwacht davon und muss sich aufsetzen; stechende Bauchschmerzen, großes Aufgetriebensein des Bauches, Durchfall (vor allem nach Essen von Kalbfleisch); Kopfschmerzen explodierend mit dem Gefühl der Benommenheit; eigenartiges Gefühl: Taubheit der Extremitäten mit dem Gefühl sie seien wie aus Holz; plötzlich auftretende Ödeme; Verlangen nach fettem Essen.
    • Auslöser: Essen von Kalbfleisch
    • Verschlechterung: Gehen (besonders an frischer Luft), nasskaltes Wetter, flach liegen.
    • Verbesserung: Sanfte, ruhige Bewegungen
    • Person: Große Schwäche begleitet die Beschwerden

  • Kalium phosphoricum
    • Herkunft: Kaliumphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat
    • Klinische Diagnosen: Erschöpfung, Schlafstörung, Durchfall, Menstruationsschmerzen, Ausfluss, Kopfschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: im Vordergrund steht die nervöse Erschöpfung, wie sie unten beschrieben ist; einerseits häufiges Gähnen und Schwierigkeiten, wach zu bleiben, andererseits Schlaflosigkeit vor allem in der zweiten Nachthälfte wegen der Sorgen um die Prüfung oder um Geschäfte; Übelkeit und Aufstoßen, geblähter Bauch, scharf schneidende Bauchschmerzen und gelber Durchfall; Menstruation unregelmäßig, Zyklus zu kurz, Schmerzen abwärts drängend mit Ruhelosigkeit; goldgelber Ausfluss; starke reißende oder dumpfe Kopfschmerzen durch zu viel Lernen, vor der Menstruation und dann mit Einsetzen der Blutung besser werdend; alle Ausscheidungen sind goldgelb bis orangefarben (Schnupfen, Ausfluss, Eiter)
    • Auslöser: Länger dauernde geistige Überanstrengung, Kummer
    • Verschlechterung: Vor der Menstruation, Kälte, trockene Luft.
    • Verbesserung: Mit Einsetzen der Menstruation, Essen, Schlaf.
    • Person: Kalium phosphoricum wird von Menschen benötigt, die eher nervös und leicht erregbar sind. Sie reagieren insbesondere auf große geistige Anstrengung, wie Lernen vor Prüfungen, oder Kummer. Während sie vorher kontaktfreudig waren und Abwechslung, wie Reisen liebten, sind sie dann erschöpft bis lethargisch, alles ist zu viel, sie ziehen sich zurück, werden selbst gegen Angehörige mürrisch und schnippisch, werden sehr schreckhaft und vergessen alles.

  • Kalium sulfuricum, Kaliumsulfat
    • Herkunft: Kaliumsulfat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Schnupfen, Sinusitis, Otitis, Bronchitis, Vergrößerung der Rachenmandeln, Erbrechen, Hautausschlag.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist eine große Verschleimung im Nasen-Rachenbereich mit zähem, gelbem Schleim, der sich nur schwer löst; die Nase ist eher verstopft als dass ein Fließschnupfen besteht, daher besteht Mundatmung; diese wird auch nach Entfernung der Rachenmandeln nicht besser; Mittelohrentzündung mit Schwerhörigkeit; rasselnder Husten, eigentlich locker, jedoch ohne Auswurf; heftiger Brechreiz, zunächst ohne später mit sehr heftigem Erbrechen, dabei verlangen nach kaltem Wasser; Kopfschmerzen pulsierend oder drückend wie von einer Mütze, besser beim Gehen im Freien, beim Zurückbeugen des Kopfes; Hautausschlag mit Bläschen oder Schuppen oder gelben Krusten, beginnen an kleinen Stellen und breiten sich langsam und kontinuierlich aus.
    • Auslöser: Unterdrückung eines Hautausschlags
    • Verschlechterung: Alles wird im warmen Zimmer schlechter! Hitze, warmer Umschlag, Bettwärme, Frühjahr, Zugluft.
    • Verbesserung: Kalte, frische Luft, Entblößen, Gehen.
    • Person: Oft rasch und eilig, dabei jedoch oft auch ineffektiv; ungeduldig; oft zumindest latent reizbar; es besteht eine große Ängstlichkeit und daher ein Kontrollbedürfnis.

  • Kreosotum, Buchenholzteer
    • Herkunft: Durch Destillation aus Buchenholzteer gewonnenes Gemisch aus Guajacol, Kreosol und Kreosolen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Zahnungsbeschwerden, Erbrechen, Schwangerschaftserbrechen, Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Scheidenentzündung, Blutungsneigung.
    • Symptome und Charakteristika: Große Schwäche; alle Ausscheidungen (Sekrete, Erbrechen, Durchfall, Ausfluss) sind übel, faulig riechend, heiß und wund machend; Haut oder Schleimhaut wird dadurch gerötet und wund, bis hin zu Geschwüren; Schmerzen brennend wie Feuer; große Ruhelosigkeit bei der Zahnung, Stöhnen, Schlafstörung, Zahnfleisch über dem Zahn bläulich rot und aufgeweicht, wie entzündet; die Zähne werden früh faulig und kariös; Aufstoßen mit Kratzen im Hals durch die aufgestoßene Flüssigkeit; Erbrechen früh morgens, Erbrechen völlig unverdauter Speisen mehrere Stunden nach dem Essen; braun-wässriger Durchfall mit unverdauten Speisen; Menstruationsblutung reichlich, dunkel, lange andauernd, im Liegen vermehrt, dabei und davor Kopfschmerzen mit Schwerhörigkeit, Verstopfung mit Blähungen, Frieren und nächtliches Schwitzen; Ausfluss juckend und wund machend, weiß, gelb oder blutig, dabei große Schwäche, insbesondere in den Beinen; die Blutungsneigung äußert sich bei der Menstruation, am Zahnfleisch, und bei blutendem Uteruscarcinom.
    • Auslöser: Zahnung
    • Verschlechterung: Zahnung, Kälte, Ruhe und Liegen, Sommer, nachts, Schwangerschaft und Menstruation
    • Verbesserung: Wärme, heißes Essen, Bewegung
    • Person: Passend zur Schwere der Erkrankung sind die Menschen oft sehr niedergeschlagen, dabei reizbar wegen Kleinigkeiten und wissen nicht recht, was sie wollen, d.h. sie wollen etwas und gleich danach lehnen sie es wieder ab; Mit der Schwäche geht oft eine Gedächtnisschwäche und Schwierigkeit bei der Konzentration einher.

  • Lac caninum, Hundemilch
    • Herkunft: Milch des Rottweilers
    • Klinische Diagnosen: Halsentzündung, Pfeiffer'sches Drüsenfieber, Brustentzündung, Geringe Milchbildung in der Stillzeit, Milchfluss, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind Beschwerden, die immer wieder die Seite wechseln oder die einen gewissen Rhythmus haben: am häufigsten der Morgen des einen Tages und dann am Abend des nächsten Tages; bei Entzündungen wirkt die Oberfläche der Schleimhaut oder Haut wie glänzend, fast wie Porzellan; Halsschmerzen, wie wund, wechseln rasch die Seite mit Belag auf den Mandeln, der aussieht wie lackiert, erstrecken sich zu den Ohren, mit Schwellung der Halslymphknoten; Milchstau oder Brustentzündung auf wechselnden Seiten, immer wiederkehrend; Milchfluss außerhalb von Schwangerschaft oder Stillzeit; kann auch in der Stillzeit zu einer Verminderung des Milchflusses führen, wenn es z.B. wegen einer Halsentzündung eingenommen wird; Wundheit und Druckschmerzhaftigkeit der Brust während der Menstruation; vor allem drückende Kopfschmerzen, wechseln rasch die Seite, vermehrt im kalten Wind und besser bei Eintritt ins warme Zimmer; Schwindelgefühl, als würde er schweben; Heißhunger, der schwer zu stillen ist, auch nach dem Essen; Verlangen nach Pfeffer und Salz und Whisky, Unverträglichkeit von Milch.
    • Verschlechterung: Jede Berührung, während der Menstruation, Zugluft, kalter Wind.
    • Verbesserung: Ruhe, Druck durch Einbinden (fester BH bei Brustbeschwerden)
    • Person: Typisch ist ein sehr geringes Selbstwertgefühl; viele Phantasie- oder Traumbilder, besonders von Schlangen, und dem Gefühl zu schweben; bei jeder kleinen Beschwerde große Angst, ernsthaft krank zu sein; Bei der Schwäche ist gleichzeitig Ruhelosigkeit und Nervosität vorhanden.

  • Lachesis, Buschmeisterschlange
    • Herkunft: Mittel- und Südamerika; Sekret aus den Giftdrüsen
    • Klinische Diagnosen: Halsentzündung, Sepsis, Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Magenschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Krampfadern, Hämorrhoiden, Blutungsneigung.
    • Symptome und Charakteristika: Lachesis ist eines der großen Heilmittel, die bei sehr vielen Erkrankungen angezeigt sein können. Viele Beschwerden beginnen auf der linken Seite und wandern dann nach rechts, entzündete Teile sind dunkelrot oder bläulichrot gefärbt; Halsschmerzen beginnen links, beim Aufwachen, schlechter durch Schlucken von Flüssigkeit oder Speichel, beim Schlucken von fester Nahrung eher besser; Mandeln dick eitrig belegt, dunkel gerötet, dabei hohes Fieber; die Entzündung kann in einen Abszess oder in eine Sepsis übergehen; klopfende Kopfschmerzen mit Blutandrang im Kopf und dunkler Rötung des Gesichts, tief innen, auch drückend; manchmal vor einem Schnupfen, mit Beginn des Schnupfens gebessert; Herzklopfen, Gefühl wie zugeschnürt um das Herz mit Angstgefühlen, schlechter beim Liegen auf der linken Seite; unregelmäßiger Herzschlag; Ohnmachtsneigung bei Herzschmerzen; Aufstoßen, Sodbrennen, Erbrechen, das gallig oder blutig ist; Magenschwäche, verträgt weder Speisen noch Getränke; hastiges Essen, großer Hunger, kann fasten nicht vertragen; Verlangen nach scharf gewürzten Speisen, nach Alkohol (der schlecht vertragen wird) und Kaffee (der im Klimakterium schlecht vertragen wird); Schmerzen vor der Menstruation im Bauch und Rücken, sobald die Blutung einsetzt, werden sie besser; auch Kopfschmerzen und Schwindel vor der Menstruation; Hämorrhoiden mit Brennen und Jucken und dunkler Blutung; Krampfadern mit bläulicher Schwellung von Füßen und Unterschenkeln,eventuell mit Thrombose, mit Bildung von Geschwüren, mit bläulicher Umgebung und Blutungsneigung, besonders bei Berührung.
    • Verschlechterung: Berührung, Schlaf (beim Aufwachen sind die Beschwerden da), Klimakterium, Hitze, Sonne,
    • Verbesserung: Absonderung von Sekreten oder Blut oder Flüssigkeit, frische Luft, kalte Getränke
    • Person: Generell sehr aktive, rasch handelnde Menschen, mit einem großen Redefluss; im der Erkrankung geht dies in eine getriebene Übererregbarkeit über, die sich durch Reden Luft zu schaffen versucht; Misstrauen bis hin zur Eifersucht, auch unbegründet; jede Einengung, auch durch Kleidung, wird nicht vertragen (besonders am Hals).
    • Anmerkung: Lachesis kann auch bei sehr ernsten Erkrankungen hilfreich sein: eine Sepsis oder eine Gerinnungsstörungen gehört selbstverständlich in die Hand eines Arztes.

  • Laurocerasus, Kirschlorbeer
    • Herkunft: Südeuropa, Kleinasien; frische Blätter nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Husten, chronische Bronchitis, Herzerkrankungen
    • Symptome und Charakteristika: In der Regel ist dies ein Mittel für schwere Erkrankungen, die begleitet sind von einer großen Schwäche, Kälte (besonders der Beine) und bläulicher Verfärbung der Haut infolge von Sauerstoffmangel; der Husten wird ausgelöst von Kratzen im Hals oder in der Luftröhre, trocken, rau, entweder ohne Auswurf oder mit reichlich, mit Blut versetztem Schleim; Atemnot mit dem Gefühl von großem Druck auf der Brust oder als läge ein schwerer Körper darauf; japst nach Luft; Herzklopfen; Atemnot, Schwäche und Husten werden mehr bei jeder kleinen Anstrengung, schon beim Aufsetzen aus dem Liegen; hält die Hände auf das Herz.
    • Verschlechterung: Jede Anstrengung, Aufsitzen; Husten: beim flach Liegen;
    • Verbesserung: Relativ flach Liegen, Schlaf, frische Luft
    • Person: Entsprechend der allgemeinen Schwäche sind die Menschen niedergeschlagen, dabei reizbar, können kein lautes Wort sprechen; als Begleiterscheinung kann es zu Angst und Unruhe kommen, die von der Schwäche begrenzt wird; Stumpfheit und Schwierigkeit, sich auf etwas zu konzentrieren; Neigung zu lange dauernder Ohnmacht.

  • Latrodectus mactans, Schwarze Witwe (Spinne)
    • Herkunft:Amerika; ganzes Tier nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Akute Herzschmerzen, akute Bauchschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: sehr plötzlich auftretende heftige Schmerzen im linken Brustraum, die in den linken Arm ausstrahlen; dabei Taubheit und Lähmungsgefühl im Arm; begleitet von stark ausgeprägter Angst zu sterben, ringt nach Luft; Puls sehr schwach, kaum tastbar; plötzlich auftretende Bauchschmerzen mit hartem Bauch und Erbrechen von dunkler, fast schwarzer Farbe; bei allen Schmerzen ist die Haut sehr kalt und marmoriert
    • Verschlechterung: Jede kleine Bewegung
    • Anmerkung: Da die Schmerzen sehr akut und heftig sind, kann immer auch eine schwer wiegende Erkrankung dahinter stecken. Es muss ein Arzt zugezogen werden.

  • Ledum, Sumpfporst
    • Herkunft: Moore und Sümpfe im nördlichen Asien und Nordeuropa; getrocknete junge Sprosse
    • Klinische Diagnosen: Insektenstiche, Stichverletzung, Gelenkschmerzen an kleinen Gelenken; Augenprellung
    • Symptome und Charakteristika: Obwohl sich der verletzte Körperteil kalt anfühlt, wirken kalte Anwendungen lindernd und jede Art von Wärme verschlechtert; Entzündung nach einem Insektenstich oder eine stichförmigen Verletzung, wie dem Treten in einen Nagel: bläuliche Verfärbung der Haut, fühlt sich kalt an, ziehende Schmerzen; Gelenkschmerzen beginnen in den Füßen und wandern nach oben, die Gelenke fühlen sich kalt an, nachts im Bett schlechter und mit eiskalten Anwendungen besser; Steifheit der Gelenke, später bilden sich Knötchen; Prellung des Auges mit blauer Verfärbung.
    • Auslöser: Stichförmige Verletzung; Augenprellung
    • Verschlechterung: Wärme, besonders Bettwärme
    • Verbesserung: Kalte Anwendung

  • Lilium tigrinum, Tigerlilie
    • Herkunft: Ostasien; Frische, blühende Pflanze ohne Zwiebel nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Nervöse Herzbeschwerden, Menstruationsschmerzen, Gebärmuttersenkung, Ausfluss.
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind sehr flüchtige Schmerzen, die rasch wieder vergehen oder das Abwechseln von psychischen und körperlichen Beschwerden; Herzschmerzen, Herzklopfen und Herzflattern, die bei Bewegung besser werden; Gefühl als sei ein eiserner Ring um das Herz; im Vordergrund der weiblichen Genitalbeschwerden steht das Gefühl von oder die reale Gebärmuttersenkung mit dem Gefühl eines Drucks nach unten zur Scheide hin oder aus der Scheide heraus: sie muss daher die Hand gegen die Scheide pressen oder die Beine kreuzen; daher auch häufiger Harndrang; der bauch ist angespannt, druckempfindlich, sogar gegen den Druck einer Decke; bräunlicher Ausfluss, wund machend; Schmerzen von einer Hüfte zur anderen; brennend heiße Fußsohlen und Handflächen, sonst kälteempfindlich; erholt sich nicht nach einer Fehlgeburt; Magen: Verlangen nach Fleisch.
    • Auslöser: Fehlgeburt
    • Verschlechterung: Ruhe, Liegen, Stehen, Wärme, besonders Zimmerwärme
    • Verbesserung: Frische Luft, Beschäftigung, Kreuzen der Beine
    • Person: Es besteht der Konflikt zwischen einem großen sexuellen Verlangen und sehr ausgeprägten religiösen und moralischen Empfindungen und Überzeugungen; das führt zu geschäftiger, manchmal sogar gehetzter Umtriebigkeit, um sich abzulenken, die oft hektisch wirkt und auch leicht ineffektiv wird, mit mangelnder Konzentrationsfähigkeit; daraus resultiert Niedergeschlagenheit und die Tendenz zu Weinerlichkeit; Verlangen nach Gesellschaft.

  • Lycopodium, Bärlapp
    • Herkunft: Getrocknete, reife Sporen
    • Klinische Diagnosen: Leber- und Gallenerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Nierensteine, Halsentzündung, Schnupfen, Husten, Neurodermitis.
    • Symptome und Charakteristika: Lycopodium gehört zu den großen Mitteln, die für sehr viele Erkrankungen in Frage kommen, vor allem wenn die Beschwerden rechtsseitig sind. Typisch ist eine Leber- und dadurch Verdauungsschwäche, insbesondere für fettes Essen und für Alkohol, aufgeblähter Bauch (besser durch Aufstoßen oder Abgang von Winden), kolikartige Bauchschmerzen nach dem Essen, enge Kleidung am Bauch wird nicht toleriert (Hosenträger statt Gürtel); Gallenkolik; durch die Leberstauung kommt es zu Hämorrhoiden, die jucken und hart sind; nach wenigen Bissen satt und rasch wieder hungrig, nachts hungrig; Verlangen nach Süßem, nach heißem Essen und Trinken, Abneigung gegen Zwiebeln, gegen blähende Speisen, gegen Kaltes; Verstopfung oder zunächst harter Stuhlgang, die zweite Portion wird immer weicher, Gefühl, es bleibt Stuhlgang im Darm nach der Entleerung; Urin spärlich, rötlich mit sandiger Beimengung; trockene Nase mit nächtlicher Verstopfung der Nase; trockener Reizhusten, besonders abends beim Einschlafen oder Husten mit eitrigem Auswurf; Halsschmerzen beginnen rechts und ziehen nach links, wie zugeschnürt, kann kaum schlucken; trockene Haut und Schleimhaut mit wunden Hautfalten; Kälte des rechten Fußes bei Wärme des linken Fußes; Kältegefühl im Magen oder Bauch.
    • Verschlechterung: 16-20 Uhr, Essen großer Mengen, Kleiderdruck (am Bauch), warmer Raum.
    • Verbesserung: Warmes Essen oder Getränke, frische Luft, kalter Umschlag.
    • Person: Es handelt sich um Menschen, die oft rasch altern mit Stirnrunzeln und früh ergrauten Haaren; Kinder können schon altklug wirken, Erwachsene sind oft sehr rational und vernünftig; Lampenfieber vor allem vor öffentlichen Auftritten, in der Situation dann rasch vergehend; neigt zu Reizbarkeit und Aufbrausen in der vertrauten Umgebung der Familie, in der Öffentlichkeit und gegenüber Vorgesetzten eher konsiliant und verbindlich; auf der körperlichen Ebene steht vor allem die Leberschwäche und die Verdauungsprobleme, besonders für Fett und Alkohol im Vordergrund.

  • Magnesium carbonicum, Magnesiumcarbonat
    • Klinische Diagnosen: Milchunverträglichkeit, Erbrechen, Durchfall, Leberschwäche, Menstruationsschmerzen, Neuralgie, Schlafstörung, Gedeihstörung von Kindern.
    • Symptome und Charakteristika: Das Leitsymptom ist der saure Geruch: Schweiß, Erbrochenes, Durchfall, alles riecht sauer; sehr kälteempfindlich; Periodizität von 3 Wochen (Verschlechterung, Menstruation); Trockenheit der Schleimhäute und der Haut; gräulich-gelbliche Hautverfärbung; Erbrechen und Durchfall besonders nach Milch oder Milchprodukten, dabei starke Magen- und Bauchkrämpfe; der Durchfall ist grün und schaumig; aufgrund der Milchunverträglichkeit Gedeihstörung von kleinen Kindern mit Wachstumsretardierung und Untergewicht; Menstruationskrämpfe, die Blutung fließt nachts und versiegt am Tag beim herumgehen; einschießende Schmerzen entlang der Nerven, vor allem Trigeminusneuralgie; einschießende Schmerzen beim Zahnen; wacht nachts zwischen 3 und 4 Uhr auf und liegt dann wach; morgens erschöpfter als abends beim ins Bett gehen.
    • Auslöser: Milch
    • Verschlechterung: Kälte, Wetterwechsel, nachts, Ruhe, Berührung
    • Verbesserung: Frische Luft, Umhergehen,
    • Person: Es besteht oft eine nervöse Unruhe bei gleichzeitiger großer Erschöpfung (Ernährungsmangel, Flüssigkeitsverlust, Schlafmangel); oft bestehen weitere Ambivalenzen: Furcht vor Aggression, und dadurch Friedensstifter gegen hohe aggressive Impulse, die sich im Schlagen des Kopfes gegen eine Wand äußern können, voller Aktivität und unruhig gegen Tendenz zum Rückzug; typisch ist die Angst, unheilbar krank zu sein bei kleinen Beschwerden.

  • Magnesium chloratum, Magnesiumchlorid
    • Herkunft: Magnesiumchlorid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Milchunverträglichkeit, Verstopfung, Erbrechen, Durchfall, Leberschwäche, Menstruationsschmerzen, Schlafstörung.
    • Symptome und Charakteristika: In vielen Punkten ähnlich wie Magnesium carbonicum; große Kälteempfindlichkeit mit heißen Füßen; eher Neigung zur Verstopfung mit hartem, sehr trockenem Stuhlgang wie Schafskot, Durchfall vor allem während der Zahnung und nach Milch oder Obst; sehr trockener Mund ohne Durstgefühl; Druckschmerz der Leber, Leber vergrößert und empfindlich, auch beim Liegen rechts; Menstruationskrämpfe, dabei Schmerzen im Rücken, die durch Massieren und Reiben besser werden; krampfartige schmerzen im Rücken und in den Oberschenkeln; kann nicht einschlafen und wacht 4 bis 5 Stunden später wieder auf.
    • Verschlechterung: Milch, am Meer, nachts, liegen rechts
    • Verbesserung: Harter Druck, langsame Bewegung an frischer Luft
    • Person: Er braucht eine friedliche Umgebung und tut alles dafür, lädt sich dadurch viel auf, übernimmt sich und kann dann nicht einschlafen; Ängste nachts im Bett, mit Ruhelosigkeit; sieht in der Krankheit sehr erschöpft aus;

  • Magnesium phosphoricum, Magnesiumphosphat
    • Herkunft: Magnesiummonohydrogenphosphat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Milchunverträglichkeit, Kopfschmerzen; Ischias, Menstruationsschmerzen, Neuralgie,
    • Symptome und Charakteristika: Das Leitsymptom sind scharfe, einschießende Schmerzen und starke Krämpfe, besser durch heißen Umschlag oder heißes Bad; die Schmerzen treten sehr plötzlich auf und verschwinden auch rasch wieder; Bauchschmerzen, Neuralgie, Muskelkrämpfe, Menstruationskrämpfe, vor allem vor der Blutung, mit sehr dunkler, fast schwarzer Blutung; Muskelkrämpfe nach Überanstrengung, z.B. Schreibkrampf; Kopfschmerzen vom Nacken nach vorne ziehend und sich über den Augen festsetzend durch geistige Anstrengung (Lernen); rechtsseitige Ischiasschmerzen mit krampfartigen Schmerzen; Unverträglichkeit jeder Kälte, jedoch Verlangen nach kalten Getränken
    • Verschlechterung: Kälte, Zugluft
    • Verbesserung: Heißes Bad, heißer Umschlag,
    • Person: Nervös und sehr empfindlich, dabei freundlich und offen; unruhig; spricht sehr viel von den eigenen Ängsten; oft feingliedrig;

  • Mercurius bijodatus, Quecksilberjodid (alter Name: Mercurius jodatus rubrus)
    • Herkunft: Quecksilberjodid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Mandelentzündung, Pfeiffer'sches Drüsenfieber, Atherom hinter den Ohren
    • Symptome und Charakteristika: Ähnlich Mercurius solubilis; typisch ist der Schmerzen links, ziehen dann nach rechts; Mandelentzündung Rötung, Schwellung mit Belag auf der Mandel und dicken, sehr schmerzhaften Halslymphknoten; steife Muskulatur im Nacken und im Rachen mit Schmerzen bei jeder Bewegung;
    • Verschlechterung: Kalte Luft, morgens beim Erwachen, Schlucken

  • Mercurius cyanatus, Quecksilberzyanid
    • Wirkung: Atemwege
    • Klinische Diagnosen: Mandelentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Vergleiche Mercurius solubilis; dies ist das Mercursalz, das insbesondere für sehr rasch fortschreitende Entzündungen passt, mit rascher Eiterbildung, hohem Fieber, starkem Schwitzen und rasch fortschreitender Schwäche; Herzklopfen und Zittern infolge der Schwäche; die Mandeln haben sehr früh eitrige Beläge
    • Verschlechterung: Sprechen, Schlucken

  • Mercurius solubilis, Quecksilber(II)-amidonitrat
    • Herkunft: Gemenge von Mercuroamidonitrat, Quecksilber und Quecksilber(I)-oxid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Zahnfleischentzündung, Mandelentzündung, Knochenschmerzen, Geschwüre, Entzündung der Atemwege, Nierenerkrankungen. Zittern
    • Symptome und Charakteristika: Eines der großen Mittel, die auf viele Entzündungen passt: eitrige Entzündungen, mit Bildung von Abszess oder Geschwüren, Entleerung von übel riechendem Eiter, Fieber, Schwitzen (das keine Erleichterung mit sich bringt); dabei bestehen sehr starke Schmerzen, die sich nachts verstärken, oft brennend oder stechend; Zahnfleisch geschwollen mit Geschwüren, starker Speichelfluss, übler Mundgeruch, metallischer Geschmack; Mandeln stark schmerzhaft, eitrig belegt, eventuell mit Geschwür, oft mit geschwollenen Lymphknoten; chronische oder wiederkehrende Entzündungen des Mittelohrs, der Nasennebenhöhlen oder der Bronchien mit Entleerung von übel riechendem Sekret und nächtlicher Verschlechterung; nächtliche bohrende oder stechende Knochenschmerzen; Schlafstörung, da alle Beschwerden nachts verstärkt sind, dann Unruhe; bohrende Nierenschmerzen, brennende Schmerzen der Blase und Harnröhre mit Ausscheidung von trübem, auch blutigem Urin; Bauchkrämpfe mit anschließendem grünem oder blutigen Durchfall; Geschwüre heilen nicht, breiten sich immer weiter aus, mit übel riechendem Eiter; Zittern der Hände und Arme.
    • Verschlechterung:fast alles: Wärme und Kälte, Nachts, Schwitzen, Liegen auf der rechten Seite, Zugluft, Nässe,
    • Verbesserung: Mittlere, sehr gleichmäßige Temperatur (22 -23°C), Ruhe
    • Person: In der Krankheit, insbesondere bei längerer Erkrankung zunehmende allgemeine Schwäche mit Zittern bei jeder Anstrengung; emotional dann labil mit raschen Wechsel der Emotionen; unruhig, hastig, wird dabei ineffektiv und sehr vergesslich, auch Fehler beim Sprechen, unkonzentriert; es bestehen sehr viele Ängste, wie sie der Schwere der Erkrankung entsprechen und noch darüber hinaus.
    • Anmerkung: Bei der Schwere der Erkrankung muss in der Regel ein Arzt zugezogen werden

  • Mercurius sublimatus corrosivus, Quecksilberchlorid
    • Herkunft: Quecksilber(II)-chlorid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Halsentzündung, Darmentzündung, Blasenentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Von allen Mercurius-Salzen hat dieses die intensivsten Beschwerden. Der Beginn ist sehr plötzlich und dann sofort sehr starke brennende Schmerzen und das Gefühl des Zusammenkrampfens, es geht nichts durch: sowohl im Rachen, als auch im Anus oder in der Blase/Harnröhre; Eiterung, Geschwüre und blutige Absonderung. Beständiger Harndrang oder Stuhldrang. Kältegefühl, kalte Haut, schwitzen bei jeder Bewegung; unstillbarer Durst auf kaltes Wasser.
    • Verschlechterung: Nachts, nach dem Stuhlgang oder dem Wasserlassen, Kälte, Herbst
    • Verbesserung: Eigentlich Ruhe, aber sehr unruhig, kommt nicht zur Ruhe

  • Mezereum, Gemeiner Seidelbast
    • Herkunft: Europa, Nordasien; frische, vor Beginn der Blüte gesammelte Zweigrinde
    • Klinische Diagnosen: Hautausschlag, Gürtelrose, Neuralgie, Karies, Gelenkschmerzen, Knochenschmerzen,
    • Symptome und Charakteristika: Zunächst ist immer die Haut betroffen: Hautausschlag juckend, brennend mit Bläschen, mit Krusten oder weißen Schuppen, unter denen es eitert; beim Kratzen geht der Juckreiz an eine andere Stelle; nach Unterdrückung eines Hautausschlags entsteht Asthma oder Husten mit lang anhaltenden Hustenanfällen bis zum Erbrechen; Zähne werden rasch kariös und zerbröseln, Gefühl ein Zahn ist zu lang; Schmerzen der großen Gelenke: Schulter, Hüfte reißend, oder wie verstaucht; Schmerzen im Schienbein, als würde die Knochenhaut abgezogen; Kältegefühl an einzelnen stellen, das durch äußere Wärme nicht besser wird; Hautausschlag nach Impfung.
    • Auslöser: Unterdrückung eines Hautausschlags, Impfung
    • Verschlechterung: Nachts, Bettwärme, Ofenwärme, Kälte
    • Verbesserung: Einhüllen

  • Millefolium, Schafgarbe
    • Herkunft: Europa, Asien, Nordamerika; frische Pflanze mit Blüten aber ohne Wurzelstock nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Blutung, Nasenbluten, Bluthusten, starke Menstruationsblutung,
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind hellrote Sickerblutungen: nach Verletzungen blutet es sehr lange, Nasenbluten, hellrote, schmerzlose, lange andauernde Menstruationsblutung oder Blutung nach Fehlgeburt oder nach der Geburt; die Blutung wird bei Bewegung insbesondere nach Anstrengung mehr; oder ausbleibende Menstruation und statt dessen Nasenbluten; Gefühl von Geprelltsein im Brustbereich, Husten mit hellroter Blutung.
    • Auslöser: Verletzung
    • Verschlechterung: Bewegung, Anstrengung
    • Person: Reagieren auf der psychischen Ebene nicht, auch nicht bei lange dauernden Blutungen, bleiben sehr ruhig

  • Myristica sebifera, Talgmuskatnußbaum
    • Herkunft: Braslilien, frischer Saft aus der verletzten Baumrinde nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Abszess, Nagelbettentzündung, eitrige Gelenkentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Akute, eitrige Entzündung in Form eines Abszesses oder einer Gelenkentzündung: das Mittel bewirkt entweder die rasche Entleerung oder die Auflösung des Abszesses
    • Anmerkung: Es wird in tiefen Potenzen genutzt: meist D3 dreimal bis fünfmal täglich

  • Naja, Kobra
    • Klinische Diagnosen: Depression, Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Eierstock, Wechseljahrbeschwerden.
    • Symptome und Charakteristika: Einschießende oder krampfartige Schmerzen in der Herzgegend, die in den linken Hals oder den linken Arm ausstrahlen können; greift sich daher an die Brust oder an den Hals; Atmung angestrengt, schnappt nach Luft; sichtbarer Herzschlag, oft langsam und unregelmäßig; Gefühl einer schweren last auf der Brust; Gefühl als ob der linke Eierstock und das Herz zusammengezogen würden; in den Wechseljahren Kopfschmerzen, vor allem in der linken Schläfe zusammen mit Bluthochdruck und Herzbeschwerden, begleitet von Niedergeschlagenheit; kalter Köper und kalte Hände mit Schwitzen der Handfläche, dabei heiße Füße.
    • Verschlechterung: Liegen auf der linken Seite, kalte Luft, besonders Zugluft.
    • Person: in der Krankheit: Gedrückt, still und niedergeschlagen, eigentlich großes Pflichtbewusstsein, jedoch zu schwach für jede Bewegung
    • Anmerkung: Herzbeschwerden müssen immer von einem Arzt abgeklärt werden

  • Natrium carbonicum, Soda
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, chronischer Schnupfen, Magen-Darm-Beschwerden, Milchunverträglichkeit, Verstauchung
    • Symptome und Charakteristika: Insgesamt besteht eine große Empfindlichkeit: sowohl gegen psychische Reize, als auch gegen Sonne, Wetterveränderung, Kälte, Überanstrengung, verschiedene Nahrungsmittel, besonders Milch: all dies führt zu Beschwerden; Kopfschmerzen und Schwindel durch Sonneneinstrahlung, durch Gewitter und durch geistige Überanstrengung (Lernen); chronischer Schnupfen mit verstopfter Nase, vor allem nachts; schwaches Verdauungssystem mit Unverträglichkeit von Milch, aber auch von Gemüse und Mehlspeisen; nach jedem Diätfehler Aufstoßen, Sodbrennen, Völlegefühl, Durchfall - je länger die Mahlzeit her ist, desto besser geht es; Durchfall nach Milch; Schwäche der Fußgelenke, verstaucht sich leicht;
    • Auslöser: Sonne, geistige Anstrengung, Milch
    • Verschlechterung: Sonne, kaltes Wetter und Zugluft, geistige Anstrengung, Diätfehler, kurz nach dem Essen
    • Verbesserung: Bewegung, Reiben, längere Zeit nach dem Essen
    • Person: Da fast jedes Wetter Beschwerden hervorrufen kann, sind sie Stubenhocker; die ausgeprägte Empfindlichkeit bezieht sich auch auf jeden psychischen Reiz: jeder Lärm, teilweise auch leise Geräusche, Musik, besonders Klaviermusik, zu viel Gesellschaft, Anstrengung; daraus resultiert Rückzug; eigentlich sind die Menschen freundlich und harmoniebedürftig, jedoch durch die große Empfindlichkeit leicht gereizt und dann auch sehr ärgerlich; auf die geistige Überforderung bekommen sie nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch Konzentrationsstörungen, ein benommenes Gefühl im Kopf, machen Fehler beim Sprechen oder Schreiben; oft große Ängstlichkeit, sehr unsicher insbesondere in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten

  • Natrium chloratum, Kochsalz (= Natrium muriaticum)
    • Herkunft: Natriumchlorid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Heuschnupfen Asthma, Schnupfen, Verstopfung, Hautausschlag, Schuppenflechte, Lippenherpes,
    • Symptome und Charakteristika: Es gehört zu den großen Mitteln in der Homöopathie, das bei vielen Beschwerden passen kann; es besteht eine große Schwäche und Abmagerung; typisch ist große Trockenheit der Schleimhäute mit Krusten oder sehr zäher, durchsichtiger oder weißer Sekretion von salzigem Geschmack, dabei großer Durst; blasses bis wächsernes Aussehen; die Beschwerden treten oft periodisch auf; es besteht oft eine ausgeprägte Reaktion auf Seeklima, das sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung aller Beschwerden mit sich bringen kann; berstende Kopfschmerzen, mit Schwindel, Flimmern vor den Augen, Übelkeit und Erbrechen; Tränenfluss, Sandgefühl in den Augen; Nase trocken und verstopft oder mit dickem Schleim; entweder übergroßer Hunger - und trotzdem Abmagerung, oder Appetitverlust; Verlangen nach Salzigem, Abneigung gegen Brot, gegen weiche Speisen wie zu weiches Eiweiß, Sülze u.ä; Schneidende Magen- und Bauchschmerzen, Verstopfung, sehr harter, trockener Stuhlgang; Husten morgens und abends nach dem Hinlegen mit zerberstenden Stirnkopfschmerzen beim Husten; Rückenschmerzen wie zerbrochen, werden besser beim Liegen auf einer harten Unterlage (Teppich auf dem Fußboden); Schwäche und Zittern der Hände und Beine, auch bei geringer Anstrengung; die Haut ist trocken und rissig, vor allem um den Mund und an den Hand-und Fußrücken; Neigung zu Lippenherpes und zu trockenem, schuppigem Hautausschlag, auch juckend, wie z.B. Schuppenflechte; friert sehr leicht und von innen heraus mit eiskalten Händen und Füßen; Schweiß nachts und bei jeder Anstrengung:
    • Auslöser: Kummer (Tod von Angehörigen oder Freunden, anderer Verlust, z.B der Heimat, der Arbeitsstelle)
    • Verschlechterung: Am Meer, periodisch, 9 - 11 Uhr, Sonne, feuchte Hitze
    • Verbesserung: Am Meer, frische kühle Luft
    • Person: Durch einen großen Kummer entsteht langsam Niedergeschlagenheit, Rückzug und die Unfähigkeit zu weinen oder sich trösten zu lassen; häufig wird der Gegenstand des Kummers immer wieder hervorgeholt und bedacht; teilweise entsteht eine Verbitterung und Menschenverachtung, teilweise behalten sie Milde und Mitgefühl für Andere; auch dann sind sie eher die leisen, unerkannt bleiben wollenden Helfer, ohne große Worte;

  • Natrium phosphoricum, Natriummonohydrogenphosphat
    • Herkunft: Natriummonohydrogenphosphat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, Pubertätsbeschwerden, Rheumatismus,
    • Symptome und Charakteristika: Saures Aufstoßen, Sodbrennen und Völle, Erbrechen besonders nach Zucker und Milch; die Zunge ist an der Basis cremig weiß belegt; Gefühl eines Haares auf der Zunge; Verlangen nach gebratenen Eiern und Gewürztem; Menstruation zu früh, Schwäche danach mit Herzklopfen und Zittern; gelber, wund machender Ausfluss; Schmerzen mit steifem Gefühl, vor allem im Knie; zittrige Schwäche im Rücken; Hautausschlag um die Knöchel herum;
    • Verschlechterung: Zucker, Milch, nach der Menstruation
    • Person: Sehr ängstlich, insbesondere nachts beim Erwachen aus Alpträumen

  • Natrium sulfuricum, Glaubersalz
    • Herkunft: Natriumsulfat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Asthma, Leberprobleme, Rheuma
    • Symptome und Charakteristika: Bohrende Kopfschmerzen, die seit einer Schädelprellung bestehen geblieben sind; Rückenschmerzen seit einem Unfall mit Rückenprellung; Atemnot, Kurzatmigkeit und trockener Husten, früh morgens beim Aufwachen, setzt sich auf und hält dann die Brust mit beiden Händen; ständiges Aufstoßen von saurer Flüssigkeit; Stiche und Spannungsgefühl in der Lebergegend, Blähungen mit viel Kollern im Bauch, Durchfall (Glaubersalz wurde immer als Abführmittel genutzt!); ziehende reißende Schmerzen der Gelenke, besonders im Kreuz und in der Hüfte
    • Auslöser: Schädelprellung, Prellung Wirbelsäule
    • Verschlechterung: Feucht-kaltes Wetter, morgens 4 - 5 Uhr
    • Verbesserung: Trockenes Wetter, Wechsel der Position
    • Person: Realistische, ernste nüchterne Menschen; nach einer Schädelprellung kann zusammen mit den chronischen Kopfschmerzen eine zunehmende Depression bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten

  • Nux moschata, Muskatnußbaum
    • Herkunft: Indien; getrocknete, von Samenschale befreite, meist gekalkte Samenkerne nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schläfrigkeit, Schwindel, Ohnmachtsneigung, Schwangerschaftserbrechen, Blähungen, Menstruationsbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Leitsymptom ist ein extrem trockener Mund ohne Durstgefühl; Schwindel, Benommenheit, Verwirrung und Schläfrigkeit, ausgelöst durch einen emotionalen Schock, kann sich daher nicht konzentrieren, braucht lange bis er antwortet, wie in Trance; Ohnmachtsneigung bei Schmerzen oder beim Anblick von Blut; Ekel, wenn sie an Essen nur denkt, vor allem in der Schwangerschaft; sehr geblähter Bauch mit Kollern, nach dem Essen vermehrt; Menstruation unregelmäßig, dunkel, kann auch ausbleiben und statt dessen Ausfluss auftreten; bei der Menstruation Druck im Kreuz; der ganze Körper ist sehr kalt; die Haut ist trocken und ohne Schweiß
    • Auslöser: Schreck oder emotionaler Schock
    • Verschlechterung: Jede Art von Kälte: Wetter, nachts, Zugluft, Wind, Bad
    • Verbesserung: Warmes, trockenes Wetter, warmer Raum

  • Nux vomica, Brechnuß
    • Herkunft: Nordaustralien,Südostasien, Indien; reife getrocknete Samen
    • Klinische Diagnosen: Brechdurchfall, Muskelkrämpfe im ganzen Magen-Darm-Trakt, Gallenkolik, Vergiftung, Heuschnupfen, Erkältung, Schlafstörung, Burnout-Sandrom
    • Symptome und Charakteristika: Leitsymptom ist eine übergroße Empfindlichkeit gegen alles, besonders gegen Kälte und Zugluft, jedoch auch gegen Geräusche, Licht, Gerüche, Druck, Nahrungsmittel, Arzneimittel, Kaffee, usw; am empfindlichsten ist der Magen-Darm-Trakt: sowohl Brechdurchfall bei Infektionen, als auch Verdauungsbeschwerden mit Übelkeit, Brechreiz - oft ohne erbrechen zu können, Sodbrennen, Aufstoßen, Völlegefühl oder gar das Gefühl eines Steines im Bauch nach dem Essen, und spastischer Verstopfung, auch abwechselnd mit Durchfall, Bauchkrämpfe, oder Koliken bei Gallensteinen; ausgelöst werden die Bauchschmerzen durch verdorbene Nahrungsmittel oder auch durch Medikamente oder andere Gifte: es ist gut zur allgemeinen Entgiftung (auch nach Narkose); Schnupfen mit Fließschnupfen am Tag, und in der frischen Luft und verstopfter Nase nachts; Schlafstörungen durch Gedankenandrang, insbesondere über Geschäftliches und Ärgerliches, schläft dann oft gegen Morgen wieder ein, und ist dann völlig erschlagen, wenn der Wecker klingelt;
    • Auslöser: Drogen, Arzneimittel, verdorbene Nahrungsmittel, Zugluft
    • Verschlechterung: Kälte, Zugluft, jeder Reiz,
    • Verbesserung: Wärme, warm einhüllen, Ruhe, regelmäßige eher kleine Mahlzeiten
    • Person: Die Überempfindlichkeit führt zu Reizbarkeit durch geringe Anlässe mit Zornausbrüchen, die jedoch auch rasch wieder vorbei sind; generell sehr tätige Menschen, die sich leicht übernehmen (Workoholic); die ausufernde Arbeit führt oft zu folgendem Teufelskreis: viel Kaffee tagsüber bei wenig und unregelmäßigem Essen, dann Abends überdreht sein, großer Hunger, viel Essen und Alkohol zum runterkommen, daraufhin Schlafstörung wie oben beschrieben und ab morgens wieder viel Kaffee, um überhaupt richtig wach zu werden; das führt zu chronischen Verdauungsbeschwerden und kann zu einem Burn-out-Syndrom führen

  • Okoubaka
    • Herkunft: Westafrika; getrocknetes Holz und Rinde
    • Klinische Diagnosen: Brechdurchfall, Vergiftung
    • Symptome und Charakteristika: Wirkt vor allem auf den Verdauungstrakt inklusive Leber und Galle, reguliert die Sekretion von Verdauungssäften und wirkt entzündungshemmend auf die Schleimhäute; Brechdurchfall durch ungewohntes Essen oder verdorbenes Essen oder ungewohnte Keime (Tropen-Aufenthalt); Durchfall durch bakterielle Dysbalance bei und nach Antibiotikaeinnahme oder bei Chemotherapie
    • Auslöser: Vergiftung, Antibiotika
    • Bemerkung: Zur Entgiftung eher materielle Gaben: D2 bis D4 als Tropfen oder Tabletten (auf Milchzuckerunverträglichkeit achten)

  • Opium, Schlafmohn
    • Herkunft: Orient, getrockneter Milchsaft aus den eingeschnittenen unreifen Fruchtkapseln nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Atemstörungen, Schlaganfall, Schock, Darmlähmung; Harnverhalt nach der Geburt
    • Symptome und Charakteristika: Genutzt für Zustände wie bei einer Opium-Vergiftung: Benommenheit, Schläfrigkeit, Empfindungslosigkeit, auch gegen Schmerzen, dabei Schwitzen und roter Kopf, schnarchende Atmung oder gar aussetzende Atmung, langsamer Puls, nicht oder nur schwer weckbar; euphorisch, wie in einem Traum, bekommt nicht mit, was drumherum passiert: sitzt nach einem Unfall teilnahmslos, benommen und wie gelähmt am Straßenrand, nimmt nichts wahr und wird auch nicht wahrgenommen, spürt die eigene Verletzung nicht; Darmlähmung z.B. nach Bauchoperationen mit Untätigkeit des Darmes, keine Darmgeräusche, eventuell mit Erbrechen mit Stuhlgang; Harnverhalt nach der Geburt bei voller Blase, insbesondere nach Geburt mit Narkose; insgesamt heißer, verschwitzter Oberkörper bei kalten Beinen; in einem späteren Stadium nach dem Schreck kann es zu Übererregbarkeit kommen mit Krämpfen, mit Zittern mit Schlaflosigkeit durch die Bilder der Katastrophe
    • Auslöser: Schock, Schreck, Operation
    • Verschlechterung: Wärme, Schlaf, unterdrückte Ausscheidungen
    • Verbesserung: Kühle, frische Luft, Spaziergang
    • Anmerkung: Bis D 5 nur auf Betäubungsmittelrezept rezeptierbar

  • Passiflora incarnata, Passionsblume
    • Herkunft: Amerika
    • Klinische Diagnosen: Schlafstörung, Muskelkrämpfe, Hustenanfälle, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Nachts ruhelos mit Neigung über die Probleme des Tages zu grübeln, und dadurch Schlaflosigkeit; körperliche Unruhe und Muskelkrämpfe als Begleiterscheinung der schlaflosen Nächte; die Nachtruhe kann zusätzlich von krampfhaften Hustenanfällen oder Atemnot gestört sein; Kopfschmerzen, als ob das Schädeldach abgesprengt würde und die Augen herausgepresst würden
    • Auslöser: Sorgen
    • Bemerkung: Es wird meist in sehr niedriger Potenz verabreicht: Urtinktur oder D1 und damit handelt es sich um eine Therapie an der Grenze zwischen Homöopathie und Phytotherapie

  • Petroleum, Steinöl
    • Herkunft: gereinigt von Benzin, Petroläther und Vaseline nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Hautausschlag, Reisekrankheit, Durchfall, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Es passt für viele Arten von Hautausschlag: die Haut ist insgesamt verdickt und schuppig, Wunden heilen schlecht; tiefe Risse bei rauer trockener Haut, vor allem im Winter; betroffen sind vor allem die Hautfalten; Lippenherpes mit bläschenartigem Hautausschlag; Juckender Ausschlag; nässender Ausschlag mit Bildung von gelblichen Krusten; vermehrter, übel riechender Achsel- und Fußschweiß; Reiseübelkeit mit Schwindel und großer Geruchsempfindlichkeit - vor allem gegen Benzingeruch, gelindert von stetigem Essen; aufgeblähter Bauch, Durchfall nur tagsüber, nach dem Stuhlgang Gefühl der Leere im Magen; der Durchfall wird von jeder Art Kohl ausgelöst; Kopfschmerzen am Hinterkopf, als ob dort ein Stück Blei läge. Sehr kälteempfindlich, Gefühl besonderer Kälte an kleinen Stellen des Körpers.
    • Auslöser: Fahren im Auto, Zug, Schiff
    • Verschlechterung: Kälte, Winter, Gewitter, Kohl
    • Verbesserung: Warme Luft, Wärme, Essen
    • Person: Einerseits hitzig und leicht erregbar, andererseits auch wieder schweigsam; Verwirrung, weiß nicht wo er ist; kann sich von einem Thema nicht lösen über das er spricht

  • Phosphorus, Gelber Phosphor
    • Klinische Diagnosen: Große, Wirkbreite, kann für sehr viele Erkrankungen passen, z.B.: Blutungsneigung, Husten, Magen-Darmerkrankungen, Ängste, Erschöpfung
    • Symptome und Charakteristika: Brennende Schmerzen, großer Durst auf kalte Getränke und eine ausgeprägte Neigung zu Blutungen begleiten alle Erkrankungen; Nasenbluten, Bluthusten, Blutung aus dem Magen oder aus Hämorrhoiden, leicht blaue Flecken, Wunden bluten lange, starke, hellrote Menstruationsblutung; Heiserkeit mit trockenem, brennendem Gefühl, abends und durch Sprechen verstärkt; hackender Husten mit schleimigem Auswurf, auch mit Blut dabei,verstärkt abends und durch Sprechen, dabei brennender Schmerz im Hals und in der Brust; Übelkeit, brennender Magenschmerz und Magenkrämpfe mit Verlangen nach kalten Getränken, die nach kurzer Zeit wieder erbrochen werden; großer Hunger; wässriger Durchfall mit großer Erschöpfung und dem Gefühl, als ob der After offen bleiben würde; Große Schwankungen in der allgemeinen Energie: leicht begeisterungsfähig und temperamentvoll und auch wieder rasch erschöpft, erholt sich jedoch auch rasch wieder mit Essen oder einem kurzen Schlaf; rasches Erröten oder ganz blass im Gesicht mit dunklen Ringen; Frieren mit eiskalten Händen und Füßen und plötzliches Hitzegefühl; viele Ängste: Dunkelheit, Gewitter, Krankheit, Zukunft, vor dem Alleinsein, um Andere und deren Wohlbefinden;
    • Auslöser: Starke Emotionen - positiv (Freude) wie negativ (Ärger, Kummer, Schreck), Schwäche nach erschöpfender Krankheit
    • Verschlechterung: Liegen auf der linken Seite, starke Emotionen, Kälte und Hitze, abends, Wetterwechsel, Gewitter
    • Verbesserung: Essen, (kurzer) Schlaf, kaltes Trinken oder Essen, Nähe und Massage
    • Person: Es handelt sich um offene und leicht zu beeindruckende Personen, die alles sehr intensiv aufnehmen und sich spontan dem Jetzt zuwenden; sie sind daher auch sehr empfindlich auf alle äußeren Eindrücke, sowohl emotional als auch auf körperliche oder Sinneseindrücke; sie sind sehr ängstlich, lassen sich jedoch auch rasch wieder beruhigen;
    • Bemerkung: Phosphorus ist auch ein Mittel, das bei sehr ernsten Erkrankungen wie Lungenentzündung, Lebererkrankungen mit Gelbsucht und Krebs zum Einsatz kommt; dann gehört es in die Hand eines Arztes.

  • Phytolacca, Kermesbeere
    • Herkunft: Nordamerika; Im Herbst gesammelte frische Wurzel
    • Klinische Diagnosen: Brustentzündung, Halsentzündung, Gelenkschmerzen, Ischias
    • Symptome und Charakteristika: Harte empfindliche Knoten in der Brust mit dunkelroter Verfärbung, auch dunkelrotem Streifen; aufgesprungene Brustwarzen, beim Stillen dehnen sich die Schmerzen in den Rücken, jedoch auch über den Körper aus; geschwollene, empfindliche Brust vor der Menstruation; Halsschmerzen, oft einseitig, große Trockenheit des Halses, mit dem Gefühl eines Kloßes und Ausstrahlung der Schmerzen zum Ohr beim Schlucken; dunkelrote Verfärbung des Rachens und der Mandeln, auch mit kleinen weißen Auflagerungen; vergrößerte Halslymphknoten; rheumatische Schmerzen der Muskeln und Sehnenansätze, Gelenke heiß, geschwollen und sehr empfindlich; die Ischiasschmerzen ziehen an der Außenseite des Beines hinab; die Schmerzen sind plötzlich einschießend oder auch wandernd
    • Auslöser: Rheuma nach Mandelentzündung
    • Verschlechterung: Warme Getränke (Halsschmerz), Kälte, nasskaltes Wetter, Bewegung
    • Verbesserung: Kalte Getränke (Halsschmerz), Ruhe, Wärme
    • Person: In der Erkrankung große Gleichgültigkeit gegenüber allen Aufgaben; das kann bis zum Gefühl gehen, bald zu sterben; gleichzeitig Ruhelosigkeit und Verschlechterung durch Bewegung;

  • Platinum metallicum, Platin
    • Herkunft: Metallisches Platin nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Neuralgie, Kopfschmerzen, Depression, Menstruationsschmerzen, sexuelle Störungen
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist die Abwechslung von körperlichen und psychischen Symptomen: wenn den Depression stark ist, sind die Schmerzen weg, und umgekehrt; die Schmerzen beginnen allmählich und steigern sich langsam und fallen genauso allmählich wieder ab; Facialisneuralgie mit einschießenden Schmerzen, begleitet von Kältegefühl im Gesicht oder Taubheit; Kopfschmerzen, als sei der Kopf in einem Schraubstock; Übersensibilität der Geschlechtsteile, erträgt keine Berührung, da diese schmerzt, bei gleichzeitig starker Libido; Vaginismus; Juckreiz und Ameisenlaufen des Genitale; Menstruation zu früh, dunkel, klumpig, stark schmerzhaft; brennende Schmerzen im Bereich der Eierstöcke.
    • Auslöser: Schreck, Wut, Verlassenheitsängste
    • Verschlechterung: Sitzen und stehen, abends und nachts, bei der Menstruation
    • Verbesserung: Gehen
    • Person: Oft Konflikt zwischen einem großen sexuellen Verlangen und übersteigerten romantischen Vorstellungen von der Liebe, daher häufige Enttäuschungen; eigenartige Wahrnehmungsverzerrungen: alles erscheint weit weg, ist kleiner; starke und plötzliche Impulse, z.B. jemanden mit einem Messer zu töten; ausgeprägte Depression, auch mit Selbstmordgedanken; überdrüssig gegen alles; eventuell rascher Umschlag der Stimmung von ausgeprägter Depression und Weinen zu Ausgelassenheit

  • Plumbum metallicum, metallisches Blei
    • Herkunft: metallisches Blei nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Hochdruck, Altersdemenz, Parkinson Erkrankung, Bauchkolik, Nierenkolik, Ischias
    • Symptome und Charakteristika: Hoher Blutdruck mir fahlem Aussehen; Krämpfe im Verdauungstrakt von der Speiseröhre (kann nichts festes schlucken) bis zum Enddarm (mit Verstopfung und hartem Stuhlgang), unstillbares Erbrechen, die Koliken strahlen in den ganzen Bauch aus, werden besser durch harten, großflächigen Druck; Nierenkolik, Harnverhaltung; Gefühl als werde der Bauch wie an einem Faden nach hinten zur Wirbelsäule gezogen oder als werde der Anus nach oben gezogen; einschießende Ischiasschmerzen, die von Druck besser werden; Schwäche bis Lähmung der Extremitäten, vor allem der Streckmuskeln, die mit krampfartigen Schmerzen in diesen Muskeln einhergehen; Bedürfnis, sich zu strecken und zu gähnen
    • Verschlechterung: Nachts, Bewegung, frische kalte Luft
    • Verbesserung: Fester, harter Druck, Zusammenkrümmen
    • Person: Passt besser für ältere Menschen, wirkt oft vorgealtert, fahl, trocken, faltig, abgemagert; Vergesslichkeit bis hin zur Demenz; geistig und körperlich verlangsamt; oft begleitet von Depression; in der Demenz können auch Halluzinationen auftreten, z. B. ermordet zu werden

  • Podophyllum, Maiapfel
    • Herkunft: Amerika, frische nach völliger Reife der Früchte geerntete unterirdische Teile nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Durchfall, Leber- und Gallenbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Wässriger Durchfall, herausschießend, schmerzlos; vor dem Durchfall Gluckern und Krämpfe im Bauch, nach dem Stuhlgang Leeregefühl und Schwächegefühl, vor allem im Bauch, als ob die Eingeweide unten herausfallen wollten; der Durchfall treibt am frühe Morgen aus dem Bett; Rektumvorfall; der Bauch ist gebläht und hart, Hitzegefühl im Bauch; Leber hart und druckempfindlich, Übelkeit und Erbrechen, nach dem Essen oder Trinken, dabei Verlangen nach großen Mengen kalten Wassers; bitteres Aufstoßen, mangelnder Appetit; Beschwerden (Durchfall) während dem Zahnen; Senkungsbeschwerden in der Schwangerschaft; starkes Schwitzen während der Beschwerden
    • Verschlechterung: Ab 4 - 5 Uhr morgens, Sommer und Hitze
    • Verbesserung: Liegen auf dem Bauch

  • Pulsatilla, Wiesenküchenschelle
    • Herkunft: Europa, Asien, frische zur Zeit der Blüte gesammelte ganze Pflanze
    • Klinische Diagnosen: Erkältungen, Mittelohrentzündung, Husten, Blasenenthündung, Ausfluss, Menstruationsbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Es wirkt im Sinne eines Katarrhs, d.h. einer erhöhten Schleimproduktion auf alle Schleimhäute; die Sekrete sind gelblich, dickflüssig, und nicht reizend: Augenbindehaut, Nase, Hals, Bronchien, Magen, Harnblase, Scheide; typisch ist Hitzeunverträglichkeit (Sonne, Sommer, überhitzte Räume, Sauna) bei gleichzeitiger Kälteempfindlichkeit; am besten ist warme Kleidung oder Decke bei gleichzeitig kühlem Raum; Durstlosigkeit; mag und verträgt kein fettes Essen; die Beschwerden verändern sich oft rasch: bei einer Erkältung z.B. tut zuerst der Hals weh, dann Schnupfen, dann die Ohren, dann wieder mehr Halsschmerzen; die Mittelohrentzündung verläuft eher langsam, die Kinder sind eher weinerlich, nicht so heftig wie z.B. bei Belladonna; deutlicher Bezug zu hormonellen Umstellungsphasen: Pubertät (Menstruation sehr schmerzhaft und unregelmäßig), Menstruation (Schmerzen, PMS, Stimmungsschwankungen) Beginn der Schwangerschaft (Übelkeit), Wochenbett (Depression und Stillprobleme), Abstillen (Brustentzündung) und Klimakterium (Hitze, andere Beschwerden); Magenschmerzen und bitteres Aufstoßen nach fettem Essen; Blasenentzündung nach nassen und kalten Füßen;
    • Auslöser: Fettes Essen, Überhitzung, hormonelle Umstellungsphasen
    • Verschlechterung: Hitze, fettes Essen, Hormonumstellung
    • Verbesserung: Gehen in der frischen Luft
    • Person: So veränderlich wie die Beschwerden sind oft auch die Stimmungen; traurig und leicht weinend, jedoch auch rasch wieder getröstet; es handelt sich um Menschen, die die Zuwendung und den Trost von Anderen suchen und brauchen und denen es damit rasch besser geht; sie können auch Anderen Zuwendung und Nähe gut geben; Pulsatilla wird öfter, jedoch nicht ausschließlich für Frauen und Kinder benötigt

  • Rauwolfia serpentina, Indische Schlangenwurzel
    • Herkunft: Südostasien; getrocknete Wurzel nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Hypertonie
    • Symptome und Charakteristika: Erhöhter Blutdruck mit Kopfschmerzen (drückend oder klopfend), gerötetem, erhitztem Gesicht, Schweißneigung, Herzklopfen und teils krampfartigen Herzschmerzen; Schlafstörungen mit erschwertem Einschlafen, hellwach, wie nach Kaffee, oder Schlaflosigkeit nach dem Erwachen nach etwa 1 - 3 Uhr. Konzentrationsstörung mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit und Gedächtnisschwäche.
    • Bemerkung: Rauwolfia wird bei Hochdruck überwiegend in niedrigen Potenzen verwendet: D2 - D4 als Tropfen, 2 - 3 mal täglich 10 Tropfen. Dabei befindet man sich an der Grenzlinie zwischen Phytotherapie und Homöopathie.

  • Rheum, Chinesischer Rhabarber
    • Herkunft: Asien, China; getrocknete unterirdische Teile nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Zahnungsbeschwerden, Durchfall
    • Symptome und Charakteristika: Zahnungsbeschwerden mit Schreien, Zusammenkrümmen und Durchfall; dabei sehr starkes Schwitzen, besonders am Kopf; der Schweiß und der Durchfall riechen sehr sauer; unruhiger Schlaf mit viel Schreien und sehr großer Unruhe; Durchfall nach dem Essen von unreifem Obst, der sehr sauer riecht; dabei starke Bauchkrämpfe, Stuhldrang direkt nach dem Durchfall; großes Wärmebedürfnis, jedes Entblößen verschlechtert
    • Auslöser: Zahnung, unreifes Obst
    • Verschlechterung: Entblößen, am Abend
    • Verbesserung: Zusammenkrümmen, Wärme
    • Person: Während der Beschwerden große Reizbarkeit, weiß nicht, was er will, Schreien, Ungeduld.

  • Rhododendron, Goldgelbe Alpenrose
    • Herkunft: Im Gebirge von Sibirien und Kamtschatka; getrocknete Zweige mit Blättern
    • Klinische Diagnosen: Rheuma, Gelenkbeschwerden, Gicht, Neuralgie, Zahnschmerzen, Hodenentzündung.
    • Symptome und Charakteristika: Schmerzen aller Art in Gelenken, Muskeln und Sehnen, vor allem in Hand- und Fußgelenken; die Schmerzen wechseln den Ort und sind begleitet von Schwere- oder Schwächegefühl; typisch ist ein bohrender, reißender Schmerz oder ein Schmerz der im Zickzack verläuft, Bewegung bessert mit dem Beginn der Bewegung; große Wetterfühligkeit; am schlechtesten ist Alles beim Herannahen eines Sturms oder Gewitters (sogar die Zahnschmerzen!); Schmerzen in Hoden und Nebenhoden wie zerquetscht mit Ausstrahlung entlang des Samenstrangs bis in den Unterbauch, vor allem rechts, dabei Schweiß am Hodensack; reißende, ziehende Zahnschmerzen oder Kieferneuralgien, die plötzlich aufhören und nach einigen Stunden wieder beginnen; zerschlagenes Gefühl in der Brust mit starkem Herzklopfen, neuralgische Schmerzen häufiger links.
    • Auslöser: Herannahen eines Sturms
    • Verschlechterung: Ruhe, nasskalt, Wetterwechsel, vor dem Gewitter
    • Verbesserung: Bewegung bessert sofort, trockene Wärme, warm einhüllen

  • Rhus toxicodendron, Giftsumach
    • Herkunft: Nordamerika, Nordostasien; frische junge Triebe mit Blättern
    • Klinische Diagnosen: Grippaler Infekt, Rheuma, Gelenkschmerzen, Ischias, Bläschenausschlag
    • Symptome und Charakteristika: am auffälligsten ist die große Unruhe: in Ruhe werden alle Schmerzen schlimmer, bei kontinuierlicher Bewegung werden sie besser; diese führt zu körperlicher Ruhelosigkeit; Grippaler Infekt mit hohem Fieber und großer Schwäche, Gliederschmerzen wie zerschlagen, mit Kopfschmerzen, mit sehr ausgeprägtem Frieren und dabei Ruhelosigkeit; dabei Verlangen nach kalten Getränken, obwohl dies noch mehr Frieren auslöst und der Husten stärker wird; rotes Dreieck an der Zungenspitze; alle Arten von Rheuma mit Schmerzen in den Gelenken, den Muskeln und Sehnen; die Schmerzen sind vor allem reißend, ziehend oder wie zerschlagen und meist von dem Gefühl des Steifseins begleitet, es können auch Muskelkrämpfe mit dabei sein, betroffen ist der ganze Bewegungsapparat, vom Hals und Rücken bis hin zu den Fingergelenken und Füßen; Ischias kann von Taubheit oder Ameisenlaufen begleitet sein; Ausschlag mit Bläschen, wie Herpes oder Gürtelrose, dabei brennender Schmerz und Juckreiz, als Einziges wird der Hautausschlag schlechter durch Wärme.
    • Auslöser: Luftzug, besonders wenn man verschwitzt ist; Überanstrengung, nachts
    • Verschlechterung: Kälte, nasskaltes Wetter, Luftzug, Ruhe, Anfang der Bewegung
    • Verbesserung: Wärme, kontinuierliche Bewegung, Strecken,
    • Person: Die Unruhe besteht auch auf der geistigen Ebene, oft besteht eine ängstliche, angespannte Sorge oder Furcht, die zur Unruhe führt, nachts stärker ist, und auch zu ritualisierten Abwehrhandlungen wie Beten oder Zwangshandlungen führen kann.

  • Rumex, Krauser Ampfer
    • Herkunft: Europa, Asien; frische Wurzel (im Frühling gegraben)
    • Klinische Diagnosen: Reizhusten, Durchfall, grippaler Infekt.
    • Symptome und Charakteristika: Kitzelhusten, wie von einer Feder, der im Halsgrübchen oder hinter dem oberen Brustbein ausgelöst wird; anhaltender trockener Husten, schlechter durch tiefes Einatmen, Sprechen und kalter Luft, Berühren des Kehlkopfs; Husten durch jeden Temperaturwechsel in der Atemluft (beim Übergang vom warmen Zimmer nach draußen und umgekehrt); brennender Schmerz oben in der Brust, unter dem Schlüsselbein; Durchfall, der morgens aus dem Bett treibt mit Husten und Schmerzen im Mittelbauch.
    • Auslöser: Kalte Luft
    • Verschlechterung: Kalte Luft, Temperaturwechsel der Atemluft
    • Verbesserung: Wärme, warm einhüllen des Gesichts mit Mund und Nase

  • Ruta graveolens, Weinraute
    • Herkunft: Europa, Asien, frische unterirdische Teile nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Augenbeschwerden, stumpfes Trauma des Auges; Überanstrengung oder Verstauchung von Gelenken (Trauma der Sehnen und der Knochenhaut), Ganglion (Überbein), Verstopfung, Analvorfall
    • Symptome und Charakteristika: Verletzung von Gelenken, insbesondere Verstauchung mit Schmerzen vor allem entlang der Beugesehnen, oder entlang der Knochenhaut der Röhrenknochen; Gefühl wie gequetscht und mit einem schmerzhaften Ermüdungsgefühl im Gelenk; Tendenz zu Ablagerung nach einer Verletzung mir Bildung von Knoten an den Sehnen oder im Gelenkbereich; Gefühl eines großen Gewichts, das an den Füßen oder Beinen hängt; Gefühl, die Achillessehnen sind zu kurz nach zu viel Treppengehen; Kopfschmerzen als ob ein Nagel durch den Kopf getrieben wäre, ausgelöst oder verschlechtert durch Überanstrengung der Augen (Lesen, PC, helle Sonne), Schmerzen der Augen nach Überanstrengung oder stumpfem Trauma; Sattsein nach dem ersten Bissen, Gefühl von Übelkeit im Rektum; ausgeprägte Verstopfung, es braucht viel Anstrengung, den Stuhlgang zu entleeren, dabei Vorfall des Rektums;
    • Auslöser: Trauma der Sehnen, der Knochenhaut und des Auges, Überanstrengung des Auges
    • Verschlechterung: Nasskaltes Wetter, Liegen
    • Verbesserung: Wärme, Bewegung, Liegen auf dem Rücken, Reiben
    • Person: Gefühl von großer Schwäche und Verzweiflung bei der Erkrankung, daraus resultiert eine allgemeine Unzufriedenheit mit Reizbarkeit, großer Lust zu widersprechen

  • Sabadilla, Mexikanisches Läusekraut
    • Herkunft: Mexiko, reife getrocknete Samen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Heuschnupfen
    • Symptome und Charakteristika: hervorstechend sind die heftigen Niesattacken mit krampfhaftem Niesen, oft hintereinander; dabei rote brennende Augen, die lichtempfindlich sind, Jucken oder Wundes Gefühlam Gaumen und wässrig-schleimiges Sekret aus der Nase, manchmal auch blutig; begleitet wird der Heuschnupfen von starkem Frieren und Schmerzen in den Stirnhöhlen
    • Verschlechterung: Kälte, kalte Luft, kalte Getränke
    • Verbesserung: Wärme, im Freien, warmes Getränk

  • Sambucus nigra, Schwarzer Holunder
    • Herkunft: Europa, Mittelasien; frische Blätter und Blüten (zu gleichen Teilen)
    • Klinische Diagnosen: Säuglingsschnupfen, Pseudokrupp, Fieber
    • Symptome und Charakteristika: Verstopfte Nase mit Schniefen; das Kind kann wegen der verstopften Nase nicht trinken; akutes Fieber in der Nacht, starkes Schwitzen im Moment des Aufwachens und im Schlaf trocken heiß; nach Mitternacht Erstickungsanfälle mit Pfeifen
    • Verschlechterung: Nach Mitternacht, im Liegen, kalte Luft
    • Person: Häufiges Mittel für Säuglinge und Kleinkinder

  • Sanguinaria, Kanadische Blutwurzel
    • Herkunft: Nordamerika getrockneter, im Herbst gesammelter Wurzelstock mit Wurzeln
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Heuschnupfen, Wechseljahresbeschwerden, Schulterschmerz
    • Symptome und Charakteristika: Vor allem rechtsseitige Kopfschmerzen, die vom Hinterkopf zur Stirn ziehen, dabei rote, heiße Wangen, Schwellung der Schläfenvenen und starke Geruchsempfindlichkeit; die Kopfschmerzen sind drückend bis berstend oder neuralgisch einschießend; Heuschnupfen mit trockenem heißem Gefühl in der Nase, Schmerzen an der Nasenwurzel, eher verstopft als fließend; trockener Kitzelhusten Husten, der hinter dem Brustbein ausgelöst wird, oder Husten mit eitrigem zähem Auswurf von fauligem Geschmack; Hitzewallunen, die zum Gesicht aufsteigen, mit roten heißen Wangen; schneidende Schmerzen und Steifheit der rechten Schulter, vor allem der Schultermuskeln (Deltoideus), heben des Armes verstärkt den Schmerz;
    • Auslöser: Wechseljahre
    • Verschlechterung: Mit dem Gang der Sonne: beginnt am Morgen, wird bis Mittag immer schlechter und klingt am Abend wieder ab; Periodisch, Gerüche
    • Verbesserung: Schlafen, Erbrechen, Liegen auf dem Rücken
    • Person: Eher warmblütig, während der Schmerzen sehr reizbar, dann eher nörgelnd als wütend

  • Sarsaparilla, Stechwinde
    • Herkunft: Zentralamerika, nördliches Südamerika; getrocknete Wurzel nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Blasenentzündung, Nierenkolik, Ausfluss, Hautausschlag
    • Symptome und Charakteristika: Das Wasserlassen ist so schmerzhaft, dass er schreit; Schmerz vor allem am Ende des Wasserlassens; dauernder Harndrang, Abgang von nur wenigen Tropfen; Der Harn läuft im Sitzen weg, Stehen wird das besser; Nierenkolik rechts; Im Urin oder Stuhlgang Ablagerung wie Sand; übel riechender Ausfluss oder Genitalbereich insgesamt feucht und über riechend; Hautausschlag stark juckend mit Rissen, Risse vor allem an den Fingerspitzen und Fußsohlen; der Juckreiz wechselt beim Kratzen die Stelle
    • Verschlechterung: Frühjahr, nasskaltes Wetter;
    • Person: Auffallend abgemagert mit trockener, faltiger Haut, eventuell auch abgemagerter, faltiger Brust; wirkt mangelernährt und vorgelagert; große Niedergeschlagenheit durch die Schmerzen, dann eher verschlossen, überempfindlich und leicht beleidigt

  • Scilla maritima, Meerzwiebel
    • Herkunft: Mittelmeergebiet, frische fleischige Zwiebelschuppen der roten Varietät nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Husten, Bronchitis, Pleuritis, Herzschwäche, Blasenbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Heftiger Husten feucht am Morgen und trocken am Abend mit reichlichem schleimigem Auswurf, dabei Stiche in der Brust, auch hörbares Schleimrasseln beim Atmen, schlechter durch tief Einatmen oder Husten; beim Husten geht unwillkürlich Urin ab oder es fließen Tränen; stechende Schmerzen vor allem am unteren Rand des linken Rippenbogens, in der Milzgegend; Herzschwäche mit viel Husten, und mit wasserhellem reichlichem Urin; leichte Beinödeme;
    • Verschlechterung: Morgens früh, tief einatmen, Husten, kalt trinken, Übergang vom Warmen ins Kalte
    • Verbesserung: Husten Bässe nach Auswurf
    • Bemerkung: Wie Digitalis ist Scilla ein Herztonikum für das Altersherz und wird dann als Urtinktur oder D1 mehrmals täglich 3 bis 20 Tropfen verwendet

  • Selenium, Selen
    • Herkunft: Amorphes Selen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schwäche, Erschöpfung, Vergesslichkeit, Hautausschlag, Akne, Verdauungsschwäche, Heiserkeit
    • Symptome und Charakteristika: Im Vordergrund steht die große Erschöpfung, die mit jeder kleinen Anstrengung noch zunimmt; diese kann sowohl körperlich sein (müde, schlapp, energielos) als auch geistig (Schwierigkeit bei der Konzentration, Vergesslichkeit); dies wird durch jede Überreizung verstärkt: Hitze, Anstrengung, Schlafmangel, Sexualität; Vergesslichkeit, und das Vergessene fällt im Halbschlaf wieder ein; Oft ist die Schwäche unmittelbar nach dem Aufwachen besonders große, große "Anlaufschwierigkeiten", nach einiger Zeit geht es besser; Verlangen nach Stimulanzien (Kaffee, Tee, Alkohol etc) die aber schlecht vertragen werden; appetitlos, Stiche in der Leber, Verstopfung mit sehr großkalibrigem Stuhlgang; Abmagerung; heisere, raue Stimme; ölige Haut, leichtes Schwitzen, vor allem am Kopf; Akne, trockenes Ekzem, vor allem an den Händen; vermehrte Libido bei vorzeitiger Ejakulation oder verminderter Erektion; Gefühl, ein Tropfen Sekret läuft die Harnröhre entlang
    • Auslöser: Hitze, Exzesse
    • Verschlechterung: Hitze, Anstrengung, Schlafmangel, unmittelbar nach dem Schlaf
    • Verbesserung: Nach Sonnenuntergang, kühle Luft
    • Person: Es passt vor allem für ältere Menschen mit raschen Verlust der allgemeinen Lebensenergie; sie können nicht mehr, dabei ist jedoch das Verlangen zu tun sowohl allgemein als auch besonders sexuell ungemindert

  • Secale cornutum, Mutterkornpilz
    • Herkunft: Europa, Afrika, Asien auf der Roggenpflanze gewachsener, schmarotzender Pilz Verwendung des getrockneten Pilzes
    • Klinische Diagnosen: Durchblutungsstörungen der Beine, Geschwüre, Durchfall, atonische Uterusblutung, Muskelkrämpfe
    • Symptome und Charakteristika: Typisch ist die Spastik der glatten Muskulatur, vor allem der Gefäße und auch der Bauch- und Beckenorgane; das führt zu arteriellen Durchblutungsstörungen mit brennenden Schmerzen und Ameisenlaufen der Beine, die Beine sind eiskalt, die Schmerzen werden bei äußerer Wärmeanwendung stärker; daraus können sich Geschwüre an den Knöcheln und Schienbeinen entwickeln mit dunklem Rand und leicht blutend bei Berührung, auch das Blut ist dunkel und sickert lange Zeit heraus; starker wässriger Durchfall mit heftigen Bauchkrämpfen, dabei große Erschöpfung und großer Durst auf kalte Getränke; lange andauernde Gebärmutterblutung von dunklem Blut, das heraussickert, immer wieder Krampfschmerzen; Senkungsbeschwerden; Muskelkrämpfe, vor allem der Streckmuskulatur (Finger werden gespreizt, Oberschenkelrückseite)
    • Verschlechterung: Wärme, Zudecken, Anstrengung
    • Verbesserung: Aufdecken, Kälte, kalte Anwendungen
    • Person: Alle Zustände entwickeln sich langsam (außer bei Durchfall); es handelt sich eher um ältere Menschen, mit trockener, faltiger Haut, eher mager; die Haut ist stellenweise bläulich verfärbt oder ganz blass; obwohl der Körper oder Körperteile kalt ist, ist jede Wärmeanwendung unerträglich

  • Sepia, Tintenfisch
    • Herkunft: Mittelmeer, Atlantik, Nordsee; getrocknetes Sekret der Tintendrüse
    • Klinische Diagnosen: Erkrankungen des Urogenitaltrakts, Sterilität, Wechseljahresbeschwerden, chronische Infekte der Luftwege, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen
    • Symptome und Charakteristika: Gehört zu den großen Mitteln, das bei sehr vielen Erkrankungen in Frage kommt. Deutlicher Bezug zum hormonellen Geschehen: vieles vor der Menses verschlechtert, Sterilität, unregelmäßiger Zyklus mit langen Abständen, schmerzhafte Menstruation, die Schmerzen ziehen die Beine hinunter oder werden im Rücken gespürt; übel riechender, klumpiger Ausfluss, Senkungsbeschwerden mit dem Gefühl, die Gebärmutter drückt nach unten; bei Männern Prostatavergrößerung, Prostataentzündung mit Abgang von Prostatasekret nach dem Wasserlassen; Hitzewallungen, Schlafstörung und Depression mit Gereiztheit in den Wechseljahren; bei jeder Schwäche nachlassende Libido; Blasenentzündung mit häufigem, plötzlichem Drang oder mit Harndrang und er muss lange warten, bis der Urin kommt, Urin mit rötlichem Satz; Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gefühl, als hänge der Magen durch, Schwere im Magen, Verstopfung über Tage; Pulsierende oder berstende Kopfschmerzen, oft vor oder nach der Menstruation, vor allem morgens, Druck bessert; chronischer Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündung mit dickem Sekret, Gefühl wie verstopft, Heuschnupfen; Haut oft bräunlich, oder mit dunklen Flecken, Neigung zu Akne
    • Verschlechterung: Vor der Menstruation, in der Schwangerschaft, nach Fehlgeburt, im Klimakterium; Kälte, morgens,
    • Verbesserung: Abends, kräftige Bewegung (Joggen, Tanzen) Druck (bei Schmerzen), Wärme
    • Person: Sepia wir häufiger bei Frauen verwendet, da es so großen Bezug zu den hormonellen Zyklen der Frau hat. In gesunden Tagen ist sie voller Tatendrang, ehrgeizig, gewissenhaft und pflichtbewusst, eventuell auch scharfzüngig, wenn ihre Würde verletzt wird oder ihre Freiheit eingeschränkt wird. In der Krankheit schlägt das um zur Trias gereizt, depressiv und gleichgültig. In diesem Zustand ist die Libido auf Null. Alle Beschwerden sind morgens schlechter, auch in guten Zeiten morgens lange Anlaufzeit, während abends noch einmal eine aktive Phase kommt. Rasche Bewegung bessert alles: nach Joggen, Tanzen oder Aerobic geht es ihr richtig gut. Insgesamt eher verfroren, liebt die Wärme und Sonne.

  • Silicea, Kieselsäure
    • Herkunft: Reines, gefälltes, wasserhaltiges Kieselsäureanhydrid nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Chronische oder rezidivierende Entzündungen (Ohren, Hals, Nasennebenhöhlen, Bronchien, Lymphknoten, Haut), Fisteln, Kopfschmerzen, Hautausschlag, Impffolgen
    • Symptome und Charakteristika: Das Leitsymptom für dieses Mittel ist die große Kälteempfindlichkeit vor allem gegen Zugluft; diese löst immer wieder Infekte aus, vor allem in den oberen Luftwegen, dabei gelbe eher dicke Sekretion die auch zur Verstopfung von Nase, Nasennebenhöhlen oder Ohr führen kann; dabei oft harte Lymphknotenschwellung am Hals, diese können auch vereitern; Infekte entwickeln sich langsam und können oft über Wochen fast unverändert bestehen bleiben; in der Haut Neigung zu Eiterungen und Fisteln, jede Wunde eitert statt abzuheilen; Abszesse, Nagelbettentzündung und Fisteln; Narben neigen zu verdickten Wucherungen, die auch aufbrechen können oder schmerzen; Kopfschmerzen aller Art, vor allem am Hinterkopf, warm einhüllen des Kopfes bessert; Hautausschläge, sowohl trocken schuppig, als auch eiternd oder eine Fistel, oder ein Geschwür bildend; Eiterung um einen eingedrungenen Fremdkörper; Zahnwurzelabszesse; Folge von Impfungen: sowohl Schwellung oder Entzündung an der Einstichstelle als auch Allgemeinreaktionen, wie chronische Infekte
    • Auslöser: Impfung, Zugluft, unterdrückter Schweiß, lange dauernde geistige Anstrengung.
    • Verschlechterung: Kälte in jeder Form, besonders Zugluft, Mondwechsel,
    • Verbesserung: Wärme, besonders warm einhüllen
    • Person: Es handelt sich um eher magere Menschen mit zarten Knochen aber oft großem Kopf. Gleichzeitig Verfroren und starke Schweißbildung, der vor allem an den Füßen übel riecht. Haare, Nägel und Haut sind zart und brüchig oder die Nägel sind eingewachsen. Appetitlos, vor allem Abneigung gegen warmes Essen. Sie sind sehr empfindsam und empfindlich sowohl auf Umwelteinflüssse, als auch auf andere Menschen und deren Äußerungen oder Befinden. Schüchtern und insgesamt eher ängstlich und gleichzeitig auch starrsinnig. Angst vor spitzen Nadeln, vor lauten Geräuschen.

  • Solidago, Echte Goldrute
    • Herkunft: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika; frische Blütenstände
    • Klinische Diagnosen: Nierenerkrankung, Katarrh
    • Symptome und Charakteristika: Die Nierengegend ist empfindlich auf Berührung; Die Schmerzen strahlen in den Bauch oder die Blase aus, und es wird viel klarer, übel riechender Urin ausgeschieden oder sehr wenig dunkler Urin; geschwollene Unterschenkel; Katarrh mit dickem Sekret das in den Rachen läuft mit Brennen im Hals und Beengung in der Brust beim Atmen
    • Verschlechterung: Druck
    • Verbesserung: Ausscheidung von großen Urinmengen

  • Spigelia, Wurmkraut
    • Herkunft: Mittel- und Südamerika; getrocknetes ganzes Kraut
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Neuralgie, Herzbeschwerden, Augenbeschwerden, Wurmbefall
    • Symptome und Charakteristika: Typisch sind sehr heftige Schmerzattacken, die Schmerzen kommen und verschwinden plötzlich, sind sehr stark, neuralgisch oder stechend oder reißend, und sie strahlen von einem Ort zu anderen Orten aus; Kopfschmerzen vom Hinterkopf zum Auge, oder vom Auge nach hinten ausstrahlend, meist links, klopfend, berstend oder einschießend, oft mit eigenartigen Empfindungen: als würde der Kopf bersten, als würde das Auge in den Kopf hinein oder heraus gedrückt, wie von einem Ring um den Kopf; Kopfschmerzen werden oft mit dem Stand der Sonne stärker und schwächer; Trigeminusneuralgie, vor allem links; Herzbeschwerden mit hörbarem und sichtbarem Herzklopfen und Beklemmung; als würde das Herz von einer Hand zerquetscht; Herzbeschwerden, gleichzeitig mit Augenbeschwerden; Schmerzen tief in den Augenhöhlen, mit Sehstörungen bis zur vorübergehenden Blindheit oder sehen von feurigen Flammen o.ä., dabei Augentränen; übler Mundgeruch, Aufstoßen, Bauchschmerzen Kolikartig oder schneidend in der Nabelgegend; Abgang von Würmern, dabei Durchfall oder harter Stuhlgang;
    • Auslöser: Nasskaltes Wetter
    • Verschlechterung: Berührung, sogar Berührung durch die Kleidung, Druck, Bewegung, Erschütterung, Tabak, nasskaltes Wetter,
    • Verbesserung: Liegen auf der linken Seite mit erhöhtem Oberkörper
    • Person: Ähnlich wie die Schmerzen plötzlich und heftig sind, so auch die Gemütsbewegungen: reizbar, unruhig und dann wieder heiter oder träge, traurig; typisch ist die Angst vor Nadeln und anderen spitzen Gegenständen, die er nicht sehen will

  • Spongia, Badeschwamm
    • Herkunft: Mittelmeer, Atlantik; gerösteter Meerschwamm
    • Klinische Diagnosen: Husten, Krupphusten, Herzbeschwerden, Kropf, Hodenentzündung
    • Symptome und Charakteristika: Trockener, heiserer, schmerzhafter Husten, anfallsartig, vor allem abends und vor Mitternacht, erwacht durch den Hustenanfall, der immer stärker wird, und muss sich aufsetzen, ist voller Angst, dabei Brennen in der Brust, Husten besser durch warmes Getränk oder ein wenig Esen; Herzklopfen und rascher, schwacher Puls sowie bläulichen Lippen, erwacht davon, kann nicht flach liegen, bei jeder kleinen Anstrengung vermehrt; vergrößerte Schilddrüse mit Herzklopfen; geschwollene, schmerzhafte Hoden, der Schmerz zieht in Richtung Samenstrang nach oben
    • Auslöser: Kalter Wind
    • Verschlechterung: Zimmerwärme
    • Verbesserung: Durch warmes Trinken oder Essen, im Freien, enge Kleidung an der Brust
    • Person: Lebhaft, und mit Rededrang, bis hin zu ängstlich und unruhig, wacht nachts aus Angstträumen auf und muss sich dann hinsetzen; bei den Hustenanfällen steigert sich die Angst bis hin zur Todesangst

  • Staphisagria, Stephanskraut, scharfer Rittersporn
    • Herkunft: Südeuropa, Mittelmeerraum; getrocknete, reife Samen
    • Klinische Diagnosen: Blasenentzündung, Blasenreizung, Sexualstörungen, Rückenschmerzen, Schnitt- oder Stichverletzung, Gerstenkörner, Karies,
    • Symptome und Charakteristika: Auslöser sind Stichverletzungen, die körperlicher oder seelischer Art sein können: Messerstich, Beleidigung, Unterdrückung, sexuelle Gewalt; die Reaktion darauf kann körperlicher Art sein: Blasenentzündung nach Kathetrisierung, nach sexueller Gewalt oder häufiger bzw. ungewohnter sexueller Betätigung; Entzündung nach einer Stichwunde oder nach einer Operation, wieder aufgeplatzte Operationswunde; häufiger schmerzhafter Harndrang, Brennen am Blasenausgang; krampfartige Unterbauchschmerzen; sehr starke Libido, auch mit Störungen wie verlängerter schmerzhafter Erektion, nächtliche Ejakulation, oder Erektionsstörung, später als Folge verminderte Libido bei großer allgemeiner Schwäche; Ausbleibende Menstruation nach seelischer Verletzung; Kreuzschmerzen wie zerbrochen, besonders morgens beim und kurz nach dem Aufstehen, oder stechende Schmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule; Gerstenkörner und Hagelkörner in den Augenlidern, die zu lange bestehenden Verhärtungen führen, mit dem Gefühl eines Fremdkörpers oder Sandkornes im Auge; Zähne verfärben sich dunkel und werden brüchig
    • Auslöser: Verletzungen
    • Verschlechterung: Nachts, Verletzungen, Emotionen wie Arge, Kummer u.a., sexuelle Exzesse, kalte Getränke
    • Verbesserung: Wärme, Ruhe, nach dem Frühstück
    • Person: Auf der seelischen Ebene sind Menschen die Staphisgria brauchen sehr feinfühlig und empfindlich gegen jede Art von Grobheit und Unterdrückung, sie sind oft freundlich und offen - eigentlich sind sie über das Kämpfen erhaben; das kann bei seelischen Verletzungen umschlagen in heftigen Zorn, in Bitterkeit, in beleidigten Rückzug; nach Überreizung kann es zu Stumpfheit, Gedankenschwund und Gedächtnisschwäche kommen;

  • Stannum metallicum, Zinn
    • Herkunft: Metallisches Zinn nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Neuralgien und Koliken, Bronchitis, Husten, Schwäche
    • Symptome und Charakteristika: Im Vordergrund steht die große Schwäche: sowohl allgemein, ist schon erschöpft, wenn er nur durch das Zimmer geht, als auch lokal: das Gefühl, er ist zu schwach, um den Schleim abzuhusten; die Neuralgie ist oft im Gesicht, kommt und geht langsam und hat zusammenschnürende oder krampfartige Schmerzen, es können einschießende, ticartige Muskelkontraktionen dabei sein; krampfartige Bauchschmerzen, die sich bessern, wenn man sich über etwas Hartes legt (Stuhlkante); meist chronischer Husten (ältere Raucher) mit Kurzatmigkeit und viel gelbem bis grünlichem Auswurf, der sich leicht löst und trotzdem nur teilweise abhusten lässt; es ist als bliebe immer etwas übrig; der Auswurf schuslöser:
    • Verschlechterung: Kälte, langsame Bewegung, Liegen auf der rechten Seite
    • Verbesserung: Starker Druck, rasche Bewegung

  • Sticta, Lungenflechte
    • Herkunft: Europa ,Asien, Afrika, Nordamerika, Australien, die in Amerika auf dem Zuckerahorn wachsende Flechte getrocknet nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schnupfen, Heuschnupfen, trockener Husten, Gelenkbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: eher trockener Schnupfen mit dem Gefühl der Verstopfung und des Drucks, vor allem an der Nasenwurzel, schneuzt ohne dass Schleim kommt oder Erleichterung eintritt; Niesanfälle, Krusten in der Nase; trockenes Gefühl im Hals mit unaufhörlichem trockenem Husten; Gelenkschmerzen und Schwellung mit umschriebenen roten Flecken um das Gelen herum; Schmerzen der Knochen oder Muskeln, häufig Schulter oder Knie; Schwellung und Entzündung in den Gelenkbeuteln (Bursa)
    • Auslöser: Abkühlung
    • Verschlechterung: Liegen, Temperaturwechsel, nachts
    • Verbesserung: Frische Luft, wenn "es ins Fließen kommt"
    • Person: Nervös und dadurch schwatzhaft (redselig), Schlafstörungen, Gefühl von Leichtigkeit in den Beinen, bis hin zum Gefühl zu schweben

  • Stramonium, Gemeiner Stechapfel
    • Herkunft: Überall auf der Welt (ubiquitär), frische oberirdische Teile blühender Pflanzen
    • Klinische Diagnosen: Pavor nocturnus (nächtliche Angst), Alpträume, Schlundkrampf, Asthma bronchiale, Krämpfe oder Zuckungen der Muskeln, Stottern
    • Symptome und Charakteristika: Stramonium kommt nur in Frage bei sehr heftigen Zuständen: sehr starke Angst, vor allem nachts im Dunkeln, erwachen schreiend aus dem Schlaf aus einem Alptraum oder kann wegen Schreckbildern nicht einschlafen, klammert sich dann an die Eltern oder andere Personen; Krämpfe im Gesicht, die zu Zuckungen führen, im Hals, sodass nichts geschluckt werden kann, in den Bronchien und dadurch Asthma, verbunden mit heftiger Angst; die Verkrampfung führt auch zu stottern; heftige krampfartige, lang anhaltende Hustenanfälle, plötzlicher Stimmverlust, vor allem bei hohen Tönen
    • Auslöser: Plötzlicher Schock, Ärger mit Schreck
    • Verschlechterung: Dunkelheit, Alleinsein, das Blicken auf spiegelnde Flächen (Wasser, Spiegel oder Lichtblitze {wie nennt sich das in den Discos?)
    • Verbesserung: Licht, Gesellschaft, Wärme
    • Person: Es wird meist akut gebraucht, und immer steht die Heftigkeit der Beschwerden und die Angst im Vordergrund; vor lauter Panik kann die Person auf heftig ausrasten, ist dann wie von Sinnen und in wilder Raserei oder Zerstörungswut; dies sind nur kürzere Anfälle, dazwischen sind die Personen freundlich und zuverlässig; um die Angst abzuwehren, kann es auch zu religiösem Dogmatismus oder zu zwanghaften religiösen Ritualen kommen.

  • Strophanthus
    • Herkunft: Afrika, Asien; vom grannenartigen Fortsatz befreite, reife, getrocknete Samen - Cardenolidglykoside
    • Klinische Diagnosen: Herzschmerzen, Herzschwäche, Rheuma
    • Symptome und Charakteristika: Schmerzen in der Brust wie von Dolchstößen oder wie zusammengeschnürt, die Schmerzen strahlen nicht in den Arm aus, dabei starkes Herzklopfen und oft sehr langsamer Puls oder Wechsel von raschem und langsamen Puls; rasche körperliche Ermüdung; die Schmerzen zwingen dazu den Atem anzuhalten; chronische Gelenk- oder Muskelschmerzen, die nachts zwischen 4 und 6 Uhr besonders stark sind, sie sind schlechter in Ruhe und in Kälte und besser bei Bewegung oder nach dem Aufstehen; ein Begleitphänomen ist oft eine reichliche Harnproduktion
    • Auslöser: Aufregung
    • Verschlechterung: Aufregung, Beugen nach vorne, Einatmen
    • Verbesserung: Beugen nach rückwärts

  • Sulfur, Schwefel
    • Herkunft: sublimierter Schwefel
    • Klinische Diagnosen: Hautausschlag jeder Art, Eiterungen, chronische Infektionen jeder Art, Durchfall, Kopfschmerzen, Rheuma und Rückenschmerzen und anderes
    • Symptome und Charakteristika: Sulfur ist eines der größten Mittel der Homöopathie und es gibt - fast - keine Diagnose, bei der es nicht passen könnte. Die wichtigsten Merkmale: in der Regel sehr vital und hitzig und leicht schwitzend, mit Verschlechterung durch Wärme, besonders durch Bettwärme (besonders Hautausschlag und Juckreiz); rotes Gesicht, rote Lippen rote Ohren, rote Körperöffnungen; trinkt viel und gerne kalt, Verlangen nach Süßem und Fettem, liebt Junkfood, braucht besonders am Vormittag gegen 11 Uhr etwas zu essen, sonst wird ihm flau, er wird entweder müde oder reizbar oder beides gleichzeitig; ruhig Stehen ermüdet sehr, lieber liegt er, lümmelt herum oder hat rasche Bewegung, am liebsten mit einem Fahrzeug zur Erhöhung der Geschwindigkeit: Roller-Skates, Fahrrad, Auto, Skier, was immer verfügbar ist; Schmerzen sind oft brennend; Ausscheidungen sind übel riechend, oft eitrig und wund machend, da sie so scharf sind;
    • Der Hautausschlag kann jeder Art sein: oft eitrig (Akne, Abszess, Nagelbettentzündung) oder als trockenes, schuppiges und juckendes Ekzem, oft mit Rissen; Infekte neigen dazu chronisch zu werden und nicht wieder aufzuhören mit viel gelbem Sekret, das die Haut wund macht; die Nase läuft an der frischen Luft, im Zimmer trocken, und verstopft; Atemnot mit Lufthunger, Hustenanfälle; Der Appetit ist sehr wechselnd: plötzlicher Hunger, besonders gegen 11 Uhr vormittags, dann wieder rasch satt nach geringer Menge; bei unregelmäßigen Mahlzeiten immer wieder alle Arten von Magen- und Bauchschmerzen, Durchfall, vor allem morgens gegen 5 Uhr, der aus dem Bett treibt; Kopfschmerzen wie von einem Band oder sehr heftig, berstend, mit Lichtempfindlichkeit und Übelkeit; Hängeschultern, Rücken- und Gelenkschmerzen wie verrenkt; Wacht nachts von den kleinsten Geräuschen auf, sehr lebhafte Träume.
    • Auslöser: Unterdrückung von Krankheiten, besonders von einem Hautausschlag, Impfung
    • Verschlechterung: Erhitzung, Bettwärme, Wasser, Wollkleidung, 11 Uhr, periodisch
    • Verbesserung: Frische Luft, ausziehen, trockene Wärme, Schwitzen
    • Person: Es handelt sich um sehr vitale Personen die so viel Energie haben, wie sie hitzig sind; diese kann leicht überschäumen und in heftigen Wutanfällen ihren Ausbruch finden; sie sind dann auch rasch wieder versöhnt und nicht nachtragend; Sie lieben Sportarten mit dem Kitzel der Gefahr: Motorsport, Mountain-biking, Fallschirmspringen uä, sie lieben laute und rhythmische Musik, und sie neigen - besonders als Kinder und Jugendliche - zu unaufhörlichen, neuen, unterhaltsamen Einfällen; daneben sind sie oft Tüftler: sowohl geistig als auch handwerklich können sie in einem Problem so lange versinken, bis sie es gelöst haben und darüber Essen und Trinken und Schlafen völlig vergessen; auch auf ihr Aussehen legen sie oft keinen Wert und wirken oft etwas schmuddelig - dafür in grellen Farben; sie können große Gegensätze in sich vereinen: faul bis überaktiv, im Schmutz wühlend - Abneigung gegen Schmutz und Angst vor Infektionen, geizig - großzügig, sehr empfindlich gegenüber Gerüchen, selbst ungewaschen und mit starkem Körpergeruch, egoistisch - Selbstaufgabe, Enthusiasmus - depressiver Rückzug … Diese Gegensätze können je nach Situation oder Lebensphase wechselnd auftreten
    • Besonderes: Nach der Arzneigabe kann es zu Ausscheidungen kommen: Nässender Hautausschlag, Abszess, Eiterung, Schnupfen, Durchfall oder Anderes, dies darf nicht unterdrückt werden, darüber heilt der Körper aus.

  • Sulfur jodatum, Jodschwefel
    • Herkunft: Schmelze von Schwefel und Jod nach Sondervorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schilddrüsenüberfunktion; Bronchitis, Furunkel, Akne, Lymphknotenschwellung, Bartflechte
    • Symptome und Charakteristika: Die Symptome der Schilddrüsenüberfunktion bestimmen alle Erkrankungen, die Sulfur jodatum benötigen: großer Appetit und trotzdem Abmagerung, Wärmeunverträglichkeit mit innerem Hitzegefühl, Besserung an der frischen Luft, Schäche und Unruhe; bei Schilddrüsenüberfunktion zusätzlich Hitzeschauer, plötzliches Erröten, bei Anstrengung Zittern in der Magengrube, Schwächegefühl im Magen um 11 Uhr mit Hunger; eher chronische Bronchitis oder Raucherhusten mit reichlichem, gelb-grünem Auswurf, der sich nur schwer löst; Husten vor allem in der ersten Nachthälfte und morgens, und beim Sprechen; tiefe, harte Akneknoten, Furunkel mit dunkelrotem Hof, auch mit Schwellung der Lymphknoten; wiederkehrende Furunkel; auch Bartflechte mit nässenden, juckenden Entzündungen und Schwellung der Halslymphknoten
    • Auslöser: Sonne
    • Verschlechterung: Wärme in jeder Form, Sonne, Berührung, Druck, nasses Wetter, vor Gewitter
    • Verbesserung: Winter, frische Luft
    • Person: Sehr ähnlich wie Sulfur, noch etwas hitziger, dafür schneller erschöpft

  • Symphytum, Gemeiner Beinwell
    • Herkunft: Europa, Westasien frische, vor Beginn der Blüte gesammelte, unterirdische Teile
    • Klinische Diagnosen: Knochenbruch, Knochenprellung, stumpfe Verletzung des Augapfels
    • Symptome und Charakteristika: Schmerzen nach Knochenbruch oder Knochenprellung, Gefühl als würden die Knochenenden aneinander reiben; beschleunigt den Heilungsverlauf von Knochenbrüchen (D3 oder D4 mehrmals täglich); stechende Schmerzen oder wundes Gefühl bleiben nach der Heilung bestehen; auch Schmerzen im Amputationsstumpf; stumpfe Prellung des Augapfels (Faustschlag, Schneeball) mit dumpfen Schmerzen und krampfartigem Schließen der Lider
    • Auslöser: Verletzung
    • Verschlechterung: Berührung, Bewegung, Druck
    • Verbesserung: Wärme

  • Tabacum, Tabak
    • Herkunft: Südamerika, in Europa angebaut; Blätter des Havannatabaks (nicht fermentiert)
    • Klinische Diagnosen: Reisekrankheit, Schwindel, Kreislaufkollaps, M. Menière (plötzlicher Innenohrschwindel), Raynaud-Phänomen (Weißfingerkrankheit)
    • Symptome und Charakteristika: Tabacum hilft bei Zuständen, die wie eine Tabak-Vergiftung aussehen: tödliche Übelkeit, heftiges Würgen mit Erbrechen, das dann erleichtert; dabei kaltschweißig, blass bis bläuliche Gesichtsfarbe, Frieren, Schwindel, bei dem sich alles im Kreise dreht, Ohrensausen; trotz Kälte und Frieren wollen sie nicht zugedeckt sein, sondern decken sich ab, schneller, flacher Puls, bis hin zur Ohnmacht; typisch ist ein sehr plötzliches Auftreten der Übelkeit und des Schwindels, die auch rasch wieder vergehen können; Gefäßspasmen mit abgestorbenen, weißen, schmerzenden Fingern, Händen oder Füßen
    • Auslöser: Bewegung, Fahren im Auto oder Schiff
    • Verschlechterung: Bewegung, Öffnen der Augen, Wärme
    • Verbesserung: Frische Luft, nach Erbrechen oder Durchfall
    • Person: Es ist ihm so übel, dass er am liebsten sterben möchte

  • Taraxacum, Löwenzahn
    • Herkunft: auf der ganzen Erde verbreitet; zu Beginn der Blüte gesammelte, ganze frische Pflanze nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Lebererkrankungen, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden.
    • Symptome und Charakteristika: Leber vergrößert und verhärtet, bitteres Aufstoßen, bitterer oder saurer Geschmack im Mund, Zunge fleckig, mit weißem Belad und dazwischen rote, rohe Inseln; Blubbern im Bauch, gelblicher Durchfall oder Schwierigkeiten den Stuhlgang zu entleeren, obwohl er nicht hart ist; Kopfschmerzen mit brennender Hitze auf dem Scheitel oder in den Augen, ziehend, drückend; besser beim still Stehen und schlechter beim Anheben des Kopfes im Liegen; juckender Hautausschlag an Hand- und Fußrücken; Allgemeines: Hitzegefühl an einzelnen Körperstellen, Schwitzen nachts, in der Ruhe, wacht daran auf und ist sehr erschöpft; eventuell Gelbfärbung der Haut; Ruhelosigkeit der Glieder,
    • Verschlechterung: Ruhe, sitzen, stehen, fettes Essen.
    • Verbesserung: Still stehen (Kopfschmerz), Gehen
    • Person: Sehr empfindlich auf alle Störungen, besonders auf Geräusche, besonders gegenüber raschelnden oder kratzenden Geräuschen.

  • Tartarus stibiatus, Brechweinstein (Kaliumantimonyltartrat COOK-CHOH-COO(SbO)
    • Klinische Diagnosen: Bronchitis, Lungenentzündung, Lungenemphysem, Magen-Darm-Infekt, Kreuzschmerzen.
    • Symptome und Charakteristika: das Mittel passt für schwer kranke Menschen mit großer Erschöpfung und Schwäche, Auge matt, Gesichtsfarbe bläulich oder gräulich, Puls zittrig, kalter Schweiß bei geringster Anstrengung, schwache Stimme, dabei Wunsch nach aufrechter Haltung, da dies die Atmung und das Abhusten erleichtert, andererseits immer wieder Herabgleiten im Bett, da er sich nicht aufrecht halten kann; bei Bonchial- und Lungenentzündung steht eine ausgeprägte Schleimbildung mit Rasseln auf der Brust im Vordergrund, zu schwach, um den Schleim abzuhusten, der Schleim ist zäh, und durchsichtig; nach dem Abhusten schläft der Kranke vor Erschöpfung; Gefühl der Magen ist mit sTeinen gefüllt, starkes Erbrechen und Durchfall mit grasgrünem Stuhlgang und starker Erschöpfung, schläft nach dem Erbrechen ein; sehr starke Kreuzschmerzen;
    • Verschlechterung: Wärme (Wetter, Raum, Decke), Liegen, Ärger.
    • Verbesserung: Nach dem Abhusten oder Erbrechen, aufrecht sitzen.
    • Person: Ein Mittel für alte Menschen oder schwer Kranke oder Säuglinge mit schwerer Erkrankung, da die große schwäche im Vordergrund steht; will nicht angefasst angesprochen oder angeschaut werden, alles ist zu viel; daher entweder Apathie oder leicht reizbar bei Störungen; meist durstlos; ständige Angst.
    • Tarantula
    • Herkunft: spanische Wolfsspinne; Tarentula hispanica, heute Lycosa hispanica
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Herzklopfen, Asthma bronchiale, Bauchkrämpfe, restless legs, Schlafstörung.
    • Person: typisch ist eine ausgeprägte Unruhe und Getriebensein; macht alles sehr hastig, dabei auch sehr effizient; wird ungeduldig, weil alle anderen zu langsam sind; die Unruhe ist auch auf der körperlichen Ebene; Bewegung zu stark rhythmischer Musik bessert alle Beschwerden; er/sie braucht die rasche Bewegung und das rasche Tun, sonst treten Anfälle von unkontrollierter Bewegung, Zerstörungswut und Aggression außerhalb aller Kontrolle auf

  • Thallium aceticum, Thallium(I)-acetat
    • Herkuft: Thallium(I)-acetat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Haarausfall, Neuralgie, Polyneuritis, Lähmung.
    • Symptome und Charakteristika: Rasch fortschreitender Haarausfall nach einer Neuralgie oder bei sehr geschwächten Personen; neuralgische Schmerzen, einschießend wie Stromstöße, Taubheit, Ameisenlaufen in Fingern und Füßen, die nach oben fortschreiten, Schwäche bis Lähmung der Beine mit neuralgischen Schmerzen.
    • Theridion curassavicum, mittelamerikanische Orangenspinne
    • Klinische Diagnosen: Reisekrankheit, Seekrankheit, Schwindel, Kopfschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Übelkeit und Schwindel durch Fahren mit schiff, Auto, Bahn oder Bus; Warm Trinken bessert die Übelkeit; Schwindel der durch die geringste Bewegung vermehrt wird, auch wenn der nicht durch ein Fahrzeug ausgelöst wurde; pulsierende Kopfschmerzen, kann sich nicht hinlegen, beim Schließen der Augen verstärkt; Bedürfnis nach konstantem Essen oder trinken während der Übelkeit, weiß aber nicht was; ausgeprägte innere Kälte, kann nicht warm werden
    • Auslöser: Fahren im Schiff, Auto oä
    • Verschlechterung: geringste Bewegung oder Erschütterung, Schließen der Augen, jedes Geräusch
    • Verbesserung: Rauchen
    • Person: typisch ist eine ausgeprägte körperliche Unruhe mit Bewegungsdrang; gleichzeitig besteht eine extreme Überempfindlichkeit vor allem gegen Lärm, teilweise auch schon gegen das geringste Geräusch, aber auch gegen Licht, gegen kaltes Wasser an den Zähnen, gegen Berührung oder Druck; ein Geräusch scheint den ganzen Körper zu durchdringen

  • Thuja, Abendländischer Lebensbaum
    • Herkunft: Nordamerika; frische beblätterte, einjährige Zweige
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, chronische Infekte im HNO-Bereich, der Bronchien, der Blase, des Genitale, Asthma, Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Kopfschmerzen, Warzen, Impffolgen, Tumore
    • Symptome und Charakteristika: eines der Großen Mittel, das bei sehr vielen Erkrankungen passen kann; chronische oder zumindest länger dauernde Infektionen, die sich durch Aufenthalt in nasskaltem Klima verschlechtern oder ausgelöst werden; dabei Magerkeit oder Abmagerung und große Erschöpfung, wächsernes Gesicht mit dunklen Augenringen; Infektionen im HNO-Bereich mit gelb-grünem Sekret, das muffig oder auch süßlich riecht; Husten mit Atemnot, schlechter im Feuchten, mit gelb-grünem Auswurf; Vaginalausfluss, gelblich-grünlich, mit üblem, fischigem Geruch und brennenden Schmerzen; Harnröhrenausfluss ähnlicher Art wie der Vaginalausfluss, Brennen in der Harnröhre; Polypen und Condylome im Genitalbereich; Hautwarzen, braun, fleischig, gefurcht, teilweise mit übel riechender Sekretion; fettes oder ranziges Aufstoßen, vor allem nach Zwiebeln oder fettem Essen; eher ziehende Magen- und Bauchschmerzen, übel riechende Blähungen und Aufgeblähtsein; Durchfall nach Zwiebeln; ziehende, brennende oder stechende Schmerzen im Rücken oder in den Extremitäten, vor allem in den Muskeln (ausgelöst durch Nässe und Kälte), stechender Kopfschmerz, wie von einem Nagel; kalte Hände und Füße mit übel riechendem Schweiß; schwitzt nur an den unbedeckten Körperteilen; Auftreten von Infekten oder Kopfschmerzen nach einer Impfung
    • Auslöser: Impfung, Unterdrückung
    • Verschlechterung: nasskaltes Wetter/Umgebung; Zwiebeln, Kaffee, Tee, 3 und 15 Uhr; periodisch
    • Verbesserung: Wären, Einhüllen, freier Abfluss von Sekreten
    • Person: meist sind die Menschen, die Thula benötigen eher verschlossen und eher melancholisch, nicht leichtlebig; sie sind bei Erkrankungen rasch niedergeschlagen, mürrisch und reizbar, Fragen sind ihnen unangenehm; oft bestehen fixe Ideen, die auch in abergläubische Handlungen übergehen können; es besteht oft ein schwaches Selbstwertgefühl, das teilweise überspielt wird, zumindest mit sehr korrekter Kleidung und Auftreten.

  • Urtica urens, Brennnessel
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien; frisch blühende Pflanze mit Wurzeln nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Nesselausschlag, Verbrennung, Insektenstiche, Nierengries, Gicht, Gelenkschmerzen, Milchförderung
    • Symptome und Charakteristika: typisch sind stechend-brennende Schmerzen und hellrote Schwellung; Hautausschlag mit hellroten Schwellungen oder Bläschen; Rötung und Blasenbildung, bei Verbrennungen, die sich auf die Haut beschränken und mit Verschlechterung durch Kälteanwendung; stark ausgeprägter Uringeruch, auch insgesamt Körpergeruch nach Urin, Nierengries mit blutigem Urin und stechenden Schmerzen; Gelenkschmerzen vor allem der Schulter, der Hand-und Fußgelenke mit stechenden Schmerzen und Kälteverschlechterung; Brustschwellung mit nur wenig Milchsekretion;
    • Auslöser: Verbrennung, Insektenstich
    • Verschlechterung: Kälte und Nässe, Baden, Schneewetter, Berührung, jedes Jahr,

  • Ustilago maydis, Maisbrand
    • Herkunft: In Maisanbauländern, Pilzsporen nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Uterusblutung, Nasenbluten, Blutungsneigung, Fehlgeburt, Haarausfall, Hautausschlag,
    • Symptome und Charakteristika: es besteht eine generelle Blutungsneigung mit leichtem Nasenbluten, Bluten aus der Lunge oder dem magen-Darm-Trakt; am ausgeprägtesten ist es an der Gebärmutter, bei der jede Berührung eine Blutung auslösen kann (gynäkologische Untersuchung, Koitus); lang anhaltende Blutungen aus der Gebärmutter, teilweise über Monate anhaltend, eher dunkel, klumpig und sickernd, kann auch hell sein; abwärts drängende Schmerzen, die auch im Rücken empfunden werden, brennende Schmerzen im Eierstock; Schmerzen ziehen die Unterschenkel hinunter; Neigung zur Fehlgeburt bei schlaffer Gebärmutter; Hautausschlag mit Krusten unter dem die Haare ausgehen, Haarausfall bis hin zur völligen Kahlheit
    • Auslöser: Berührung (Blutung genital)
    • Verschlechterung: Zimmerwärme

  • Valeriana, Echter Baldrian
    • Herkunft: Europa, Asien; getrocknete unterirdische Teile
    • Klinische Diagnosen: Schlafstörung, Nervosität, Verdauungsstörungen, Neuralgie, Ischiasschmerzen
    • Symptome und Charakteristika: Ruhelosigkeit vor allem nachts und dadurch Schlafstörung, Furcht in der Dunkelheit, restless legs; Nervosität mit ausgeprägter Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke und Schmerzen; Nervosität mit Zittern oder Verdauungsstörungen: geblähter Bauch, Übelkeit mit gleichzeitigem Hungergefühl, Kloßgefühl im Hals;Die Überempfindlichkeit der Sinne führt zu Fremdheitsgefühl sowohl von äußeren Sinneseindrücken als auch von Körperwahrnehmungen, wie dem Gefühl zu schweben; plötzlich beginnende und endende Schmerzen in den Gliedern mit Zucken; neuralgische Ohrenschmerzen nach Zugluft; Ischiasschmerzen mit Fersenschmerzen im Sitzen; Allgemeines Forstschauer vom Hinterkopf den Rücken hinunterlaufend, plötzliche Hitze und Schweiß von Stirn und Gesicht;
    • Verschlechterung: Ruhe, Stehen, abends und nachts, beim Einschlafen
    • Verbesserung: Wechsel der Position, Gehen, Reiben
    • Person: überempfindliche ängstliche Menschen, die bei Ärger noch angespannter werden durch die Überempfindlichkeit der Sinne rasch wechselnde Stimmungen, ungeduldig, oder sie beherrschen mit ihrem Verstand die Gefühle, was die körperliche Anspannung verstärkt mit Zittern und Muskelschmerzen

  • Veratrum album, Weiße Nieswurz, Weißer Germer
    • Herkunft: Mittel- und Südeuropa, Nordasien getrockneter Wurzelstock mit Wurzeln
    • Klinische Diagnosen: Kreislaufkollaps, Brechdurchfall, Hyperaktivität mit Umschlag in die Depression
    • Symptome und Charakteristika: im Vordergrund jeder Erkrankung steht der Kreislaufkollaps mit Kälte des Körpers, oder zumindest einzelner Teile, kaltem Schweiß und raschem, kleinen Puls, dabei innerlich Gefühl des Brennens und Durst auf kaltes Wasser, was den Zustand jedoch verschlechtert; Brechdurchfall mit starkem Erbrechen und Durchfall, kolikartigen Bauchschmerzen, aufgetriebenem Bauch, raschem Kräfteverfall mit Kollapsneigung und Muskelkrämpfen; Erregung mit körperlicher Unruhe, Neigung zur Geschwätzigkeit und Neigung zu Muskelkrämpfen; das kann bis zu Schreien, Fluchen, stereotypen Bewegungen gehen, auch mit Schlagen und Beißen; dieser Zustand kann plötzlich in eine Depression mit Ängsten und Verzweiflung übergehen, dann schweigsam, Seufzen;
    • Auslöser: Schreck, Menstruationsstörung, Schwangerschaft
    • Verschlechterung: Anstrengung, kalte Getränke, Nässe und Kälte
    • Verbesserung: warme Getränke, liegen, zudecken, Gehen
    • Person: vgl letzter Abschnitt der Symptome

  • Verbascum, Königskerze, Wollblume
    • Herkunft: Europa; zur beginnenden Blütezeit gesammeltes, frisches Kraut
    • Klinische Diagnosen: Kopfschmerzen, Neuralgie, Husten,
    • Symptome und Charakteristika: sehr starke Kopfschmerzen oder Neuralgien, meist linke Seite, oft Schläfe oder Jochbeingegend, einschießend oder zermalmend, dabei ist oft Tränenfluss und Triefnasse und Druckgefühl auf dem Ohr mit Schwerhörigkeit; tiefer bellender Husten, mit Heiserkeit, Husten im Schlaf ohne zu erwachen
    • Auslöser: Zugluft
    • Verschlechterung: jede Bewegung, zweimal täglich, meist 9 und 16 Uhr, Sprechen, Kauen

  • Viburnum opulus, Gemeiner Schneeball
    • Herkunft: Europa, Amerika, Asien, frische im Herbst gesammelte Rinde nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Menstruationsschmerzen, vorzeitige Wehen,
    • Symptome und Charakteristika: die Schmerzen beginnen schon vor der Menstruation, gehen vom Kreuz aus und ziehen um das Becken herum zur Gebärmutter; die Blutung ist kurz und schwach; dabei sind oft nervöse Unruhe, vermehrter Harndrang, Wadenkrämpfe oder krampfhaftes Zusammenziehen in der Herzgegend; Neigung zur Fehlgeburt in den ersten Schwangerschaftsmonaten mit ähnlichen Beschwerden wie bei den Menstruationsschmerzen und heller Blutung; Neigung zu vorzeitigen Wehen in der Spätschwangerschaft - dann wirkt es am besten in tiefen Potenzen (D2 - D4) in häufigen Gaben
    • Verschlechterung: vor und bei Menstruation, Kälte und Schneeluft
    • Verbesserung: Ruhe, Druck

  • Viola tricolor, Wildes Stiefmütterchen
    • Herkunft: Europa, Vorderasien frische, oberirdische Teile zur Blütezeit
    • Klinische Diagnosen: Ekzem des Kopfes, Ekzem mit Superinfektion, Lymphknotenschwellung
    • Symptome und Charakteristika: Hautausschlag vor allem am Kopf und im Gesicht, stark juckend, dicke Krusten, teilweise brennende Schmerzen, das sich leicht infiziert und dann eitrige Krusten bildet; es können sich auch Furunkel bilden und die Lymphknoten im Abfluss (Hals) schwellen an; die Krusten kleben das Haar zusammen und dieses geht mit den Krusten ab; eigentümlich: das Gesicht wird nach dem Essen heiß und schwitzt; der Urin riecht intensiv wie Katzenurin
    • Verschlechterung: Winter

  • Viscum album, Mistel
    • Herkunft: Europa, Asien, frische im Herbst gesammelte beblätterte Sprossen und Früchte nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Pulsveränderung, Ohnmacht, Herzbeschwerden, Hypertonie
    • Symptome und Charakteristika: Hochdruck mit Hitzegefühl und viel Unternehmungslust; dabei sind oft Stirnkopfschmerzen die bei Bewegung im Freien besser werden, oder Herzklopfen, schneller Puls oder Herzstolpern, es können auch dabei sein Magenschmerzen, die nach dem Essen besser sind oder viel Rumoren und gespannter Bauch; Schwindelanfälle vor allem nach dem Aufstehen, bei Bewegung, bei schnellen Kopfbewegungen mit Neigung zum Rückwärtsfahren und mit Nervosität und Unruhe
    • Verschlechterung: Wärme, nachts
    • Verbesserung: frische Luft, im Freien

  • Vipera berus, Kreuzotter
    • Herkunft: Europa, Asien, frisches Schlangengift nach Sondervorschrift
    • Klinische Diagnosen: Krampfadern, Venenentzündung, venöse Ulzera, Blutungsneigung, Wechseljahresbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: Beine schwer und das Gefühl, sie sind zum Bersten voll, Wadenkrämpfe, Haut kalt und violett oder dunkel verfärbt mit Ulzera auf der verfärbten Haut; Venen schmerzhaft, zum bersten voll, empfindliche gegen jede Berührung; starke Blutungen im Klimakterium mit Blutgerinnseln, die sehr lange anhalten; geschwollene, berührungsempfindliche Leber, dunkel gefärbte Zunge, Lähmung oder Schwäche im Fuß oder Unterschenkel;
    • Verschlechterung: herunterhängen der Gliedmaßen, Kälte, jährlich
    • Verbesserung: Hochlagern

  • Wyethia, Giftkraut
    • Herkunft: Nordamerika; frische unterirdische Teile nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Heuschnupfen, grippaler Infekt
    • Symptome und Charakteristika: Trockenheit, Jucken und Brennen vor allem im hinteren Nasen-Rachenbereich; dicker Schleim läuft hinten aus der Nase Ion den Rachen; geschwollenes Gefühl im Hals mit Brennen und zähem Schleim oder Trockenheit; ständiges Bedürfnis zu schlucken und sich zu räuspern jedoch ohne Besserung; kalter Schweiß, der in Wellen kommt über den ganzen Körper mit Durst auf Kaltes; nächtliches Schwitzen; Durstlos, wenn er Fieber hat; Gefühl von Schwäche mit nervöser Unruhe; jede Anstrengung ruft Schweiß hervor;
    • Verschlechterung: Bewegung, nach dem Essen, nachmittags

  • Zincum metallicum, Zink
    • Herkunft: Metallisches Zink nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schwäche, Erschöpfungssyndrom, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Husten und Atemnot, Stressinkontinenz, Restless Leg,
    • Symptome und Charakteristika: Erschöpfungssyndrom durch Überarbeitung mit ausgeprägter Schwäche mit gleichzeitiger innerer und äußerer Unruhe, insbesondere der Beine; das kann bis zu Muskelkrämpfen führen oder zu Einschlafzuckungen, wodurch man sofort wieder erwacht; große Reizbarkeit durch die nervöse Überspannung; drückende Kopfschmerzen, vor allem am Hinterkopf und über der Nasenwurzel, Druck bessert; große Überempfindlichkeit gegen jede Berührung: schon das Berühren des Haares schmerzt; Gefühl eines Klumpens in der Lebergegend mit geblähtem Oberbauch bei erhaltenem Appetit; trockener Husten mit Atemnot, der mit Auftreten von Auswurf besser wird; unwillkürlicher Harnabgang beim Gehen, jedoch unmöglich in normaler Sitzender Position, eher mit gekreuzten Beinen oder weit nach hinten gelehnt;
    • Auslöser: Erschöpfung, geistige Überanstrengung, unterdrückter Hautausschlag
    • Verschlechterung: Berührung, Geräusche, Wein,
    • Verbesserung: Wiederauftreten eines Hautausschlags, freie Sekretion (Schnupfen, Schweiß u.a), Bewegung, warme frische Luft, fester Druck
    • Person: oft ursprünglich Menschen mit vielen Ideen, die viel reden und anpacken und die dann später in den oben beschriebenen Erscöpfungszustand kommen mit Schlafstörungen, motorischer Unruhe, verminderter Auffassungskraft und Denkvermögen, Reizbarkeit, Jammern und Kopfschmerzen und einem großen Unwillen gegen jedes Reden und insbesondere zu antworten.

  • Zincum valerianicum, Zinkisovalerianat
    • Herkunft: Zinkisovalerianat nach Vorschrift
    • Klinische Diagnosen: Schlafstörung, Kopfschmerzen. Menstruationsbeschwerden
    • Symptome und Charakteristika: die Symptome sind sehr ähnlich wie bei Zincum metallic; Befalls Schlafstörungen mit großer Erschöpfung und körperliche Unruhe; dabei steht eher eine getriebene Hast mit Umhergehen im Vordergrund als die rein Unruhe der Beine, wie bei Zincum met.; sehr starke, neuralgische Kopfschmerzen. auch Gesichtsneuralgien mit Unruhe; einschießende Schmerzen vom Eierstock in die beine vor und während der Menstruation
    • Verschlechterung: Ruhe, Hitze, Aufregung
    • Verbesserung: Reiben



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